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Pfeifen Maerchenstunden Experiment

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Artikel: Märchenstunden-Experiment

Nils Thomsen

habe ein wenig mitgelesen und dann fünf Experimente gemacht und ausgewertet:

  1. neuen Pfeifenkopf in schwarzer Wasserbeize 2 Stunden regelrecht gekocht, trocknen lassen und dann aufgesägt. Ergebnis: Die Beize war nur 0,5 - 1 mm eingezogen, das Holz im Inneren der Wandung war naturfarben.
  2. gut eingerauchten Estatekopf aufgesägt : gleiches Ergebnis
  3. einen absolut nicht schmeckenden (immer irgendwie brandig, verkohlt schmeckend) Estatekopf in warmen Alkohol gelegt, eine Nacht liegen gelassen, dann komplett 2 Stunden in Wasser ausgekocht, trocknen lassen und geraucht ... die Pfeife schmeckte besser. Dann aufgesägt, das Holz im Inneren der Wandung sah relativ natürlich aus, wenig Verfärbungen im Inneren des Pfeifenkopfes (innere Wandung).
  4. Estate in Wachs nach der schon einmal geschilderten Methode 90 min gekocht, schmeckte danach wirklich gut. Nicht aufgesägt, rauche ich noch
  5. eine schlecht, weil zu heiss eingerauchte Estate schmeckte "brandig", aufgesägt, Holz war innen durchgehend gebräunt, an einigen Stellen schwarz

Meine Schlussfolgerung (für mich privat) ist:

  1. Wenn man das Risiko kompletter neuer Oberflächenbehandlung eingehen will und mittels vorhandenem Werkzeug usw. auch kann, dann scheint man (ausser einer verbrannten/verkohlten) Pfeife fast jede wieder hinzukriegen. Selbst die könnte man dübeln, wenn sich der Aufwand lohnt.
  2. Das Kondensat dringt wesentlich weniger in das Holz ein, als ich dachte, also bei normaldickwandigen Pfeifen scheint ein "Durchschlagen" "Vollsaugen" eigentlich nicht vorzukommen.
  3. Ich glaube, dass eine ganz normale Pfeife, pfleglich behandelt und ständig gut gereinigt (besonders Rauchkanal), gut eingeraucht und nicht zu heiss geworden, genug Ruhezeit immer gewährt, tatsächlich sehr sehr lange hält. vielleicht wirklich dauerhaft benutzbar bleibt.

Sicherlich ist das auch abhängig vom Tabak, ob Natur oder überzuckert, aber ich würde nicht vorschnell eine Pfeife abschreiben nach dieser "Sägerei" :-))

(20.09.2004)

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