zurück
Pfeifentabak: Der Tabak
Alex Jahnke
Nicotiana
Diese schöne Pflanze wurde in Europa erst als Zierpflanze gehalten und kam insbesondere in den Gebieten Baden, Elsaß und südliche Rheinpfalz vor. Sie gehört zur den Nachtschatten-Gewächsen (Solazee). Ein bisschen Botanik: Der Tabak ist einjährig mit klebrig-drüsenhaarigen grünen Blättern. Eine einzige Tabakpflanze bringt über 10000 Samen hervor. Die Samen sind dabei so leicht, dass 12.000 - 14.000 Samen ca. ein Gramm wiegen. Frische Tabakblätter enthalten 85-90% Wasser, im getrockneten Zustand 8-14 %. Neben vielen anderen Bestanteilen enthalten sie zwischen 0,68% und 4,% Nikotin. Der Name Nicotin geht auf den Gesandten Frankreichs am portugisischen Hog zurück, Nicot de Villemain (1530-1600). Nicot schickte 1560 Tabak als Medizin an Catarina de Medici nach Italien.
Nikotin ist ein flüssiges Alkaloid, welches bei der Verbrennung teilweise verbrannt, zu anderen Teilen destilliert und eingesogen wird. Die genaue Herkunft des Tabaks (der insgesamt aus ca. 60 Sorten besteht), ist noch weitgehend ungeklärt. Nur zwei dieser Sorten sind für den Raucher interessant, Nicotiana rustica und Nicotiana tabacum.
Kinnikkinnick
Kinnikkinnick ist ein Algonkinwort, das wahrscheinlich aus der Sprache der Ojibwa oder der Plains Cree herzuleiten ist und bedeutet "Das Gemischte". In Hodge "Handbook of the american indian" ( 1905) wird eine Mischung verraten: "Tabak, Sumac-Blättern und die Rinde einer Art des Dogwood". Der Autor weisst aber auch gleich darauf hin, dass es von Stamm zu Stamm unterschiedliche Bestandteile gibt. In der Abenteurliteratur ist des dann zu "dem" Indianertabak geworden, ähnlich wie die Begriffe Wigwam, Squaw oder Tipi.
Kinnikkinnick war und ist es, was Indianer bei heiligen Handlungen rauchen und rauchten.
Die Herkunft des Namens
Auch dieser ist nicht wirklich geklärt, wahrscheinlich ist er aus der Zeit Columbus aus dem südlichen Amerika. Wahrscheinlich wurde damit nicht die Pflanze, sondern das Rauchgerät bezeichnet. Die Ureinwohner der Antillen nannten den Tabak "takap" was zumindestens ähnlich klingt.