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Baldo Baldi
Manfred Arenz
Baldo Baldi begann in seiner Studienzeit Pfeifen zu fertigen,
weil ihm käufliche Modelle nicht gefielen.
Nach seinem Uni-Abschluß als Architekt
verlegte er sich ganz aufs Pfeifen machen,
da seine Stücke gute Resonanz am italienischen Markt fanden.
In den 80ern hypten Baldo Baldi Pfeifen in den USA durch
eine überschwengliche Erwähnung in Hackers Pfeifenbuch.
In Europa sind seine Modelle nur in Italien und der Schweiz erhältlich.
Baldo fertigt meist großformatige straight grain Modelle
der Maserung folgend,
die er in der Form der italienischen Schule (Mastro de Paja, Ser Jacopo etc)
leicht abwandelt - oft ist eine Kante geschwungen ausgeführt.
So entstehen ca. 150 - 200 Pfeifen pro Jahr.
Baldos Pfeifen entstehen in reiner Handarbeit, lediglich die Bohrungen
werden mit maschineller Hilfe ausgeführt.
Ein Grading lehnt er eigentlich ab (Gemälde werden auch nicht gegradet),
als Konzession an den US-Markt gibt es aber für Exportware Grades.
Preise
ca. 500 bis ca. 7000 Euro
Markierungen
Stilisierte Pfeife und "B.Baldi" auf dem Holm,
auf dem Mundstück quer am Zapfen ein linsenförmiger, weißer Balken.
Qualitäten
sandgestrahlt, glatt in hellen Farben, Gradierung B - BB - BBB + Ziffern,
das Mundstück ist aus Acryl in schwarz oder weiß
- selten aus wolkigem Bernstein oder aus Cumberland -
und mit Normalbohrung.
Kurzbeschreibung
Etwas für Sammler - da recht teuer und schwer erhältlich.
Die glatten Modelle warten mit einer super Straight Grain Maserung auf!
(02.08.2007)
Bilder
Eine Giant-Vulcano, welche exakt der Maserung nachgearbeitet wurde
(Manfred Arenz, 20.07.2008)
Im Bild eine Variation einer Chimney mit leicht ovalem Kopf
und bernstein Mundstück - ungegradet , aber mit
enger Straight-Grain Maserung
(Manfred Arenz, 02.08.2007)