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Klaus Hedwig
Manfred Arenz
Klaus Hedwig begann 2003 sich intensiv mit der Herstellung von Bruyerepfeifen zu beschäftigen
und sich eine Werkstatt in Thüringen einzurichten.
Er hatte das Rauchen eigentlich seit vielen Jahren aufgegeben, bis er zufällig einen
Filmbericht über Karl Joura sah.
Die Sache faszinierte ihn sofort und er begann, wie so viele, einen Hobbyblock zu
beschleifen.
Er suchte damals nicht etwa nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung,
sondern hat wohl alle erdenklichen Möglichkeiten genutzt, um das Handwerk von Grund auf zu erlernen und Materialquellen zu erkunden. So besuchte er in Italien Copeure und traf sich mit Pfeifenmachern.
Wichtige Tips erhielt er u.a. von Rainer Barbi.
Trotz allem kam er nur durch Versuch und Irrtum zum Ziel und selbst das klappte nicht immer, da man es mit einem ganz speziellen Werkstoff zu tun hat.
Fehlstellen kittet er selbstverständlich nicht, sondern versucht, sie zu rustizieren( für Sandstrahlen hat er z.Zt. keine Möglichkeit),
allerdings dann nicht beliebig, sondern auf klar definierten Flächen.
Alles andere wird entsorgt oder dient als Werkstattpfeife.
Mundstücke werden meist aus Ebonitstangen gefertigt, er ist aber auch kein Gegner von Acryl. Was die Formgebung anbelangt, so versucht er sich nicht auf bestimmte Shapes festzulegen und macht alles - von(relativ) klassisch bis freehand.
Natürlich haben ihn besonders dänische Pfeifen beeinflußt, aber auch die Formensprache einiger Japaner liegt ihm sehr.
Grundsätzlich ist er nur dann mit einer Arbeit zufrieden,
wenn sich die Form aus dem natürlichen Verlauf der Maserung entwickeln ließ.
Weiter legt er Wert darauf, daß die Form der Pfeife nicht zur Beeinträchtigung der
Funktionalität führt.
„Was nützt die eleganteste Form, wenn klar ist, dass dies z.B. zu Lasten einer vernünftigen Wandungsstärke gehen muß oder das Teil haptisch unangenehm ist.“
Momentan verwendet er allen Ehrgeiz auf die möglichst perfekte Verarbeitung.
Die Stärke am Biss versucht er möglichst dem Gewicht einer Pfeife anzupassen.
Er geht da immer von seinen eigenen Rauchgewohnheiten aus, die Pfeife viel im Mund zu halten.
Bei leichten Pfeifen geht er in der Stärke bis 3,8 mm runter, bei großen Stücken etwas über
4mm.
Preise
auf Anfrage – ca. 150 – 200 Euro (2007, für glattes Finish).
Markierungen
"K.Hedwig" bogenförmig, darunter „handmade“ auf der Holmunterseite.
Qualitäten
meist helles Finish, Pfeifen mit Fehlstellen im Holz werden teilrustiziert.
Z.T. Applikationen aus Holz, Silber oder Horn.
Mundstücke aus schwefelarmen Ebonit, teilweise auch aus Acryl.
Der Rauchkanalaustritt am Biß ist aufgefächert und rechteckig.
Kurzbeschreibung
Sehr solide verarbeitete Freehands nach meist dänischem Design, Modelle ohne und mit Filter, nicht absolut filigran in der Form, aber ausgezeichnet gefertigt.
(27.06.2007)
Links
Bilder
Eine Dublin mit verspielter Fase am Kopfrand, erinnert mich ein wenig an Bo Nordh....
(Manfred Arenz, 07.03.2009)
Im Bild eine eigenwillige, aber stimmige Pfeife, welche mich an alte GBD`s erinnert.
Die umlaufende Rille am Kopf ist sorgfältig und "scharf" ausgebildet und liegt prima in der Hand.
(Manfred Arenz, 27.06.2007)