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Events: Schnupftabakabend bei Nils Thomsen
Jan Hauck
Am 4.12.2003 hat das Berliner Tabakskollegium zu einem Informationsabend zum Thema Schnupftabak geladen. Anwesend vor Nils Thomsens Geschäft im UFA-Palast waren neben zwei Vertretern der Firma Pöschl auch einige interessierte Menschen, die augenscheinlich zum großen Teil nicht wußten, wie sie der Sache begegnen sollten.
Zunächst hielt Nils eine Ansprache in eigener Sache, denn die Sammlung von Spenden zu Frank Zanders Weihnachtstafel nimmt ein ungeahnte Ausmaß an, das Mut macht und Dankbarkeit auslöst. Als dann die Pöschlvertreter ihr Programm durchführten, konnte bei vielen Anwesenden beobachtet werden, wie sie dem Schnupftabak in so komprimierter Form mit vereinten Pfeifenkräften beizukommen versuchten. Aber siehe da, dieses Verhalten legte sich zusehends. Obendrein konnte man unglaubliche Informationen bekommen, zum Beispiel daß Pöschl in der deutschen Verkaufhitliste alles in allem fünf Pfeifentabake unter den ersten Zehn stehen hat.
Außerdem fiel Nic beinahe die Zigarette Marke Cabinet aus dem Gesicht, als verlautet wurde, daß es doppelt so viele Schnupfer wie Pfeifenraucher in Deutschland gibt. Aber das scheint die Wahrheit zu sein.
Die Skepsis der Anwesenden gegen den Snuff wich, und als es daran ging, die mitgebrachten Proben zu testen, gab es kaum ein Halten mehr. Pöschl hoch anzurechnen ist, daß Probe bei ihnen bedeutet, ein prall gefülltes Verkaufskarussell anzubieten, in dem allgemein handelsübliche Dosen lagen, nicht nur ein Gramm von dieser und drei Gramm von jener Sorte. Der Berliner Schnupftabaksammler Norbert Meyer-Kutta und meine Wenigkeit als Semi-Experte betätigten sich anleitend, die Pöschlvertreter freuten sich, und von den restlichen Anwesenden schnupfte jeder, als hätte es ein Mißtrauen nie gegeben.
Viele der gestandenen Pfeifenraucher gaben zu, das Schnupfen doch zu mögen, nahmen sich Proben mit und zeigten nur lächelnde Gesichter. Nils testete ein Schnupfpulver auf seinen Geschmack und bestätigte, daß dieses aus Traubenzucker besteht. Andere prüften die mitgebrachte Schnupfmaschine auf ihre Funktion und selbst der von allen zögerlichste Nic ließ sich zur Gletscherprise hinreißen.
Alles in allem war es ein über die Erwartungen hinaus gelungener Abend, der dann noch im Elsenstein fortgesetzt wurde. Ein Lob an alle Beteiligten und Organisatoren, sowie ein "Gut Schnupf" an alle, die nach eigener Aussage fürderhin einer Prise nicht mehr abgeneigt sind.
(04.12.2003)