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Köln / Bergheim - Peter Heinrichs "Haus der 10.000 Pfeifen"
Manfred Arenz:
Angebot: ca. 100.000 Pfeifen, fast alle Marken und Modelle, Sonderfertigungen, Top-Freehands, ca. 100 Estate-Pfeifen, Sonderangebote (Auslaufserien, Zweitmarken, Alt-Modelle), verteilt auf 2 Etagen und Dutzende Schubladen und Vitrinen.
Tabake: ca. 200 Eigenmarken in Probiertöpfen, diverse Markentabake
Zigarren: großer, begehbarer Klimaraum mit Riesenauswahl, auch Eigenmarken
Sonstiges: Große Auswahl an Raucherzubehör (z.B. Sillems, Wess, Dunhill) Versand-Service mit Katalog (ca. 4 Ausgaben pro Jahr) Reparatur-Service
Bedienung und Beratung: Herr Heinrichs selbst ist fast immer zugegen und für Fragen bereit, er kann ohne Übertreibung als "Pfeifen- und Zigarrenpapst" bezeichnet werden. Mehrere geschulte Kräfte sind stets in der Nähe, lassen einen aber auch in Ruhe stöbern, wenn man will. Ohne zu zögern werden auf Anfrage nach bestimmten Marken mehrere Modelle zur Auswahl präsentiert. Mitgebrachte Pfeifen werden auf Anfrage aufpoliert, jedem Gast wird beim Eintritt Kaffee angeboten.
Öffnungszeiten: 06:00 h !! - 20:00 h werktags 07:00 h - 16:00 h Samstag
Sonntags ist im "Chateau Henry" sind Bergheim / Niederaußem Vorort Köln) das Museum und die Cafeteria geöffnet.
Adresse: Hahnenstraße 2 (von HBF 15 min Fußweg oder 2 Stationen U-Bahn - Richtung Neumarkt)
URL: http://www.pfeife.de
Thomas Schoke:
Am 02.1.01 hat es endlich geklappt: Manfred Arenz und ich haben und in Köln getroffen und dem berühmten Pfeifenladen "Das Haus der 10000 Pfeifen" von Peter Heinrichs einen gemeinsamen Besuch abgestattet.
Um es vorwegzunehmen: Ich bin immer noch platt.
Die Auswahl an Pfeifen ist gigantisch und macht dem Namen des Ladens alle Ehre. Ich habe freilich nicht nachgezählt aber was Heinrichs allein an hochklassigen "Dänen" in seinen Regalen, Vitrinen und Schubkästen hat ist in dieser Menge und Qualität in Deutschland kaum noch einmal zu sehen. Allenfalls Linzbach in Düsseldorf kommt noch in die Nähe dieses Angebotes.
Ein ganzer Schrank voller Dunhills in allen Größen, Formen, Farben und Preislagen. Manfred und ich haben es kurz überschlagen - es dürften so um die dreihundert Exemplare sein.
Die Preise sind durchweg fair und orientieren sich nicht vordergründig am Namen oder Hersteller einer Pfeife, sondern sichtbar an der objektiven Qualität jedes Exemplars. Besonders gut gefallen hat mir, daß man merken kann, dass die angebotenen Pfeifen nicht "blind" auf Messen eingekauft wurden, sondern von einem Fachmann selektiert wurden. Selbst bei Herstellern, bei denen sich oft Qualitätsmängel finden lassen, (Ascorti, Winslow etc.) ist Heinrichs Angebot von allererster Güte.
Das Angebot an Estates ist nicht weniger umfangreich. Auf unsere diesbezügliche Frage stellte Herr Heinrichs eine Plastiktüte mit Dunnies auf den Tisch. Wer sich erst einmal an die Plastiktüte gewöhnt hat wird diese Form der Offerte günstiger Estates sicherlich zu schätzen wissen ;-))
Die Kompetenz des Personals kann ich nicht beurteilen, da wir ausschließlich von Herrn Heinrichs selbst bedient wurden. Obwohl der Laden brummte und das Telefon keine Ruhe geben wollte, kam nie Hektik oder Langeweile auf. Der Inhaber war immer zugegen wenn er gebraucht wurde und beantwortete jede Frage geduldig und mit großer Kompetenz. Dazwischen konnten wir völlig ungestört im Angebot stöbern. Besser geht es nicht.
Meinen allgewärtigen Test in neuen Läden, dem Verkäufer eine Pfeife zu zeigen und zu fragen, wer der Hersteller sein könnte, hat Herr Heinrichs schon im Ansatz unterlaufen. Ich hatte die Bang kaum in der Hand als er aus zwei Meter Entfernung erklärte: "Eine schöne Bang, so was kostet heute mindestens 1.100,- DM". Bravo! Das hat vor ihm noch niemand geschafft, denn die Bang sieht auf den ersten Blick gar nicht nach Bang aus. Soviel zur Kompetenz des Ladeninhabers.
Das Tabakangebot ist nicht weniger umfangreich als bei den Pfeifen. Eine große Anzahl von Eigenmarken dominiert das Bild aber auch gängige Marken sind auf Vorrat. Alle Richtungen sind vertreten.
Fazit:
Der Laden ist "Top of the Tops" in Deutschland und verdient 4 Sterne. Wenn sich Herr Heinrichs noch eine bessere Poliermaschine zulegen würde, bekäme er von mir den fünften und letzten Stern :-))
Das "Haus der 10000 Pfeifen" ist eine Reise wert. Auch wenn es 600 Kilometer bis nach Köln sind, ich werde wiederkommen.
(04.01.2001)
Wolfgang Hundhammer:
nachdem ich jetzt von meinem Kurztrip zu meinem Bruder nach Koblenz zurück bin, muß ich Euch doch von meinem Besuch bei Peter Heinrichs erzählen. Aber zuvor noch ein schnelles Dankeschön an alle, die mir den Tip gegeben hatten, nach Niederaußem zu fahren.
Die Fahrt nach Niederaußem habe ich am Montag dieser Woche unternommen. Mein Bruderherz war so nett, mir den Weg via Routenplaner auszudrucken, da ich vergessen hatte, mich vorher mit Kartenmaterial einzudecken. Tja, das Ergebnis war, daß ich mich erstmal verfranzt hatte und eine Ausfahrt zu spät von der Autobahn runter gefahren bin. Also umkehren und zurückfahren! Hatte den Vorteil, daß ich noch die Kartbahn von Schumi im Augenwinkel sehen konnte.
Als ich Niederaußem dann endlich gefunden hatte, viel mir als erstes das große Kraftwerk auf. Da ich hier vom bayerischen Lande komme, ist so ein Anblick für mich nicht gerade alltäglich. Ist schon imposant das ganze! Kann mir jemand sagen, was für eine Art Kraftwerk das ist? Ich tippe so auf Kohlekraftwerk, aber es könnte ja auch ein AKW sein, oder?
Aber nun zurück zu Niederaußem. Dort angekommen habe ich Peter Heinrichs auch relativ schnell gefunden. Das erste war eine Tasse Kaffee, die man mir angeboten hatte. Darüber war ich recht dankbar, denn ich hatte doch gute 2 Stunden Autofahrt hinter mir.
Anschließend bin ich erstmal mit großen Augen durch das Angebot gegangen und habe mir alles in Ruhe betrachtet. Da ich Stanwell-Fan bin, sind mir gleich die vielen Pfeifen von dieser Firma ins Auge gestochen. Tja, was ich dann erstanden habe, war eine recht schöne Georg Jensen Pfeife mit einer sehr schönen Maserung für schlappe 30,-- Öhre. Diese Pfeife ist auch mittlerweile angeraucht worden, und ich muß sagen, daß ich den Kauf nicht bereut habe. Freue mich schon auf den Zeitpunkt, wenn ich sie richtig eingeraucht habe. Tabak habe ich mir auch noch mitgenommen und dann bin ich erstmal in den ersten Stock hoch und alles in Ruhe angeschaut.
Nach guten zwei Stunden habe ich mich dann auf den Weg nach Köln gemacht und mir noch den Kölner Dom reingezogen. War genauso imposant!
Fazit der Reise: Hat sich echt gelohnt und die Bedienung in Niederaußem war super! Kann ich nur weiter empfehlen! Und ich bin froh, wieder hier zuhause zu sein, denn endlich kann ich meine geliebten Pfeifen wieder genießen. Der Haushalt meines Bruders ist nämlich ein absoluter Nichtraucherhaushalt und da ich ein höflicher Mensch bin, hatte ich mich auch daran gehalten. Also waren nur Zigaretten im Freien angesagt. Aber jetzt werde ich mir gleich mal eine stopfen...
In diesem Sinne und noch einen schönen Tag,
(17.05.2002)