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Reiseberichte: Toskana aus pfeifologischer Sicht
Jörg Lehmann
Nach einem viel zu kurzen Urlaub in der Toskana melde ich mich wieder zurück und will gleich noch ein paar Pipen-News anhängen, für alle, die demnächst in die gleiche Richtung fahren.
1. Pipen und Tabak in Siena
In der Banchi de Sopra in Siena befinden sich zwei Tabak-Geschäfte. Das erste aus Richtung Il Campo, gleich gegenüber von Nannini führt eine sehr stattliche Zahl italienischer Pfeifenmarken, dazu eine Reihe von Charatans. Der Besitzer ist sehr freundlich und zeigt seine Schätze gern her. Es handelt sich durchweg um o.F.-Pfeifen z.T. sehr schöne Formen, die man in D üblicherweise kaum zu sehen bekommt. Tabake nicht nennenswert.
Etwas weiter die Straße entlang, auf der gleichen Seite ist ein weiteres Tabakgeschäft. Hier findet man eine erstaunlich große Auswahl an Tabaken von DanPipe (DTM), allerdings zu sehr hohen Preisen ( 50g ca. 11 - 12 EURO). Ausserdem gibt es ein breites Sortiment an Brebbia-Pfeifen, die mir persönlich aber nicht recht gefallen haben.
2. Pipen in San Marino
Ob man nach San Marino fahren muss, ist sicher Ansichtssache: Als Vater halbwüchsiger Töchter muss man, wegen des billigen Silberschmucks, der dort allenthalben zu haben ist. Es gibt auch dort ein nennenswertes Tabakwarengeschäft, in dem es neben dem üblichen Touristen-Tand, noblen Schreibgeräten und Perfums auch eine achtbare Zahl von Pipen gibt, besonders von MdP, auch mit 9mm-Bohrung. Die Preise sind recht moderat, eine glatte MdP (3 C) kostet um die 90.- EURO. Tabake nicht nennenswert.
3. Bruyère in der Toskana - Eigene Grabungen ;-)
Dass Erika arboretum auch in der Toskana in nennenswerter Menge vorkommt, wusste ich bisher nicht. Es war Zufall, dass uns unsere Vermieterin darauf hin ansprach, dass es auch auf Ihrem Gut zahlreiche Sträucher gibt.
Also sind Cornelius und ich am vergangenen Donnerstag losgezogen, um wenigstens je eine Wurzelknolle auszugraben. Das ist uns dann, immer am Rande des Kreislaufkollapses, auch gelungen. Zerschunden und verschwitzt sind wir nach zwei Stunden mit je einer hübschen Knolle zu den kopfschüttelnden BHs zurückgekehrt. Es war eine wichtige Erfahrung, um auch nur einigermaßen ermessen zu können, welche Schinderei das ganze für die Menschen ist, die von dieser Tätigkeit leben oder für die es ein Zubrot ist. Ihnen gilt unser höchster Respekt.
(03.06.2002)