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Artikel: Lose Mundstücke? Kein Problem!
Wilfried Emmerich
Ist zwar eine recht provokante These, die ich hier aufstelle, aber ich denke eine recht brauchbare und einfache Lösung gefunden zu haben. Andere Methoden (mit Feuerzeug heiß machen und dann zusammenstauchen, sowie Nagellack und Tesafilm) habe ich probiert, sind aber nicht mein Ding. Teilweise macht man damit mehr kaputt als ganz. So hab ich mir beim Heißmachen mit dem Feuerzeug einen Zapfen angekokelt und diesen dann beim Stauchen auch noch so vorne zerdellt, daß er nicht mehr in die Bohrung paßte. (Ich würde sagen das war im wahrsten sinne der Wortes Lehrgeld)
Jetzt mache ich es so:
Das lose Mundstück (Zapfen) erwärme ich vorsichtig mit einem Fön. Es geht ein ganz normaler Fön, er sollte allerdings doch etwas Leistung besitzen, der den ich benutze hat 1500 Watt. Vorsicht mit Heimwerker Heißluftpistolen, die werden IMO zu heiß. Wenn ich den Zapfen vorsichtig erwärmt habe, dehne ich den Zapfen mit einem Innensechskantschlüssel (Imbus). Für Filterpfeifen geht meistens ein 8mm Imbusschlüssel. Für ohne Filter je nach Bohrung 3, 4, 5, 6 mm Schlüssel. Der Schlüssel sollte nur geringfügig größer sein als der Zapfen. So daß er im kalten Zustand nicht, oder nur mit Kraftaufwand in den Zapfen geht. Den Schlüssel bewege ich nun im warmen Luftstrom des Fön gleichmäßig im Zapfen, so daß er sich gleichmäßig etwas dehnt. Den Zapfen dann in noch warmen Zustand wieder in die Pfeife stecken. Und fertig.
Ich hab es an 4 Filterpfeifen und 2 o.Fi. Pfeifen probiert und es funktioniert einwandfrei und bei keiner wurde das Mundstück danach nochmal locker.
Wichtig ist IMO die Wahl der richtigen Schlüsselgröße, denn wenn man einen zu großen Schlüssel nimmt kann es passieren, daß der Zapfen nicht mehr in die Bohrung paßt. Die Innensechskantschlüssel werden normalerweise im Satz 1,5 - 10 mm verkauft, es gibt sie aber auch in Inch (Baumarkt oder Werkzeugladen). So hat man viele Größenmöglichkeiten je nach Druchmesser des Zapfens.
Probiert es mal aus!
(08.09.2002)