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Artikel: Grundreinigung von Mundstücken

Georg Pohl

Hier ein Bericht zu dem Versuch einer Grund-Reinigung von Mundstücken im Ultraschall-Wasserbad. Brillenträger kennen die Geräte: Brille reinlegen, paar Minuten laufen lassen und super sauber. Ich hatte mir so was zugelegt, um die Kunststoff-Ohrstücke meiner Hörgeräte zu reinigen.

Um den Test einigermaßen sinnvoll zu gestalten habe ich ausgesucht: 4 Mundstücke, davon zwei Acryl und zwei Ebonit. In jeder Gruppe war je ein Teil mit und eines ohne Filter. Ein miFi-Acryl stammt von einer vor kurzem erworbenen Estate, die sich in einem fürchterlichen Zustand befindet und noch aufgearbeitet werden muß.

Dauer der Behandlung: 10 Minuten in handwarmem Wasser mit ein paar Tropfen Spülmittel um das Wasser zu entspannen. Alle Mundstücke kamen zusammen in das Bad. Im Laufe dieses Tests nahm das Wasser eine immer unappetitlichere Farbe an. Nach 5 Minuten waren etliche schwarze Krümel zu sehen, die sich wohl von der Beschichtung der Estate gelöst hatten.

Nach 10 Minuten: Gerät ausschalten und alle Mundstücke unter klarem Wasser abspülen und auf ein Küchenkrepp. Mit je einem sauberen Papiertuch werden alle Mundstücke getrocknet, mit Pfeifenreiniger und Wattestäbchen das Innenleben trockengelegt.

Man darf behaupten: der meiste Dreck blieb im Wasser. Bei der oFi-Estate blieb der meiste Dreck hängen (so hatte ja auch am meisten :). Er hatte sich aber soweit gelöst, dass er beim Durchziehen eines Reiniger komplett rauskam. Nach dem Trocknen wurden alle Mundstücke von innen noch einmal mit einem in Reinigungsflüssigkeit (deniclean) getauchten Pfeifenreiniger nachbehandelt. Sie waren sauber!

Ich hatte erwartet, das die oFi-Mundstücke kaum Wirkung zeigen. Die Bohrung wurde von innen entweder sehr sauber (Acryl) oder zumindest vorgereinigt und gelöst (Ebonit), so dass die Nacbehandlung sich sehr einfach gestaltet und auf Durchziehen eines Reiniger beschränkt.

Aber (jeder Test hat ein Aber): Ebonit-Mundstücke verfärben sich grauenhaft. So sauber sie auch von innen sind, von außen werde ich sie komplett schleifen und polieren müssen.

Zusammenfassung: zur Reinigung von Acryl-Mundstücken *uneingeschränkt* zu empfehlen. Bei Ebonit nur im Rahmen einer Überholung, Aufarbeitung oder Grund-Reinigung. Bei miFi-Mundstücken ist der Boden der Filterkammer (wo man so schlecht dran kommt) gut gereinigt.

Ein Vorteil eines solchen Gerätes ist, dass man mehrere Mundstücke gleichzeitig bearbeiten (lassen) kann. Bei meinem würde ich zwischen 5 und 7 Teile rein kriegen (je nach Länge und Dicke). Besitzer von Metallpfeifen (Falcon?) könnten sich IMO das Leben damit etwas einfacher machen.

(06.03.2001)

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