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Freiburg Diverse

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Freiburg - diverse Tabakläden in Freiburg/Brsg.

Jörg Lehmann:

Ich hatte letzte Woche Zeit, ein paar Stunden allein die Freiburger Innenstadt zu besuchen, was sich schlussendlich auf den Besuch zweier Tabakläden und einer Kneipe reduzierte. Die Kneipe war o.k., die Tabakläden auch. Dazu im Detail folgende Anmerkungen:

1. Tabakwaren Stefan Meier

Der Laden befindet sich in der Rathausgasse, über die man, vom Bahnhof kommend, die Innenstadt betritt, auf der rechten Seite und ist nicht zu übersehen. Er handelt sich um ein wirklich großes Geschäft, welches man nicht verfehlen kann. Da die zahl der vorhandenen Exponate vergleichsweise klein ist, wirkt das Schaufenster eher aufgeräumt. Einige wenige mittelpreisige Pfeifen befinden sich dort in der Auslage. Der Eindruck setzt sich im Inneren fort. Trotz Zeitungen und Zeitschriften plus Lotto wirkt das Geschäft ordentlich und gediegen, z.T. sogar irgendwie leer.

Das Sortiment für uns befindet sich im hinteren Drittel des Geschäftes, von Außen nicht einsehbar an der linken Seite. Dort findet sich eine schöne Präsentationswand mit Pfeifenhalterungen. Einige edlere Stücke wohnen in einer Vitrine, die wahren Schätze in Schubladen darunter. Neben dem üblichen Angebot an Serienpfeifen (z.B. Stanwell) fanden sich zwei für mich neue Dinge: Zwei sehr grazile Poker-Modelle o.F. von Winslow (rot-glatt und schwarz-gebürstet) und eine mit "WINSLOW Stanwell" gestempelte Freehand o.F. mir Ebonitmundstück.

In den Schubläden fanden sich ein umfangreiches, sehr ansprechendes Dunhill-Sortiment sowie, leider nur in sehr kleiner Auswahl, einige Bangs und Hedegaards sowie einige Pfeifen von Franz v. Matt, die sehr schön und sehr teuer waren. Zudem gab es noch eine ganze Reihe von Ser Jacopos.

Das Tabakangebot, welches ich als sehr umfangreich bezeichnen möchte, bot keine Überraschungen, die Zahl der Hausmarken (von Kohlkopp) hielt sich in vernünftigen Grenzen.

Das Klima im Geschäft ist angenehm und die Beratung vorbildlich von der Sachkenntnis, dem betriebenen Aufwand und der Stimmung her.

Das Pfeifenhaus Meier ist jederzeit einen Besuch wert, ohne dass man auf Schnäppchen oder besondere Überraschungen gespannt sein darf.

2. Zigarrenhaus Freytag

Das Geschäft befand sich früher in der Kaiser-Joseph-Str. am Bertoldbrunnen. Jetzt befindet sich das Geschäft wenige Meter von der Kreuzung zur Kaiser-Joseph-Str. in der Bertoldstraße, 3 Fußminuten von Meier entfernt. Das Geschäft ist nicht zu verfehlen, obwohl es auf den ersten Eindruck sehr klein erscheint. Im Schaufenster befinden sich überwiegend Zigarren und zigarrenspezifische Werbung. Ein erster Einblick in das Geschäft hinein lässt dann auch den Pfeifenfreund erschauern, weil er keine Pfeifen sieht. Bei genaueren Hinsehen entdeckt er dann aber jede Menge Tabake und das Geschäft wird betreten.

Auch im Inneren "Schock": Keine nennenswerten Pfeifen. Was man zuerst nicht sieht, ist, dass das Geschäft in der Tiefe eine Wendeltreppe hat, die in ein Untergeschoss führt. Dort wurde ich auf Nachfragen nach Pfeifen hingeführt und findet sich unvermittelt vor einem großen Schrank mit zahlreichen Schüben. Dort kann man in aller Ruhe, ungestört durch das Alltagsgeschäft, die Pfeifen betrachten und aussuchen - und die gibt es in der Tat sehr reichlich. Ich hatte zunächst nach Pfeifen o.F. gefragt, von denen es ungefähr 40-50 gab. Interessant war, dass es auf jede o.F.-Pfeife 50% Nachlass gab "weil die keiner mehr kauft". Was gab es dort: Tao, Reiner, Eric Anderson, Juls, Hahn, Kotziol (ek?), Radice, Talamona, Svendborg und andere. Interessant waren die Taos, die einerseits mit dem typischen Namenszug von Tao am Mundstück und Holm versehen waren, zusätzlich aber noch den Svendborg-Stempel am Holm hatten. Die Neupreise lagen bei all diesen Pfeifen zwischen 900.- (Tao) und 220.- (Radice). Durch den Nachlass von 50% wurden dann aber ein ganzer Teil der Pfeifen erschwinglich. Neben diese Pfeifen gab es eine Reihe von Dunnies auf die es natürlich keinen Nachlass gab. Darüber hinaus gab es ein breites Spektrum an 9mm Pfeifen, darunter auch eine beachtliche Palette von Balleby-Pipen, die mir wegen der kühnen Formgebung sehr gefallen haben. Auch bei diesen Pfeifen konnte man handeln und sich über 25% Nachlass freuen.

Besonders erfreulich an dem Besuch bei Freytag ist, wie o.g. die Ruhe, in der man aussuchen kann. Zudem, und dass verdient nachdrückliche Erwähnung, ist die Chefin in bisher nicht gekanntem Maße hochkompetent bei der Sache, sie weiß eigentlich über jede Pipe und jeden Pipenmacher recht detailliert und vergnüglich zu berichten. Auch der Herr des Hauses ist sehr nett, allerdings längs nicht so auf der Höhe des Pipenhorizonts wie die Chefin.

Das Angebot an Tabaken ist von JA-Marken bestimmt, darüber hinaus aber reichhaltig und schön präsentiert. Das Geschäft vertreibt keine Zeitungen und hat keine Lottoannahme, was, verbunden mit reichlich vorhandenem Personal, eine angenehme Einkaufsatmosphäre garantiert.

Der Besuch des Zigarrenhauses Freytag ist nicht nur zu empfehlen, er ist ein MUSS, wenn man sich in Freiburg oder der Nähe aufhält.

(12.03.2001)

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