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Altmann Pfeiferauchen

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Pfeiferauchen - von den Anfängen bis zur Perfektion

Autor:Altmann, Walter
Verlag:Wilhelm Heyne / München
Jahr:1983/84
ISBN:3-453-41577-9
Preis:7,80 DM (1984)

Rolf Öttking:

Das Buch ist - wenn überhaupt - nur noch antiquarisch erhältlich. Trotzdem die Besprechung: Walter Altmanns Anfänger- Buch war das erste Buch, das ich mir seinerzeit (198?) gekauft habe, um tiefer in die Materie einzudringen. Wie bei solchen Büchern allgemein üblich, enthält es einen Ratgeber- Teil, in dem die Technik des Pfeiferauchens von der Befüllung bis zur Pfeifenpflege besprochen wird, und einen Informations- Teil, der die Pfeifen - Formen, - Materialien und Geschichte sowie die Tabakkunde behandelt. Beide Teile sind für den Umfang des Buches in richtiger Gewichtung vorhanden, dabei geht das Buch nicht über das Übliche hinaus. Man kann anhand des Ratgeber- Teils also das Rauchen und die Pflege der Pfeifen erlernen, wobei die wichtigsten Themen markiert und extra zusammengefaßt werden. Etwas problematisch erscheint allerdings der Rat, gleich von Anfang an (also mit jeder neuen Pfeife und gerade auch mit den Ersten), die Pfeife randvoll zu füllen und bis zum Ende zu rauchen (auch wenn die Pfeife zwischendurch ausgeht). Der Autor gibt hier als Grund an, daß der Rauch in unteren Drittel der Füllung praktisch ungehindert und heiß auf die Zunge des Rauchers gerate. Nur: irgendwann ist immer das letzte Drittel erreicht. Dieser Zustand wird sich also nicht vermeiden lassen und ein von vorher bereits durch Zungenprickeln malträtierter Neuling ist dann viel geneigter, die Pfeife ausgehen zu lassen. Auffällig ist, daß sich das Buch scheinbar ausschließlich auf filterlose Pfeifen bezieht, das Wort "Filter" sucht man vergeblich und der Rat, bei Sottern oder Gurgeln der Pfeife einen Reiniger durch das Mundstück zu schieben (geht bei Filterpfeifen auch, aber nur bis zum Filter), sehe ich als Anzeichen dafür.

Was an dem Buch- zumal bei häufigerem Lesen allerdings auffällt, ist die Oberlehrer- Sprache und die Neigung, den Leser persönlich anzusprechen. Sehr oft wird der Leser beschworen, "Ruhe (.., Ruhe und nochmals Ruhe) walten zu lassen", "vor den Erfolg hätten die Götter...", "ohne Schweiß kein Reis" (oder so ähnlich ;-). Diese Sprache erzeugt bei mir deja vu- Effekte an meinen verstorbenen Sportlehrer (genannt "Schinderhannes") und andere pädagogische Koryphäen. Auf die Dauer leider sehr ermüdend!

Andererseits hat das Buch auch seine Vorzüge: so ist es reichlich (s/w) bebildert, die klassischen Pfeifenformen sind zum Beispiel anhand von Fotos von Dunhill beschrieben, der Werdegang einer Pfeife ist mit Bildern von BC versehen und auch sonst sind schöne Fotos drin. Meine persönlich Sehnsucht gilt hier einer Calabashform - Bruyere eines nicht näher bezeichneten Herstellers, die ich seitdem immer wieder suche (PAD ;-).

Fazit: Das Buch hat Stärken und Schwächen, als Anfänger- Ratgeber ist es durchaus geeignet, vor allem für Pfeifen- Neulinge, die gern einmal wieder von einer Prüfungssituation träumen würden ;-) (hierzu trägt bei, daß man, aufgrund des Formats und des Großdrucks das Buch auch im Bett lesen kann). Inzwischen gibt es jedoch Besseres auf dem Markt, so daß das Buch wohl mit Recht nicht wieder aufgelegt worden ist.

(31.08.01)

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