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Libert Von Tabak Dosenund Pfeifen

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Von Tabak, Dosen und Pfeifen

Autor:Lutz Libert
Verlag:Leipzig (antiquarisch)
Jahr:1984
ISBN: 
Preis:€ 45,-

Uwe Hesse:

Angesichts des überschaubaren Angebots an Literatur über Tabak, Pfeifen etc. ist dieses liebevoll gestaltete Buch durchaus einen Blick wert. Es erschien 1984 in dem seinerzeit stark exportorientierten Verlag Edition Leipzig.

Umschlagtext: „Tabak, seine Genussformen und vor allem die Vielfalt der dazu notwendigen Gerätschaften - von der Schnupftabakdose bis zu den zahlreichen Pfeifenarten längst schon Sammelobjekte - sind Gegenstand dieses Buches.“

Gliederung: Tabatieren/ Rauchtabak/ Tonpfeifen/ Gesteckpfeifen aus Holz, Meerschaum und Porzellan/ Pfeifen mit Kühlsystem/ Bruyèrepfeifen/ Zigarren/ Zigaretten/ Kautabak zum Priemen/ Kuriositäten, Klubs, Rekorde/ Sammler und Sammlungen.

Trotz der Zeit und des Ortes der Veröffentlichung sind dem Autor Pfeifenhersteller wie Dunhill, Butz-Choquin oder Chonowitsch sowie Museen und Sammlungen in Westeuropa durchaus bekannt (waren aber unerreichbar für die meisten seiner damaligen Leser). Der Schwerpunkt der Darstellung liegt jedoch in der mit gutem Bildmaterial ergänzten Historie. Es werden alle Arten des Rauchens beschrieben, den umfangreichsten Teil nimmt dabei naturgemäß das Pfeifenrauchen ein. Praktische Tipps der Art „Wie rauche ich ...“ erspart sich der Autor. Abgebildet sind z. B. eine Doppelseite aus dem Musterbuch der Pfeifenfirma Gebr. Ziegler, Ruhla erste Hälfte 19. Jh., aus dem Bremer Fockemuseum ein holländischer Pfeifentabakautomat (!) für jeweils eine Portion Tabak nach Münzeinwurf (um 1820) sowie diverse Porzellanpfeifenköpfe.

Erwähnte Sammlungen auf dem Gebiet der DDR (noch vorhanden?): Heimatmuseum Waldenburg (Sammlung Gesteckpfeifen), Stadtmuseum Schwedt (Oder) (Zigarettenproduktion), Kreisheimatmuseum Dermbach (Pfeifendrechslerwerkstatt); Museum für Deutsche Geschichte (jetzt DHM), Museum für Völkerkunde und Märkisches Museum, alle Berlin

Zitate aus dem Buch zur Ergänzung des Artikels Tabak und Pfeifen in der DDR: In den osteuropäischen Ländern nimmt die CSSR (Tschechische Republik)) eine führende Stellung bei der Bruyèrepfeifenherstellung ein. Pfeifen aus Prosec beziehen Kunden in 35 Staaten in vier Erdteilen. Über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde der sowjetische Pfeifenschnitzer Fjodorow aus Leningrad.

Porzellanpfeifen werden auch in unseren Tagen in beachtlichen Mengen produziert. Führend im Export ist die tschechoslowakische Firma Koh-i-noor.

Farbige Punkte sind überhaupt ein beliebtes Qualitätszeichen der Pfeifenproduzenten. Howalpfeifen aus der DDR haben einen roten oder goldenen Punkt.

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