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Hasso Baudis
Jörg Lehmann
In der Ausgabe 3/81 des Pipe Club wird der damals 26-jährige Hasso Baudis aus Bremen auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft ausführlich gewürdigt.
Die Pfeifen von Hasso Baudis gehören für mich zu den schönsten und perfektesten Pfeifen überhaupt. Die Freehands, die in einer die gesamte Rot-Palette umfassenden, leuchtenden Farbe erstrahlen sind von herausragender Schönheit und auch bei zum Teil stattlicher Größe von spielerischer Eleganz.
Besonders faszinierend ist für mich die Kantenschärfe bei den Übergängen, die vielfach anzutreffenden ovalen Formen des Kopfes und die schöne Verarbeitung des Mundstückes.
Die Pfeifen, die ich je gesehen habe, sind allesamt ohne Filter, die Mundstücke aus Ebonit oder Cumberland. Sie sind sehr leicht und liegen gut in der Hand.
Einige Probleme hatte ich mit dem Einrauchen, da sich hier nur mühsam ein Cake bildete.
Frühe Hasso-Pfeifen sind gestempelt mit "Handmade Hasso Baudis", spätere nur noch mit "Hasso".
Häufig kolportiert wird die Äußerung, daß es Hasso-Pfeife gäbe, bei denen im Stempel das "o" durch einen Brillianten ersetzt worden wäre.
Die Preise für eine Hasso lagen schon Anfang der 80ger Jahre zwischen 800,- und 1500,- DM (400,- bis 750,- Euro), ungerauchte Hassos dürften heute noch höhere Liebhaberpreise erzielen.
Warum Hasso seine Profession aufgab, ist Gegenstand von Spekulationen. Fakt ist, dass schon im Pipe Club 1/83 Robert Mewis als derjenige vorgestellt wird, der Hassos Werkstatt übernommen hat.
Bilder
Eine formal etwas strengere Pot-/Prince-Variation mit ordentlich straight grain
(Manfred Arenz, 03.07.2009)
(Manfred Arenz, 20.12.2007)
(Jörg Lehmann)
(Jörg Lehmann)
Eine typische Hasso Baudis mit Kielschliff.
(Manfred Arenz)