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Georg Jensen
Manfred Arenz
Gegründet wurde die Firma von Per Georg Jensen und seiner Frau 1954 in Kopenhagen. Seit den 80ern steht das Unternehmen unter der Leitung der Tochter Lis und des Sohnes, der ebenfalls Per Georg Jensen heißt. Mit ca. 10 Mitarbeitern fertigt Jensen jährlich ein paar tausend Serienpfeifen, mitunter auch manuell fertiggeschliffene Sondereditionen, sowie ab und an eine reine Freehand.
Die Serienpfeifen sind im moderaten Danish-Design gehalten; wie beim "großen Bruder" Stanwell erhält man viel Pfeife für´s Geld.
Das Kitten wird bei Jensen nicht schamlos verschwiegen, fehlerhafte Stellen werden mit einer Mischung aus Kitt und Holzfasern gefüllt, die sehr dauerhaft und unauffällig aussieht.
Das Mundstück besteht seit Mitte der 90er meist aus Acryl, früher gefertigte Pfeifen und einige Spitzenmodelle besitzen noch Ebonitmundstücke.
Für Deutschland werden die meisten Modelle mit 9mm-Kammer gefertigt.
Die Serien-Qualitäten lauten in aufsteigender Reihenfolge:
Danish sand - Achat (ab 1990 Amber)
Red Flame (ab 1990 Red skin)
Sunrise (Orange extra - Starline)
Contrast (Bicolour - Harmony)
Excellent (Masterpiece)
Preise
40,- bis 100,- Euro !!!!!Markierung
Serienbezeichnung + Modellnummer + "Made in Denmark" auf dem Holm,
"GJ" verschränkt in roten Drucklettern auf dem Mundstück
Die Sondereditionen (z.B. Modellreihen Oliver, Royal Navy) sind markiert mit:
Serienbezeichnung + Modellnummer + "Handmade in Denmark" auf dem Holm,
"GJ" verschränkt in weißen Drucklettern auf dem Mundstück
Die Spitzenmodelle tragen keine Serienbezeichnung, jedoch Modellnummern und den Namenszug "Georg Jensen" in kursiver oder Doppelschrift auf dem Holm.
Diese Stücke bilden mit ca. 150,- Euro die Spitze des Angebotes.
Die sehr seltenen, reinen Freehands sind mit "Straight Grain" und einer Abstufung von 1 bis 13 versehen.
In den USA werden die Pfeifen aus Urheberschutz-Gründen nur mit "Jensen" markiert.
Fazit
Eine Georg Jensen ist für das untere bis mittlere Preissegment immer ein guter Kauf, die Modelle sind im Rauch sehr gutmütig und seit Jahrzehnten bewährt. Eine solide und ehrliche Pfeife eben.
Bilder
Im Bild zwei Spitzenmodelle von Jensen:
Oben eine kittfreie Dublin-Halfbent ohne Filter aus den 80ern, mit schönem engem Flame grain und eingelegter Silberplatte im Holm.
Unten eine leicht gebogene Apple mit 9mm Bohrung und Zierring aus Messing/Acryl aus den 90ern.
Beides bewährte "Arbeitstiere", mit denen man sich dennoch sehen lassen kann.
(Manfred Arenz)