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Caminetto

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Caminetto

Manfred Arenz

Caminetto ist eine gleichberechtigte Schwester-Marke von Ascorti, beide Marken werden von Roberto Ascorti mit einem kleinen Team von Spezialisten für einzelne Arbeitsgänge in Handarbeit gefertigt. Der Markenname Caminetto wird dabei für mehr an die Klassik angelehnte Modelle verwendet. Gegründet wurde diese Marke vom Vater Robertos, Peppino Ascorti im Jahre 1968. Zwischen 1979 und 1986 war der Markenname blockiert.

Preise

100.- bis 450.- Euro

Markierungen

Caminetto - Handmade - Cuccagio Italy auf dem Holm, zusätzlich codiert: Qualität , Modellnummer und Herstelldatum, auf der Oberseite des Mundstücks: weißer Schnurrbart aus Acryl

Qualitäten (aufsteigend)

rustiziert, sandgestrahlt und glatt, in Braun, Rot und Orange

Kurzbeschreibung

handwerklich sauber gearbeitete Freehands nach klassischen Vorlagen.

Das Mundstück besteht aus hochwertigem Acryl mit excellentem, dünn gearbeitetem Biss und ist mit oder ohne Filter. Manchmal ist der Übergang Holm/Mundstück mit Silber verziert.

Die Pfeifen sind kittfrei und weisen in den höheren Qualitäten eine schöne und gleichmäßige Maserung auf.

Fazit

Die Marke Caminetto gilt zurecht als eine der renommiertesten für klassische italienische Freehands. Der Einstiegspreis für rustizierte Modelle bewegt sich im vernünftigen Rahmen (ca. 125.- Euro).


Hans-Jürgen Rieger

Ein kleiner Zusatz zu dem Review von Manfred Arenz: Die erwähnten Markierungen beziehen sich alle auf Pfeifen aus der Zeit nach 1986. Zunächst wurde eine Codierung in Form eines Kreuzes verwendet. Die zweistellige Ziffer in rechten unteren Feld bezieht sich hierbei auf das Herstellungsjahr wobei die 01 für 1986 steht. Aktuell wird ein Zahlencode verwendet, der in etwa folgendermaßen aussieht: 6-L-19. Die erste Ziffer bezieht sich auf das Grading bzw. auf das Finish. Das höchste Grading ist hierbei die 1. Es werden aber scheinbar alle Zahlen von 0 bis 8 verwendet. In genannten Beispiel handelt es sich um eine sandgestrahlte Pfeife. Der Buchstabe L ist fix. Leider ist mir nicht bekannt, wofür dieses L steht. Die letzten beiden Ziffern beziehen sich wieder auf das Herstellungsjahr, beginnend bei 1986. Die 19 steht also für 2004. Der relativ breite weiße Schnurrbart ist ebenfalls nur auf Pfeifen aus der Zeit nach 1986 zu finden.

Die älteren Caminettos, für die die Gründer Luigi Radice, Peppino Ascorti und Gianni Davoli verantwortlich waren, sind relativ leicht an der Nomenklatur und am Aussehen des Schnurrbarts zu identifizieren. Der Schnurrbart war entweder goldfarben oder weiß, jedoch bedeutend dünner. Er erinnert eher an die Darstellung eine Vogels im Flug als an zwei gegeneinander gestellte Kommas. Auch wurde früher kein Datumscode verwendet. Mir sind 3-stellige Nummern bekannt, die wohl einerseits das Shape als auch die Grading bedeuten und auch einzelne Buchstaben. Auch die Ortsangabe war bei den älteren Pfeifen anders. Damals wurden diese gestempelt mit: Handmade in Italy Cucciago (Co)

(22.10.2004)


Bilder

Die 2.Jahrespfeife des Pipehouse in Koblenz

(Manfred Arenz, 03.09.2009)

Eine sehr schön gemaserte "Moustache" Chimney-Billiard

(Manfred Arenz, 30.12.2008)

8 L 10
Handmade Cucciago Italy

(Martin Östreicher, 22.06.2008)

02 L 21
Handmade Cucciago Italy

(Martin Östreicher, 22.06.2008)

2-L, Caminetto Duemila, 96/500
Handmade Cucciago Italy

(Martin Östreicher, 22.06.2008)

Die Jubiläumspfeife des Pipehouse Koblenz (1933-2008) von Caminetto, eine 1/2 Bent-Egg in der Qualiät "light" mit ein paar Spots und guter Maserung, aber recht günstig zu haben - das Jubiläum Anfang April 2008 macht's möglich

(Manfred Arenz, 22.03.2008)

Im Bild ist eine sehr gelungene Variation einer Bulldog zu sehen.

Die Pfeife ist sehr kompakt gehalten, ein richtiger "Nasenwärmer", mit dennoch recht großem Füllvolumen. Trotzdem raucht sie sich angenehm und nicht zu heiß. Die Oberfläche ist im sogenannten "New-Dear"-Finish: Orange gebeitzt und teilweise tief rustiziert, wobei die geschnitze Struktur mit der Zeit durch Abgriff eine sehr schöne, nußbraune Patina annimmt.

Eine relativ unempfindliche und gemütliche Pfeife für ca. 150.- Euro, die ich immer wieder gerne rauche.

(Manfred Arenz)

Ältere Caminetto aus der Zeit als Luigi Radice, Peppino Ascorti und Gianni Davoli noch für die Pfeifen verantwortlich waren (erkennbar am goldenen schmalen Schnurrbart und an der Nomenklatur).

(Hans-Jürgen Rieger)

Ältere Caminetto aus der Zeit als Luigi Radice, Peppino Ascorti und Gianni Davoli noch für die Pfeifen verantwortlich waren (erkennbar am goldenen schmalen Schnurrbart und an der Nomenklatur).

(Hans-Jürgen Rieger)

Zwei Caminetto-Pfeifen neueren Datums, solide gearbeitete Pfeifen mit einem gewissen "etwas".

(Manfred Arenz)

(Karl-Heinz Krebs)

(Karl-Heinz Krebs)

(Karl-Heinz Krebs)

Eine hübsche Fullbent mit Steckermundstück, welches für Italiener ziemlich schlank dimensioniert ist

(Manfred Arenz)

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