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Reiseberichte: Cuxhaven - Erlebnisbericht

Heiko Jahr:

Wir, das sind Alexander (mein Schwager und technischer Direktor), Gwendolin (mit lückenhaften Zahnbestand und bald in den Fängen des organisierten Bildungswesens), Maximilian (ab Donnerstag Pennäler) und meine Wenigkeit trafen am Freitag kurz nach Mittag in Cuxhaven ein.

Beim Betreten der Halle sofort das überwältigende Flair der weiten Welt:
Per Billhäll im Eingangsbereich, daneben Tom mit Pia, eine Ecke weiter Rolando Negoita aus NY mit seinen ausgefallenen Kreationen, unweit skandierte Achim Frank auf seine unnachahmliche Art rheinische Gassenhauer , Rainer Barbi schlenderte entspannt durch die Gänge. Wir trafen "alte" Bekannte aus Übersee, Kunden, die wir nur von e-mail kannten und eine hungrige Meute daftler ...

Ein erstes eher flüchtiges Rundum-"Hallo", dann ging es auch schon an die großen Kisten. Wir hatten etwa 200 Pfeifen dabei - querbeet von Serie ab 15,-- bis Top-freehand für das 50-fache.
Unseren ursprünglichen Plan erst Samstag auszustellen, ließen wir fallen. Schließlich waren noch genügend Tische frei, wir packten zwischen Luigi Viprati und Lee Van Erck kurzentschlossen aus und die Show nahm (für uns) ihren Lauf ...
Der Tisch noch nicht halbwegs fertig, schon waren wir von den üblichen Verdächtigen umringt, die ersten Pfeifen von Cornelius gingen über die Theke, flankiert von anregenden Gesprächen auch übers Thema hinaus. Gwendolins Kommentar: Wir sind doch gar nicht über die Grenze gefahren, warum reden die denn alle englisch ...

Der Ausstellungsnachmittag ging schnell zu Ende, wir brauchten dringend relaxing, was liegt da näher als ein Strandspaziergang? Anschließend "Sammeln" in Rolfs Garten und da waren sie wieder alle plus die daftler, die von der Plünderfahrt aus Helgoland zurück kamen.

Nach einem Abendessen mit Martin Farrent, wollten wir noch ein bißchen in Rolf Garten sitzen und klönen ... Aber Pustekuchen! Der Junior, dieser Ober-Experte, wollte noch was aus dem Kofferraum holen, dabei legte er brav den Schlüssel rein und knallte zu. Bis auf die Pfeifen war unser komplettes Gepäck noch drin. Das war's dann für uns. Die gelben Engel konnten uns schließlich die Kiste aufknacken und mit zwei todmüden Kids, kamen wir endlich ins abgelegene Quartier.

Der Samstag dann nur toll! Viele Gespräche über Gott und die Welt, aber natürlich auch über Filter (yeah!) und Kohleschichten, freehands und Serienpfeifen. Dazu eine bezaubernde Nachbarin am Stand von Viprati (sie ertrug nicht den Anblick meiner hilflosen Zopfkreationen und befreite Gwendolin von dieser Zumutung), uns gegenüber der stets emsig stopfunterweisende Achim, zudem eine reizvolle Aussicht auf Jouras Tochter und endlich kamen auch noch Nele und Anja. Bo Nordh rollte mit Bengt Carlson an, Lars Ivarsson flaniert durch die Gänge, Jess Chonowitsch plauschte mit Kollegen ...

Den Abend verbrachten wir in kleiner Runde mit den Reutlingern, Per Billhäll, Tom und Pia, Rolando und Tonni Nielsen. Dabei bewies Max Geschäftstüchtigkeit, indem er an alle möglichen Leute seine freehand-geknüpften Schlüsselanhänger vertickte ...

Für den Sonntag hatten wir uns vorgenommen ab 11 Uhr einzupacken und gegen Mittag loszufahren - es wurde dann allerdings nach 2 ... Das mit Abstand Lustigste an diesem Tag, der Langsamrauchwettbewerb. Es ging damit los, daß in der Halle plötzlich sonderbare Leute in "Uniformen" auftauchten - Schützenverein auf Sonntagsfahrt? Rolfs Ansage klärte alles auf - das waren die Pfeifen-AthletInnen. Hauptsächlich AK Ommis und Oppas mit lustigen pfeifigen Buttons am Revers.

In einem Nebensaal ging's dann um Ehre und Trophäen.

Ich habe mir das angeschaut:
An Tischen saßen sich Männer und Frauen gegenüber. Im Raum Totenstill, äußerste Konzentration, angespannte Gesichtszüge
...
Plötzlich vom 2. Tisch ein resigniertes: "Ich hör auf, bei mir ist Schluß!"
...
und angesichts der offensichtlichen Tragödie, der flehentlicher Ruf: "Ingrid, Du mußt die Familienehre retten!"
...
dann wieder Totenstille ...
Für das nächste Jahr wünsche ich mir einen parallelen Schnell-Rauchwettbewerb. Mit lautstarken Anfeuerungsrufen, Pfeifkonzert, Rasseln, Tröten und La-O-La-Wellen ... da bin ich sofort dabei

Alles in allem ein rund-um tolles Show-Wochenende mit großem Potential.

Danke und großes Kompliment an Rolf und seine ganze Crew.

Denen die nicht dabei sein konnten, empfehle ich einen beherzten Biß in den Allerwertesten.

(17.08.2004)

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