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Das kleine Buch für Pfeifenraucher
| Autor: | Lothar Markmann |
| Verlag: | AT-Verlag / Argau (Schweiz) |
| Jahr: | 1986 |
| ISBN: | 3-85502-270-4 |
| Preis: | antiquarisch |
Jörg Lehmann
In den 1980ern hat es, im Gegensatz zur augenblicklichen Situation, offenbar viele Pfeifenfreunde gegeben, die auch von den Verlagen als Zielgruppe erkannt und angesprochen wurden. Das lässt jedenfalls die recht stattliche Anzahl an Pfeifenbüchern vermuten, die zu dieser Zeit auf dem Markt verfügbar waren. Diese, nach einem recht ähnlichen Schema aufgebauten Werke sind inzwischen begehrte Sammelobjekte geworden.
Ein besonders nettes und kurzweiliges Exemplar aus dieser Zeit gelangte durch die liebenswürdige Spende eines Pfeifenfreundes in meine Sammlung.
Das Buch ist keinesfalls klein (17 x 23 cm), aber recht dünn (71 S.) und dennoch recht informativ. Lothar Markmann zeichnet sich durch einen persönlichen, lockeren Stil aus: "Rainer Barbi ist ein Typ, ein echter. Kein Riese und nicht schlank, ....Sein Schnurrbart hängt, und seine Haare sind just so lang, dass sie bei einem Mann in seinem Alter noch nicht berufsjugendlich wirken.....(S. 9)
Oberlehrerhafte Ausschweifungen findet man nicht. Das Buch ist in 10 Kapitel gegliedert und beginnt mit der Frage, "Warum ein Mann Pfeifen macht" und endet mit dem Postulat "Geschmack schreibt man wie Tabak!". Interessanter Weise beginnt das erste Kapitel mit einer Aufzählung von deutschen Pfeifenmachern: "Sie heissen Hasso Baudis und Karl-Heinz Joura, Julian Schäfer und Robert Mewis. Und Rainer Barbi. Und sie haben alle den selben Beruf: Pfeifenmacher." Es folgt dann ein Interview mit Rainer Barbi und eine Fotodokumentation zur Entstehung einer Freehand. Die weiteren Kapitel beschäftigen sich mit dem, was wir heute als FAQ zum Pfeifenrauchen bezeichnen würden. Danach gibt es ein kleines Lexikon der Pfeifenmacher, nicht ohne Fehler, aber dennoch ganz interessant. Etwas nervig ist der oft zu findende Hinweis, dass diese oder jene Pfeife sehr teuer ist.
Im Anschluss an die 10 Fachkapitel darf sich dann auch noch Frau Erika Markmann zur Pfeifenleidenschaft Ihres Gatten äußern und tut dies in einer Weise, dass sie sich der uneingeschränkten Zustimmung aller pfeifen-geschädigten "Besseren Hälften" gewiss sein kann.
Das Buch ist schön bebildert, neben einigen sehr ordentlichen Farbbildern finden sich viele, recht detailgenaue Schwarz-Weiss-Fotos.
Fazit: Ein netter Pfeifenschmöker, dessen Anschaffung man sicher nicht bereuen wird.
(16.04.2004)