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Historisches: Tabak in der DDR
Jörg Lehmann
Ich habe in der DDR mit dem Pfeiferauchen begonnen. Es gab im wesentlichen folgende Tabake für die Pipe:
1. Prestige "gelb", 50g 6.- Mark.
Stark an Amphora regular orientierter Tabak, angeblich im Cavendish-Verfahren ausgebaut, angeblich Vanille
2. Prestige "braun", 50g 7.- Mark.
Stark an Amphora regular orientierter Tabak, angeblich im Cavendish-Verfahren ausgebaut, etwas stärker aromatisiert
Die Tabakbeutel zeigten einen Mann aus Rembrandts Nachtwache, spannend auch die Aufschrift: "For the discriminating pipesmoker"
Später kamen hinzu:
3. Prestige "grün" Vintage Whiskey, 50g 7,50 Mark
4. Prestige "rot" Vintage Cherry, 50g 7,50 Mark
Ich habe diese Tabake stets mit Vergnügen geraucht.
5. Yacht-Club, 50 g ca. 4,50 Mark, Mittelschnitt, eher naturbelassen.
Das waren die Pipentabake aus eigener Produktion.
Hinzu kamen, je nach Wirtschaftslage, verschiedene Importe oder Lizenztabake wie "Amphora" (brau, blau, rot). Dann in den "Delikat-Läden" (Fress-Ex) einige Pöschl-Ableger.
Was ich hier schreibe, bezieht sich auf die Situation in der Provinz. In Städten mit mehr internationalem Publikum (Ost-Berlin, Leipzig, Dresden?) gab es u.U. noch mehr Import-Tabake (Leipzig: Mädler-Passage, Herr Chang oder O-Berlin, Chausseestr.)
Im Intershop wurden folgende Tabake angeboten:
Clan (1,40 DM)
Erinmoore Mixture (3,50 DM)
Amphora (rot, braun, blau, je 1,40 DM)
Mc Baren Scottisch Blend
(28.08.2002)