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Pfeifentabak Low Budget Flakepresse

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Pfeifentabak: Low-Budget-Flakepresse

Björn Hollensteiner

Flake pressen zuhause - das klingt nach Werkzeug, Zollstock Schraubzwingen etc. Auf den Trichter brachte mich die Mischung "Nappa Valley" von ACP, die über ein sehr angenehmes Aroma verfügt, deren Tabak aber allerhöchstens nach nasser Pappe schmeckt. Was tun? Klar, ein schlapper Tabak kann nur mit einem kräftigen Tabak eine mittelstarke Mischung ergeben. Also mischte ich etwa 20 g Nappa Valley mit 20 g Hal o´the Wynd. Das Ergebnis war nicht besonders überzeugend. Da es aber einige Zeit dauert, bis sich bei einfach zusammengemischten Tabaken die Aromen vereinen, versuchte ich es mit einer Pressung. Wie aber pressen ohne entsprechende Presse?
Auf der Suche nach einem geeigneten Behältnis für die Pressung sprangen mir die Filmdöschen ins Auge, die Peter Heinrichs in Köln für seine Tabakproben bereithält. In diese füllte ich die gut gemischte "Mixtur" ein und presste jeweils mehrfach mit Hilfe eines Zweimarkstücks und Billes Pfeifenstopfer mit meinem gesamten Kampfgewicht den Tabak an. Nach und nach gingen etwa die gesamten 40 g in die Filmdose, bis diese bis zum Rand voll war.
Durch das durchsichtige Plastik der Dose konnte man gut beobachten, wie die Säfte aus dem Tabak austraten. Die Filmdose wurde dann fest verschlossen und mit einem Gummi gesichert. Um den "Vereinigungsprozeß" noch etwas zu beschleunigen, wickelte ich die Dose in einen Waschlappen und legte sie für eine Woche auf die Heizung. Danach war der Tabak zu einer festen Rolle geworden, die sich nur durch Zerstörung der Filmdose aus dieser wieder befreien ließ.
Diese Rolle lässt sich gut auseinander bröseln oder in kleine Scheiben schneiden. Das erste Raucherlebnis bestätigte den Erfolg des Pressens. Der Tabak war endlich etwas voluminöser geworden, hatte aber immer noch, nur etwas dezenter das angenehme Nappa-Valley Aroma.
Fazit:
Ich werde diese Methode in Zukunft öfter mal anwenden, unter Umständen lohnt es sich auch, die Mischungen noch länger gepresst zu lassen. Als Ersatz für aufwendigere oder größere Flakepressen eignen sich die Filmdosen allemal.

(25.01.2001)

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