zurück
Artikel: Mundstück schrubben für Arme
Steffen Helbing
Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal versucht, 2 angelaufene Ebonit-Mundstücke mit Lappen und einem dieser kleinen Döschen Mundstückpoliturpaste zu reinigen/schwärzen. Das Ergebnis war damals äußerst dürftig. Erst als ich dem Glibber mit Schleifpapier unter fliessendem Wasser zu Leibe gerückt war, war nach Stunden neben einer riesen Sauerei im Badezimmer und Riefen im Mundstück Schwärze zurückgekehrt.
Nachdem ich diese Woche einige hübsche Pfeifen aus den 80er Jahren ersteigert habe, die offensichtlich ungeraucht 20 Jahre im Schaufenster lagen, näherte ich mich dem Problem heute auf folgende Weise:
- Mundstücke 1 - 2 Stunden in DanKlorix ("Angabe nach EG-Empfehlung: Unter 5% Bleichmittel auf Chlorbasis") einweichen.
- Es bildet sich, insbesondere nach dem Abtrocknen, eine weiße Schicht auf den Pfeifen. Diese lässt sich aber mit einem Lappen und o.e. Paste hervorragend abpolieren (ca. 5 Minuten/Mundstück). Darunter kommt tatsächlich Schwarz zum Vorschein!
- Das Mundstück vor dem Polieren nicht lange trocknen lassen. Sonst ist die erwähnte Schicht schon wieder angetrocknet und ohne Schleifscheibe ist das Abrubbeln sehr, sehr mühselig.
- Abschließendes Einreiben mit Olivenöl. Danach glänzen die Mundstücke nicht wie neu und evtl. Riefen oder Verbisse sind auch nicht verschwunden, aber sie sind zumindest wieder schwarz.
- Nach einem älteren Posting von Heinz Buchdrucker - woher ich auch den Tipp mit Klorix habe - müssen die Mundstücke nun noch 5-10 Tage auslüften, um den Hallenbad-Geruch verschwinden zu lassen. Die Überprüfung dieser Angabe steht noch aus.
Alles in allem m.E. verglichen mit Zeit- und Materialaufwand ein recht zufrieden stellendes Ergebnis!
P.S.: Weihnachten gibt's vom Papa einen Schleifbock. Dann kann ich hoffentlich über oben Geschriebenes nur noch müde lächeln. :-)
(07.12.2003)