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Artikel: Peterson Antique Pipe Collection Review
Peter Ctyroky
Kürzlich kam das Peterson Antique Pipe Set, bestehend aus 2 Pfeifen, die Formen aus den Jahren 1904 und 1908 nachempfunden sein sollen, als Geschenk in meinen Besitz.
Die Formen der Pfeifen sind Peterson-typisch handfest, und als Army Mount ausgeführt, d.h. mit Silberolive am Holm und trotz Filterkammer als echte Stecker.
Die Verarbeitung der Köpfe ist gut, eine schöne Kontrastbeizung, die gut mit der Cross Grain Maserung harmoniert, unterstreicht auf den Seiten der Köpfe ein schönes Birds Eye Muster. Die Bohrungen sind gut ausgeführt, liegen wo sie sein sollen und zeigen keine Bohrgrate. Die Brennkammer ist wieder Peterson-typisch gebeizt, aber glatt und man sieht die Maserung durchscheinen. Leider sind auch diese Pfeifen lackiert, wie schon meine Crean aus der Great Explorer Serie und die Jahrespfeife 03, und zwar hauchdünn mit dem Pinsel. Das führt aber dazu, dass nach ein paar Rauchopfern der dünnere Teil der Lackierung wegbrennt, aber die dickeren Striche stehenbleiben. Ein etwas seltsames Bild von matten und glänzenden Flächen ist die Folge und sieht nicht sonderlich gut aus.
Die Silberoliven sind im Gegensatz zum Silberring der Crean, der wirklich dilettantisch ausgeführt ist, gut und passgenau aufgesetzt.
Das Mundstück aus relativ weichem Acryl ist im Versuch, trotz Filter besonders zart und filigran aussehen zu wollen, an manchen Stellen viel zu dünn ausgefallen. Sowohl an der Steckerabschrägung, als auch am Biss kann man das Licht durchscheinen sehen, wenn man das Mundstück gegen das Licht hält. Die Folge ist zwar ein sehr angenehmer, dünner Biss, jedoch ist die Gefahr das Durchbeissens IMO sehr hoch. Sogar auf das in dieser Preisklasse übliche, eingelegte silberne "P" musste dadurch verzichtet werden. Der Sitz des Mundstücks im Holm ist ebenfalls, wegen der Instabilität des Materials am Stecker, eher schlecht.
Die Pfeifen machen sich wohl am Besten in der mitgelieferten (Pappendeckel-)Kassette im Pfeifenschrank als Blickfang. Um als Rauchgeräte verwendbar zu sein muss man IMO einiges an Nacharbeit investieren, um die Lackierung professionell abschleifen zu lassen, sodass die Beizung nicht leidet, und ein stabileres Mundstück nachmachen zu lassen.
Fazit: Für den Sammler ein schönes Set zum Ausstellen, für den Raucher gibts um das Geld (Pfeifen + Aufarbeitung + Mundstück) erheblich günstigere Alternativen.
(25.06.2004)