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Ulm - Tabakgeschäfte in Ulm: Eine individuelle Beschreibung
Jörg Lehmann:
1. TABACCHI Ulm (Vennemann, Bahnhofstr. 10)
Das sehr kleine und unscheinbare Geschäft wurde vor einiger Zeit von Herrn Vennemann in einem Seitengässchen der Hauptgeschäftsstraße Bahnhofstr./Hirschstr. eröffnet. Herr Vennemann ist allerdings kein Unbekanter in Sachen Tabak - vielmehr hatte er bis vor ca. 5 Jahren das namhafte und gutsortierte Cigarillo in der Platzgasse geführt. Das Cigarillo existiert seit 2002 nicht mehr, nachdem es dem Nachfolger von Herrn Vennemann nicht gelang, dessen Stammkunden auch an sich zu binden. Das Geschäft von Herrn Vennemann ist stark an Laufkundschaft orientiert, es befindet sich aber auch ein begehbarer Klimaraum für Zigarren dort. Das Geschäft ist klein und bietet auch wenig Platz für einen Plausch, allerdings ist Herr Vennemann sehr sachkundig und vor allem sehr bemüht, Kundenwünsche rasch zu erfüllen. Das Tabakangebot enthält nicht nur den ewig gleichen Süßkram sondern auch eine Reihe Alternativen (Rattrays u.a.). Das Angebot an Pfeifen ist momentan noch klein, wird aber ständig erweitert. So soll ein Fundus an freehands und Pfeifen o.F. aufgebaut werden.
2. Tabakwaren URSULA ROTTLER (Hafengasse 12)
Da Ulm keinen Hafen hat, ist wohl der Gassenname etwas irreführend. Das Geschäft liegt nur wenige Meter vom Münster (Chorseite) entfernt. Das Geschäft ist recht klein, neben Tabakwaren auch Zeitschriften und Lotto, extrem viel Laufkundschaft bzw. Zeitungs- und Lotto-Stammkunden Bedienung: Frau Rottler hat den Überblick und ist sehr freundlich. Artikel werden sehr rasch beschafft. Samstags ist manchmal Herr Rottler da, er wäre u.U. ein Ansprechpartner für Zigarren-Freunde.
Pfeifen: Eine achtbare Anzahl von Einzelstücken ganz unterschiedlicher Hersteller, z.B. Peterson, Vauen, Stanwell, Mastro, Winslow, Savinelli, u.v.m. Der Reiz liegt darin, dass man in allen Schubladen nachschauen kann und dabei meist irgendwie überraschend manch schönes Stück findet. Tabake: Ähnlich breit gefächert wie die Pfeifen, m.E. das umfassendste Angebot in Ulm, wenngleich keineswegs vollständig. 3 oder 4 Hausmarken, darunter auch Latakia-Blends.
Kritik: Das Geschäft ist wirklich recht klein, man darf sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, dann klappt's auch mit ´ner Pfeife
Weitere Tabakgeschäfte:
DÜRNINGER Classic (Münsterplatz, links am Münster)
In der Dürninger-Classic-Filiale am Ulmer Münsterplatz hat sich in jüngster Zeit einiges getan. Zunächst agiert dort eine sehr kompetente Chefin, der man die Liebe zum Metier sofort anmerkt.
Das Angebot an Tabaken ist inzwischen als wirklich sehr gut zu bezeichnen. Neben den "Mainsteam"-Tabaken finden sich u.a. viele Rattrays, Ashtons und die Jess Chonowitsch-Reihe. Dazu imponieren viele Flakes sowie einige angenehme Hausmarken.
Auf dem Pfeifensektor gibt es auch Erfreuliches. Natürgemäß dominieren zwar Filterpfeifen (sehenswert eine Bentleys-Collection). Aber neben einigen Bangs und Dunhills gibt es auch filterlose Pfeifen von Stanwell (glatt und sand) in schöner Auswahl sowie einige Freehands von Rainer Thilo zu noch moderaten Preisen.
Insgesamt macht der Einkauf dort wieder Spaß weshalb ein Besuch empfohlen wird.
(17.06.2003)
BARBARINO (im Hauptbahnhof)
Typisches Bahnhofshallen-Geschäft mit Lotto und Souveniers, allerdings auch mit einem überraschend breitem Tabaksortiment und einigen, wenigen Pfeifen.
WENGEN-Tabakstube (Seufer, Wengengasse)
Kleines, sehr schönes Geschäft mit ausnehmend freundlichem Personal, Tabak- und Pfeifenangebot eher klein und offenbar auf die wenigen Marken beschränkt, die Herr Seufer seit Jahren erfolgreich absetzt.
Tabakwaren KRAPALIES in Neu Ulm (Augsburger Str.)
Ein großes und gediegenes Geschäft, ausschließlich Tabakwaren, Trotz Top-Lage sehr ruhig, kaum Laufkundschaft. Nachdem Krapalies über längere Zeit als "Geheimtipp" galt, ist das Geschäft inzwischen derart "ausgeplündert" das sich ein Extra-Besuch nicht wirklich mehr lohnt. Herr und Frau Krapalies sind schon sehr betagt, denken aber offenbar nicht ans Aufhören. Ob allerdings je wieder ein Fundus an derart ausgefallenen und preislich günstigen Highgrades dort etabliert wird, darf bezweifelt werden.
(23.09.2002)