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Hacker Rare Smoke

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Rare Smoke

Autor:Richard Carleton Hacker
Verlag: 
Jahr: 
ISBN: 
Preis:ca. EUR 40,-

Manfred Arenz:

Dieses Buch ist eigentlich nur in den USA erhältlich, zudem ist es auf 2500 Exemplare limitiert. Der Kaufpreis betrug 79 DM.

Rare Smoke ist wirklich nur Liebhabern und Sammlern zu empfehlen, die bei anderen Büchern Hackers hier geäußerte Kritik, daß sich Hacker selbst für den Pfeifenexperten schlechthin hält , kommt auch in diesem Werk deutlich zutage: In jedem Kapitel mindestens ein Verweis auf seine restlichen Bücher...

Die Bebilderung ist eher schwach: Viele Schwarzweißphotos, zudem oft unscharf. Z.B. wird eine Dunhill mit Black Spot gezeigt, den man auf einer SW-Aufnahme natürlich vergebens sucht.

Sehr ausführlich geht der Autor natürlich auf die Geschichte der englischen Pfeifen ein, die Datierlisten für Dunhill z.B. sind ausführlicher als in seinen anderen Büchern , es gibt auch weiterführende Anekdoten über Sasieni oder GBD. Auch sind etliche Seiten hier relativ unbekannten amerikanischen Firmen gewidmet - verständlich für ein Buch aus den USA.

Die dänische Pfeife und ihr Einfluß auf das Design weltweit wird fast komplett übergangen , ital. Designer nur nebenbei behandelt. Mehrere Seiten "schindet" der Autor auch mit der ausführlichen Listung der Kaywoody-Modelle und einem Kapitel mit Vordruck zur Erfassung der eigenen Sammlung. Tips für den Umgang mit der Pfeife sucht man vergebens.

Fazit: Wirklich nur für absolute Liebhaber und Pfeifensammler, die das Geld für Detailinfos über Dunhill etc. und ein paar Photos außergewöhnlicher Sammlerstücke aus GB/USA übrig haben.

(03.02.2002)

Wolfgang Pointner:

Daß der Autor mit seinen persönlichen Ansichten nicht sparsam umgeht ist bekannt und auch in diesem Buch schlägt der Raucher und Sammler R.Hacker meiner Meinung nach zu stark durch, ganz subjektiv kann man bei so einem Buch aber auch nicht bleiben denke ich. Ein wirklicher Kritikpunkt ist die schlechte Qualität der Fotos, gerade weil die Auswahl der Fotos meiner Meinung nach sehr gut ist; die "black dot" Dunhill ist sowieso ein Irrtum - der weiße Punkt war früher aus Elfenbein und kann leicht dunkel gefärbt werden. Die vorhandenen Marken und Hersteller spiegeln zwangsweise den Markt in den USA wieder, wer die Geschichte der amerikanischen Szene kennt, der weiß, warum die dänischen Künstler nicht ausreichend vertreten sind. Dunhill/Barling/Charatan sind die großen Namen in der Sammlerszene, warum aber Castello (anscheinend Nr.2 nach Dunhill) so kurz beschrieben wurde, kann nicht nur ich mir nicht erklären. Die großen dänischen Freehander sind erst seit kurzem schwer im Kommen, obwohl auch viele Sammler der ersten Stunde sich über die Rauchqualität und vor allem den Preis (in USA sind die Preise unverschämt hoch) beschweren. Ein großes Manko sind die Fehler bei Dunhill, erstens wird nichts geschrieben über die 20er Jahre, die für manche Sammler die interessanteste Zeit ist und die Liste der Patentnummern ist total unvollständig, seine Aussagen z.B. zu ODA´s sind mehr als umstritten und der Großteil (mich eingeschlossen) sagt falsch. Es gibt auf der Seite von Jon Loring einen Link, wo alle Irrtümer korrigiert sind, Jon ist anerkannt, sein Buch über Dunhill Nomenklatur ist inzwischen ein Standardwerk.

Das Buch von R.Hacker hatt mich trotz aller Schwächen sehr erfreut, es ist das erste und bis jetzt einzige, daß sich ausschließlich dem Thema Pfeifensammeln/estate pipes widmet. Man darf auch nicht vergessen, wie viele Pfeifenraucher erst durch ihn auf den Geschmack mit den Gebrauchten gekommen sind und er hat durch seine Publikationen der Szene in den USA und ich denke auch bei uns sehr geholfen. Also steht am Ende meiner Kritik trotz allem eine Kaufempfehlung!

(06.05.2002)

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