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Pfeifentabak Flakes Stopfen

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Pfeifentabak: Flakes stopfen

Georg Pohl

aus gegebenem Anlass ein kurzer Abriss der Methoden des Flake-Stopfens.

Flakes? Es handelt sich um nur wenige Millimeter dicke, gepresste, rechteckige Tabakstreifen unterschiedlicher Länge und Breite. Gerade aufgrund ihrer Geometrie stellen die Flakes den Raucher vor ungeahnte Schwierigkeiten: egal wie man die Dinger dreht und wendet, sie passen nicht in die Pfeife. Entweder sind sie zu lang oder zu breit; besonders verzwickt ist eine Kombination beider Fälle: zu lang und zu breit. - Mit anderen Worten: Flakes bedürfen einer besonderen Behandlung, bevor sie geraucht werden können.

Zerrubbeln

Man nimmt die gewünschte Anzahl Streifen und zerrubbelt sie zu einer Mixture, die dann entsprechend einfacher und konventionell zu stopfen ist. Der Nachteil dieser Methode liegt vor allem darin, dass meine BH sich permanent beschwert, es lägen überall Krümel herum.

Die "Knick und Falt"-Methode

Je nach Größe der zum Einsatz kommenden Pfeife wird der Tabakstreifen zunächst der Länge und dann der Breite nach geknickt oder gefaltet. Alternativ kann man auch mehrere Tabakscheiben versetzt übereinander legen, sie aufrollen und diese Wurst ein- oder mehrmals der Länge nach knicken. Wichtig ist, dass dieser geometrische Körper nicht dicker ist als der Brennraum der Pfeife.

Ob man nun die geknickte Seite nach unten oder nach oben zeigen lässt, ist von der gleichen Wichtigkeit wie die Frage, ob man das Ei am dicken oder dünnen Ende köpft.

Die Puzzle-Methode

Ein Mittelding zwischen Zerrubbeln und Knick-und-Falt: je nach Breite des Flakes wird ein kein- oder einmal der Länge nach zusammengelegt. Danach werden 3,5-4,7mm breite Stücke abgezwickt, die jedoch noch als Flakebestandteile erkennbar sind. Diese werden in die Pfeife gefüllt - nicht gestopft; man lasse sie einfach hereinrieseln und verdichte den Tabak durch leichtes dagegen klopfen.

Mit dieser Methode habe ich persönlich die besten Erfahrungen gemacht. Sie wurde erstmals urkundlich durch Peter Wünnenberg erwähnt.

Die Mikado-Methode

Sie ist sicherlich die am schwersten zu erlernende, jedoch bietet sie die besten Möglichkeiten, die volle Kontrolle über den Tabak zu behalten.

Hierzu wird der Flake zunächst derart auf Länge geschnitten, dass er in die Pfeife passt. Diese kleineren Platten zu dünnen Tabak-'Stäben' zerteilt, indem man mit einem scharfen Flakemesser entlang der Tabakmaserung schneidet. - Diese Stäbe werden nun einzeln senkrecht in die leicht schräg gehaltene Pfeife gestellt, bis die Brennkammer komplett gefüllt ist. Wichtig ist, darauf zu achten, dass keine Hohlräume entstehen.

Zum Schluss sollte man - gleichgültig, wie man den Flake eingebracht hat - zuoberst ein paar Tabakkrümel als Brandbeschleuniger obenauf streuen. Beim Rauchen sollte auf einen gleichmäßigen Abbrand geachtet werden; unter Umständen muss mit dem Dorn des Pfeifenbestecks die Oberfläche gelockert und eingeebnet werden.

(14.10.2003)

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