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München - Pfeifen-Huber
Thomas Schoke:
Einen Steinwurf entfernt vom Viktualienmarkt im Zentrum Münchens befindet sich der Pfeifenladen von Huber, allgemein bekannt unter dem Namen "Pfeifen-Huber". Es handelt sich um ein Spezialgeschäft, dessen Angebot ausschließlich aus Pfeifen, Tabak, Zigarren und sonstigen Raucherbedarfsartikeln besteht.
Der erste Eindruck nach dem Betreten des Ladens ist allgegenwärtige Noblesse, feine Teppiche, Echtholzmobiliar, Kristallspiegel und indirekte Beleuchtung. Man ist unwillkürlich versucht, sich die Füße nochmals abzutreten und seine Krawatte zu richten. So man überhaupt eine hat. Die Verkäufer haben alle eine, tragen Anzug mit Krawatte. Nicht eben die Regel in deutschen Tabakfachgeschäften.
Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass das Personal trotz der noblen Aufmachung des Geschäftes weder arrogant noch hochnäsig ist, sondern aus freundlichen, kompetenten Leuten besteht. Während eines rund einstündigen Verkaufsgespräches, bei dem ich mir rund zwei Dutzend Pfeifen vorlegen ließ, war dem Verkäufer keine Ungeduld anzumerken. Alle Fragen von Winslow über Bang bis Ilsted und Anne-Julie konnte er kompetent beantworten und gab sich auch bei eingestreuten "Fangfragen" keine Blöße. Alle Achtung! In puncto Bedienung und Beratung verdient "Pfeifen-Huber" die Höchstnote.
Das Angebot der Pfeifen bestand am Tage des Besuchs aus einer größeren Kollektion von Castello mit auffällig vielen Exemplaren der Grades "KKK" und "KKKK". Savinellis, Winslows, Beckers und Il Ceppos gab es jeweils in verschiedenen, mittleren Güteklassen. Außerdem sah ich einige Mastro de Paja, Bangs, Dunhills und Kaj Nielsen. Insgesamt hat mich das Angebot weder von der Masse noch von der Qualität überzeugt, es gab nur zwei Spitzenpfeifen zu bewundern, beide aus dem Hause S. Bang stammten und bereits im Preis reduziert waren. Erstaunlich, dass dieser Laden in dieser Lage offensichtlich kaum Kunden für die Pfeifenoberklasse zu haben scheint.
Jörg Lehmann:
Mein Weg zu Pfeifen-Huber führte bei prächtigem Wetter vom belebten Marienplatz in Richtung Viktualienmarkt, wo man das Geschäft wirklich nicht verfehlen kann. Das Geschäft verfügt über prächtig dekorierte Fenster, die schon einen guten Eindruck vermitteln, was den Pfeifenfreund im Inneren erwartet.
Zunächst kommt man in einen relativ dunklen Raum, mit einer sehr schönen, gediegenen Einrichtung. Dort bemühten sich drei Damen gut mittleren Alters um die Kundschaft, später unterstütz durch einen jungen Herrn, der erfreulicherweise Pfeife rauchte.
Anders als bei Diehl hat man bei Huber keinen unmittelbaren "Zugriff" auf die Pfeifen. Viele schöne Stücke bleiben so verborgen und werden auf Nachfrage hervorgeholt. Einzelne Kollektionen befinden sich jedoch in beleuchteten Vitrinen hinter dem Ladentisch und - unter Glas - auch in den Ladentischen.
Am Tag des Besuches gab es, wie bei Tom auch, eine traumhaft schöne Kollektion von Castellos, besonders schöne Poker-Modelle darunter. Obwohl nicht so sehr mein Geschmack, müssen unbedingt ein ganze Palette von Savinellis hervorgehoben werden, die ich in dieser Qualität und Schönheit bisher nicht gesehen habe.
Ich habe dann die Probe auf Toms Exempel gemacht und nach den Bangs gefragt: Man konnte mir ca 15 verschiedene Modelle aller Gradings von ca. 800.- bis 2600.- DM zeigen. Das die Verkäuferin mir mit den Bangs noch 3 Formers mit auf den Tisch legte (als Bangs apostophiert), sei nur am Rande erwähnt! Ändere "Dänen" gab es freilich leider nicht, wie ich mich schon vor meinem Besuch erkundigt hatte.
Auch das übrige Pfeifenangebot konnte sich sehen lassen, jede Menge Bentleys, eine große Auswahl an Winslows, Kai Nielsen und andere Marken. Besonders hat mir eine sehr umfangreiche Kollektion von Il Ceppo gefallen, wobei es sich hier überwiegend um sehr große Modelle handelt. Darunter waren auch einige leicht asymmetrische Pfeifen, die mich an die frühen Walhalla-Pfeifen von DP erinnerten, nur eben drei Nummern größer. Die Pfeifen waren in verschiedenen finishs zu haben, von 175.- bis ca. 350.- DM (mit Silberappl.). Mir habe vor allem auch die Sandgestrahlten und dann mittelbraun gehaltenen Pfeifen gefallen, teilweise mit polierter, kontrastgebeizter Kopfoberseite (ähnl. Tines "Eskimo" von Tom Eltang).
Das Tabakangebot bei Huber lässt ebenfalls kaum Wünsche offen, auch hier gibt es eine große Auswahl von "Eigenmarken" aus dem Hause Kohlkopp.
Die Bedienung ist auch hier in jeder Weise vorbildlich, höflich und zuvorkommend.
Fazit:
Auch das Haus Pfeifen-Huber ist jederzeit einen Besuch wert, ich möchte nicht abwägen, welcher der beiden, Huber oder Diehl der "bessere" wäre. Beide liegen so dicht beieinander, dass man auch bei knappem Zeitfonds beide sehen kann, sollt, MUSS!!
(30.05.2001)
Tino Petzold:
(per Mail)
Bin heute nur während einer Recherche und Suche im Internet auf diese Seite gestossen und habe mir die Einträge der Herren J. Lehmann und T. Schoke durchgelesen.
Bitte korrigieren sie doch die Wegangaben zum Huber. Wenn man so wie geschrieben vom Marienplatz aus zum Viktualienmarkt geht, kommt man am "Alten Peter", einer Kirche vorbei, aber wirklich nicht beim Huber.
Der Huber ist nicht weit von Marienplatz und Viktualienmark, in einer Straße namens "Im Tal". Sowohl als auch 3 Minuten zu gehen von beiden Plätzen aus. Nur wie gesagt nicht zwischen ihnen.
Der Huber würde sich ärgern, wenn er sähe, dass die Leut´ zum Alten Peter geschickt werden, wenn sie ihn suchen. Es ist ja doch der gescheiteste Händler hier in der Stadt.
(17.08.2002)
Heinz-Günter Döteberg:
Zu den Beschreibungen der Läden möchte ich bei Pfeifen-Huber, München, folgendes beitragen:
Da Müchen meine zweite Heimat ist, sind mir natürlich auch die dort bekannten Pfeifenhändler bekannt.
Vor eingen Jahren habe ich regelmäßig bei Huber eingekauft, wenn ich mal wieder in München war. Unter anderem eine wunderschöne "Radice Rind" und einige andere Modelle mittlerer bis leicht gehobener Preisklasse (bis 250 Euro). Außerdem Tabake und Zubehör.
Zwischenzeitlich habe ich zwar vor Ort auch bei Huber eingekauft, aber da ich auch sehr gute Händler in der Nähe habe (Aachen, Köln), eher weniger.
Von meinen früheren Einkäufen, die ich teilweise mit Kreditkarte bezahlt habe, muß Huber wohl meine Adresse in der Kundenkartei aufgenommen haben. Ich bekam jedenfalls seit dieser Zeit regelmäßig Post mit Neuigkeiten zugesendet.
Leider hatte ich aber meine Kundennummer vergessen und auf der Suche nach dem Weihnachtstabak 2004 von John Aylesbury habe ich auf der Homepage von Huber gesehen, dass dieser Tabak dort noch im Angebot was.
Naja, ich habe dann 3 Dosen des Tabaks und zum Ausprobieren (und um die Mindestsumme für einen kostenlosen Versand zu erreichen) noch einige andere Tabake online bestellt und mich wegen der fehlenden Kundennummer als Neukunde eingetragen, mit dem Hinweis, dass ich meine eigentliche Kundennummer vergessen habe.
Als Zahlungsart habe ich Vorauskasse gewählt. Eine Bestätigung per Email kam umgehend zurück und so habe ich geduldig auf eine Zahlungsaufforderung gewartet.
Heute habe ich erfreut ein Postpaket mit der bestellten Ware erhalten! Huber hat meine Kundennummer herausgesucht und die Ware per Rechnung geschickt. Leider war nur noch eine Dose des Weihnachtstabakes lieferbar und ein anderer Tabak war ebenfalls vergriffen (John Aylesbury Jubille 1999). Doch sehr zur Freude hat man mir 3 (!) Proben von je etwa 20-30 g des Tabaks und eine handliche Tabakdose aus dem neuen Angebot kostenlos dazu gegeben! Auch das Porto wurde nicht berechnet, obwohl der Warenwert nur noch weniger als die Hälfte der ursprünglichen Bestellung ausgemacht hat!
Huber weis natürlich nicht, dass ich dort schon viel eingekauft habe, da ich meistens bar bezahlt habe, aber über diese freundlichen Gesten war ich so angenehm überrascht, dass ich den "Vorfall" gerne erwähne, um auch einmal eine positive Kritik über einen Händler beizutragen! Außerdem gefällt mir die runde Tabakdose mit Schraubdeckel gut, die ca. 50 g Tabak aufnehmen kann, in mattem Silber gehalten ist und dafür gedacht ist, losen Tabak portionsweise umzufüllen...
(05.01.2005)