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Tom Eltang

Tom Eltang
Manfred Arenz
Tom Eltang lernte sein Handwerk bei Anne Julie Rasmussen, bei der er mehrere Jahre unter andern Pfeifenmachern auch mit Björn Bengtson arbeitete.
Von Björn (Björn of Sweden) übernahm und perfektionierte er die sogenannte Golden-Contast-Beizung, eine aufwendige Beizmethode, bei der mehrfach die Beize aufgetragen und wieder abgeschliffen wird.
Das Ergebnis ist eine sehr dauerhafte und grifffeste Oberfläche, die Nußbraun mit Goldfarben schimmert.
Preise
ab ca. 250.- Euro
Markierungen
Tom Eltang kreisförmig auf der Holmunterseite
Qualitäten
sandgestrahlt, (selten) Orange, "Golden Contrast".
Selten Zierringe aus Metall am Holm.
Kurzbeschreibung
Freie Formen im dänischen Stil, meist sehr schöne Bird-Eyes Maserung, "Golden Contrast" - Beizung.
Das Mundstück ist aus hochwertigem Kautschuk, ohne Filter.
Tom Eltang-Freehand Pfeifen sind relativ selten, meist arbeitet er für die Firma Stanwell, für welche er Designs entwirft oder das Finish für Pfeifen der obersten Qualität fertigt.
Thomas Schoke
Der dänische Freehand-Künstler Tom Eltang fertig pro Jahr kaum 50 Pfeifen, dementsprechend selten und exklusiv sind seine Werke.
Eltang hat in den 70er Jahren für Anne-Julie Rasmussen gearbeitet. Bei Anne-Julie lernte er den "Golden Contrast" kennen, eine spezielle Form der Kontrastbeizung, die auf "Björn of Sweden" zurückgeht.
Das "Golden Contrast" Beizverfahren benötigt viele Arbeitsgänge und bringt die Maserung des Holzes besonders eindruckvoll zur Geltung.
Eltang perfektionierte dieses Beizverfahren in den folgenden Jahren. Schließlich wurde der "Golden Contrast" beinahe ein Erkennungszeichen für Eltang-Pfeifen.
Tom Eltang gilt als Individualist, der sich keinen Modetendenzen unterwirft. Konsequenterweise fertig Eltang auch keine Filterpfeifen, da er selbst Filter ablehnt.
Verzierungen bringt Eltang an seinen Pfeifen nur sehr selten an, nur ganz wenige Exemplare sind mit einem Silberring ausgestattet.
Signum
Tom Eltang Denmark, kreisförmig auf der Unterseite des Holmes direkt am Mundstück.
Jörg Lehmann
Tom Eltang gehört zu den Pfeifenmachern, dessen Popularität in jüngster Zeit massiv gestiegen ist: Verdientermaßen!
Das Markenzeichen seiner glatten Pfeifen ist die sogenannte "Golden-Kontrast" Färbung, die Tom zur Perfektion fortentwickelt hat.
Auch bei seinen Sandgestrahlten bemüht er sich, wenigstens am polierten Kopfrand diese phantastische Methode anzuwenden. Die Schönheit dieser Methode greift vor allem, wenn man die Pfeife aus der Nähe betrachtet.
Von weitem sehen die Pfeifen manchmal wie ein angebrochener Schokoriegel mit Caramel-Füllung aus, da gefällt mir der "Golden Contrast" von Björn (Björn of Sweden) besser.
Aus der Nähe betrachten führt aber die Färbung von Tom zu überwältigenden Resultaten.
Insbesondere die, auf Toms Pfeifen überaus zahlreich vorhanden scheinenden, Birdeyes springen den Betrachter förmlich an.
Toms wachsende Popularität findet auch in der Verfügbarkeit und im Preis der Pfeifen ihre Entsprechung.
Geht noch Rutzen von maximal 300.- Euro aus, ist heute eine Spitzenpfeife nicht mehr unter 700.- Euro zu haben, wobei man von Glück reden muss, überhaupt eine zu bekommen.
Ein 7-Tage-Set von Tom Eltang in einem massiven (9 kg) Edelholzkoffer ist vor einem Monat für 25.000,- US-Dollar verkauft worden, obwohl es sich bei den 7 Pfeifen eigentlich lediglich um Standard-Shapes handelt.
Die Pfeifen von Tom Eltang sind aber nicht nur schön - eine preiswürdige Alternative stellen die von ihm für Stanwell gefertigten Pfeifen der Serie "Golden Contrast" dar - sondern sie sind allemal vorzüglich gearbeitete, handschmeichelnde Rauchinstrumente, die ihrem Besitzer sicher viel Freude machen.
Als Zierelemente verwendet Tom Eltang Silberringe und - wie im Bild 4 - gelegentlich auch Bambus.
Links
Bilder
Eine "Ramses", dieses Shape bietet schöne Maserungskombinationen !
Die Originalform stammt von Bo Nordh, der Name des Shapes von Uli W.,
welcher bei einem Besuch bei Bo diese Form "irgendwie ägyptisch" fand.
Nur gut, daß nicht Jörg L. mit seiner Assoziation "Urinal" oder
"Weihwasserbecken" zuvor zu Besuch war ;-)
Eltang hat dieses Shape wirklich 1:1 von Bo übernommen - in Würselen hatte ich
die seltene Gelegenheit, "Original" und "Nachbau" nebeneinander zu halten.
(Manfred Arenz, 20.07.2008)
Eine "Sun" gegradete Pfeife mit Bambus-Applikation
(Manfred Arenz, 20.07.2008)
An Eltangs Dublin-Bents habe ich mich satt gesehen, aber diese windschiefe,
der Maserung nachgearbeitete Vulcano-Bent konnte ich nicht mehr aus den
Händen lassen - im (IMO) inflationären Snail-Grade aus 2007,
herrlich leicht und haptisch !
(Manfred Arenz, 03.02.2008)
Eine typische Danish-Freeform im typischen Golden Contast-Finish.
Leider ist diese dünnwandige Pfeife wegen des hohen und schmalen Tabakraums schwer zu Ende zu rauchen.
Sie ist für Curlys mit wenig Aromastoffen reserviert (z.B. 3 Nuns).
Die sehr schöne Maserung (Bird Eyes vorne/hinten) kommt auf dem Photo leider nicht zur Geltung.
(Manfred Arenz)
Diese Dublin Variante von Tom Eltang ist ein filigranes Kunstwerk mit atemberaubenden, engen Straight grain, das rundum sehr gleichmäßig ist. Das Holz hat keine Fehler.
Die Pfeife ist trotz ihre Länge von 14,5 cm extrem leicht, der schmale Silberring bildet einen gelungenen Akzent.
(Thomas Schoke)
Diese Bent-Army mit Rhodesian-Kopf von Tom Eltang ist um 1978 entstanden.
Das Zwischenstück besteht aus Buchsbaum, in das ein Verstärkungsring aus Silber eingearbeitet ist, um zusätzliche Stabilität zu geben.
Solchen filigranen handwerklichen Leistungen sowie seiner Form- und Stilsicherheit verdankt Tom Eltang den Ruf als Pfeifenmacher der Extraklasse.
Das Gewicht der Pfeife ist auffallend niedrig, sie schwebt geradezu zwischen den Lippen.
Die Bird-eye Maserung, die Golden-Contrast-Beizung und die Normalbohrung sind charakteristisch für Pfeifen von Tom Eltang.
(Thomas Schoke)
(Jörg Lehmann)
(Jörg Lehmann)
Ukelele:
Eine Eltang der neueren Linie: eine Bulldog als wäre ein LKW drüber gefahren ...
(Manfred Arenz)
Zwei Bent-Dublins älteren Datums
(Manfred Arenz)
Eine Pfeife, die ich Tom Schoke abkaufte. Für mich eine Tom`s Eltang ;-)
(Manfred Arenz)
Signature, Cutty rustic, Saturn
(Klaus J. Pfeifer)