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Cachimbos - Marcas, Fabricantes e Artesaos
| Autor: | Jose Manuel Lopes |
| Verlag: | Quimera |
| Jahr: | 2004 |
| ISBN: | 972-589-132-5 |
| Preis: | ca. 50,- EUR |
Jörg Lehmann:
Es gibt Pfeifenbücher, die, trotz der Seltenheit, mit der sich Verlage dieses Themas annehmen, wirklich niemand braucht. Dann gibt es solche, die ganz nett sind, aber nicht in jeder Sammlung stehen müssen und dann gibt es solche, die man einfach haben muss, selbst wenn sie in einer Sprache verfasst ist, die hierzulande selbst als dritte Fremdsprache kaum anzutreffen ist bzw. gelehrt wird.
Ein aktuelles und herausragendes Beispiel ist das o.g. Buch von José Manuel Dos Santos Lopes aus Portugal. Wie kommt ein Portugiese dazu, ein Pfeifenbuch zu schreiben und in kürzester Zeit zu veröffentlichen? Grenzenloser Enthusiasmus dazu Kommunikationsfreude und die Fähigkeit, wirklich sehr viele Informationsquellen zu nutzen und viele Pfeifenliebhaber aus aller Welt einzubinden -in der Danksagung finden sich viele bekannte Namen- sind das Geheimnis des Erfolges. Herausgekommen ist zunächst ein prächtiges Buch im Format 26 x 22,5 cm, 264 Seiten stark und durchgehend sehr reichlich farbig bebildert, schön, fest gebunden und mit einem weißen Schutzumschlag versehen.
Das Buch ist gegliedert in einen ca. 35 Seiten starken Einführungsteil, dem folgt ein gut 210 Seiten starker alphabetischer Teil, in dem (geschätzt) knapp 1000 Pfeifenmarken bzw. Pfeifenmacher vorgestellt werden, dazu gibt es (geschätzt) an die 600 Bilder. Wie aktuell das Buch ist, zeigt zum Beispiel der Fakt, dass darin bereits Bilder der jüngsten (2004) Pipenshow in Cuxhaven eingebunden wurden und dass Pfeifenmacher bereits genannt sind, die nun wirklich erst seit ganz kurzer Zeit in der Öffentlichkeit stehen. Ich bin sicher, manch ein Neuling wird überrascht sein, sicht dort schon zu finden.
Die Texte sind sehr knapp gehalten (weshalb man sie eben problemlos verstehen kann), beinhalten aber die wichtigsten Informationen zur Marke bzw. Person des Pfeifenmachers, dazu Produktionszahlen, Gradings und Stempel. Hinzu kommen farbig hervorgehobene Querverweise und, eigentlich unschätzbar, aktuelle Kontaktadressen (falls vorhanden inkl. EMail und web-site) sowie Händlerhinweise (ebenfalls mit web-site und eMail, wenn vorhanden).
Überhaupt schlägt das Werk eine wunderbare Brücke zwischen dem Medium "Buch" und dem Medium "Internet". Im Anhang finden sich Anschriften von Pfeifenclubs, Pfeifenmuseen und sowie eine schöne Übersicht der verwendeten Literatur UND eben eine sehr gute Linkliste.
Kontakt zum Autor: jml45@iol.pt
(10.12.2004)
Jörg Lehmann:
Am Sonnabend war es endlich soweit. In einem dicken, wattierten Umschlag kam José Manuel Lopes´ Buch "Pipes-Artisan and Trademarks" bei mir an - eine willkommenen Lektüre zum Wochenende! Das Format des Buches und die Ausstattung entsprechen der portugiesischen Erstausgabe. Ich bin nach wie vor beeindruckt, von dem Fleiß und dem Durchsetzungsvermögen von José. Als er im Frühjahr 2004 wegen einiger Bilder und Informationen bei mir nachfragte, hätte ich nie gedacht, das Buch unter Verwendung der beigesteuerten Dinge bereits im November 2004 in der Hand halten zu können. Genau so positiv überrascht bin ich nun, nur knapp ein Jahr später die englische Fassung zu sehen.
http://www.rz.fh-ulm.de/~jlehmann/pfeifenliteratur_03.htm
Inhaltlich hat sich gegenüber der ursprünglichen Fassung nur wenig sichtbares geändert, man muss beide Bücher seitenweise vergleichen, um die Änderungen (ca. 50 neue Einträge, einige neue Bilder) zu finden. Da das Buch aber zuvor kaum generelle Kritikpunkte bot, wenn man mal von der teilweise eigenwilligen "Wichtung" des Umfanges der Berichterstattung und der Bilder bei einzelnen Marken/Machern, verglichen mit anderen, "berühmteren", absieht, gab es auch nur wenig Anlass zu Änderungen.
Neu im Buch sind Einleitungen bzw, Vorworte von Benjamin Rapoport (sehr lesenswert aus sicht des "Bücherwurms") und von Greg L. Pease.
Wie schon im Vorjahr bin ich von dem Buch begeistert und kann es uneingeschränkt empfehlen. Der Leserkreis, den eine englische Version, verglichen mit der portugisischen Ausgabe, hierzulande ansprechen wird, dürfte sich sicher deutlich vergrößert haben. Ob sich inzwischen ein Importeur gefunden hat, der den Vertrieb in Deutschland übernommen hat bzw. übernehmen wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Hier sollte man sich ggf. an José direkt wenden: jml45@iol.pt
(31.10.2005)
Florian Eichorn:
Mittlerweile ist die englische Fassung des Buches auch bei anderen Händlern erhältlich, z.B. bei http://www.pipetrader.de.
(04.12.2005)
Christian Schneider
Dieses unerhört prächtig aufgemachte Buch ist die englische Version des portugiesischen Originals „Cachimbos – marcas, fabricantes e artesãos“ (2004) und wurde noch ergänzt und bearbeitet. Es umfasst 264 Seiten und eine unübersehbare Anzahl an Farbphotos und Einträgen.
Zunächst wird eine kurze Geschichte der Pfeife geboten, dann folgen die englische Erklärung der Pfeifenteile wie Holm, Mundstück etc., Typen und Materialien, eine Übersicht über die Pfeifenformen, Finishings (sandgestrahlt etc.), ein Kapitel über Mundstücke, eine kurze Erwähnung der Unterscheidung von Hand- und maschineller Produktion, eine Einführung ins Pfeifenrauchen für Anfänger (Lopes vertritt die Meinung, dass die ersten sechs Mal beim Einrauchen einer neuen Pfeife diese nur halb gefüllt werden sollte, die Mär vom vollständigen Aufrauchen des Tabaks kommt nicht vor), ein Kapitel über die Wahl der richtigen Pfeife und ein paar Worte über das Pfeifensammeln.
Im Hauptteil findet sich die wahrscheinlich kompletteste Zusammenstellung von Pfeifenmarken und –machern, die momentan verfügbar ist, wenn verfügbar mit Abbildungen, Adressen und Weblinks angereichert, alles alphabetisch geordnet. Angehängt sind Verzeichnisse von Pfeifenraucherklubs, Museen, ein Index, ein Quellenverzeichnis inklusive Webressourcen und ein Bildnachweis.
Dieses Buch ist ein Muss für jeden engagierten Pfeifenraucher und –sammler. Es macht Vergnügen, bei einer guten Pfeife darin zu blättern!
(13.10.2007)