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Wolfgang Becker
Hans-Jürgen Rieger
Wolfgang Becker aus Duisburg begann 1987 als Autodidakt Handmades herzustellen.
Angetrieben wurde er durch den Wunsch Pfeife zu rauchen und durch einen Bericht im Pipe Club über Lars Ivarsson, dessen Pfeifen er bei Peter Heinrichs in Köln bewundert hat, die für ihn jedoch unbezahlbar waren.
Seit Mitte der 90er Jahre vertreibt er seine Pfeifen professionell. Hilfe und Unterstützung bekam er von Klaus Hahn, einem älteren Pfeifenmacher ebenfalls aus Duisburg.
Die Jahresproduktion beträgt zwischen 60 bis 80 Pfeifen pro Jahr.
Wolfgang Becker verwendet für seine Pfeifen nur Plateau-Ware, die er selber vor Ort aussucht. Die Oberflächen sind sandgestrahlt oder glatt. Rustizieren lehnt er ab.
Die glatten Oberflächen bekommen eine braune, rötliche, orangefarbene oder auch eine golden contrast Beizung. Als Applikation verwendet er hin und wieder Horn, Buchsbaum oder auch Mammut-Elfenbein, jedoch nie Silber oder Kunststoff.
Die Mundstücke werden alle von Hand aus Parakautschuk hergestellt. 90 Prozent seiner Pfeifen haben eine Normalbohrung. Bei den wenigen Mundstücken mit Filterbohrung wird kein Nylonzapfen verwendet, sondern es wird aus dem vollen Material herausgearbeitet.
Die Formen seiner Pfeifen sind häufig an sein großes Vorbild, Lars Ivarsson angelehnt.
Die Graduierung verläuft in aufsteigender Reihenfolge von 1 bis 9. Darüber gibt es noch die absoluten Top-Stücke mit einer Buchstabenkennzeichnung aufsteigend von A - G.
Auf der Unterseite des Holmes stempelt Wolfgang Becker seinen Namen kreisförmig ein. In der Mitte dieses Kreises steht der jeweilige Grade.
Die Preise für Pfeifen von Wolfgang Becker beginnen bei 180,- Euro. Hierfür bekommt eine Pfeife, die von den Raucheigenschaften und vom Design her, meiner Meinung zu den Top-Five in Deutschland gehören.
Zur Optik seiner Pfeifen läßt sich folgende Anekdote erzählen:
Bei einem Sonntagsbesuch in Niederaußem stopfte ich mir gerade meine Wolfgang Becker, als mich Peter Heinrich ansprach, ob die Pipe von Lars oder Sixten Ivarsson wäre.
Ein größeres Lob aus dem Munde eines anerkannten Fachmannes in Sachen Pfeife, kann es kaum geben.
Links
Bilder
Eine Bamboo, leider ist die Bohrung im Bambus etwas eng....
(Manfred Arenz, 11.02.2009)
Eine Variation des Archetypen "Wespe"
(Manfred Arenz, 20.12.2007)
(Hans-Jürgen Rieger)
Eine sandgestrahlte Becker mit Gradierungstufe 8. Der Holm ist hochkant oval augefÜhrt, trotz der "gewichtigen" Form ist die Pfeife aber bequem im Mund zu halten.
(Manfred Arenz)
Die "Wespe" von Wolfgang Becker.
(Michael Karrengarn)