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Stanwell

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Stanwell

Thomas Schoke

Die dänische Firma Stanwell ist wohl die größte und bekannteste Pfeifenfabrik der Welt. Pfeifen aus dem Hause Stanwell werden nahezu überall auf der Welt angeboten. Die Jahresproduktion beträgt weit über 100.000 Pfeifen, der größte Teil davon entfällt auf kopiergefräste Massenware der Preiskategorie bis 125,- Euro.

Poul Nielsen gründete die Firma Stanwell 1948, nachdem er bereits einige Jahre als Besitzer eines Sägewerks Erfahrung mit Hölzern aller Art gesammelt hatte. Zur damaligen Zeit galt England als Mekka der Pfeifenraucher und englische Pfeifen und Tabake besaßen den besten Ruf. Um die Absatzchancen seiner Produkte zu verbessern, wählte Poul Nielsen den englisch klingenden Namen "Stanwell". In vielen Büchern ist von "Poul N. Stanwell" die Rede, viele Autoren haben den willkürlich gewählten Namen "Stanwell" mit der Person des Firmengründers in Zusammenhang gebracht. Das Konzept Nielsen's ging auf.

Der englische Firmenname weckte Assoziationen mit den großen britischen Firmen Dunhill, Charatan, GBD und Peterson. Der Absatz florierte und schon die ersten Geschäftsjahre verliefen ausgesprochen erfolgreich.

Einen Großteil seines Erfolges verdankt Stanwell einer simplen aber nichtsdestoweniger genialen Idee. Von den besten und bekanntesten Pfeifenmachern jeder Epoche ließ Poul Nielsen Pfeifenformen entwickeln, die dann auf den Kopierfräsen seiner Firma tausend oder zehntausendfach reproduziert werden konnten. Kosteten handgemachte Pfeifen von Ivarsson, Chonowitsch, Ilsted und anderen Freehandkünstlern jeweils ein kleines Vermögen, konnte Stanwell das entsprechende Modell zum Preis einer Fabrikpfeife auf den Markt bringen und sich dementsprechend große Käuferschichten erschließen.

Schon seit Gründung der Firma Stanwell entwickelte der unvergleichliche Sixten Ivarsson Pfeifenformen für Stanwell und legte damit den Grundstock für den guten Ruf der jungen Firma. Viele von Ivarssons Kreationen sind von zeitloser Eleganz und werden auch heute noch von Stanwell gefertigt.

Es gibt so gut wie keinen "großen" dänischen Pfeifenmacher, der nicht mindestens eine Fasson für Stanwell geschaffen hat. Jeder neue Trend am Markt wurde von Stanwell sofort aufgenommen und einer der besten der Branche wurde beauftragt, ein entsprechendes Pfeifenmodell zu entwerfen. Die Kombination aus individuellem Design und fabrikmäßiger Fertigung verschmolz zu einem Erfolgsrezept, das in der Pfeifenszene seinesgleichen sucht.

Poul Nielsen starb 1982, seitdem gehört die Firma Stanwell zur Rothman's Gruppe.

Das Signet von Stanwell ist der Buchstabe "S" mit einer stilisierten Krone, das je nach Modell oben oder an der linken Seite des Mundstücks angebracht ist. Bei Pfeifen der unteren Qualitätsgruppen ist das Signet weiß, bei der mittleren aus Messing und bei Pfeifen mit makellosen Holz und ansprechender Maserung aus Silber. Diese Qualität ist aber nur selten zu finden und dementsprechend teuer, der weitaus größte Teil der Produktion fällt in die Kategorien "weiß" und "Messing". In der preiswerten "Messingkategorie" sind immer wieder mal kittfreie Spitzenstücke mit Straight Grain Maserung zu finden, die während der fabrikmäßigen Fertigung nicht herausgefischt wurden und als "under-graded" gelten können. So ist es möglich, mit viel Geduld und etwas Glück qualitativ hervorragende und von Spitzendesignern entwickelte Pfeifen zu einem günstigen Preis erwerben zu können.

Für den deutschen Markt produziert Stanwell eine große Kollektion mit 9mm Filterbohrung, in allen anderen Ländern werden fast ausschließlich Pfeifen mit Normalbohrung angeboten.


Shape-Liste

Die folgende Shape-Liste enthät die Shape-Nummern von Stanwell-Pfeifen und die Namen der Pfeifenmacher, die das entsprechende Shape entwickelt haben:
(An weiteren Informationen zur Vervollständigung dieser Liste sind wir sehr interessiert.)

Poul 'Stanwell' Nielsen
Shape Nr.: 32, die erste Stanwell-Pfeife überhaupt, vom Gründer persönlich!

Sixten Ivarsson

Shape Nr.: 06, 11, 15, 17, 19, 25, 30, 37, 62, 63, 63M, 64, 70, 71, 75, 86, 95, 118, 119, 124, 139, 140, 1993

Lars Ivarsson

Shape Nr.: 235

Tom Eltang

Shape Nr.: 125, 126, 129, 131, 135, 136, 137, 138, 164, 177, 180, 181, 190, 204, 208, 209, 210, 211, 212, 213, 232, 1986, 1987, 1987/9, 1988, 1988/9, 1990, 1992, 1996, 1997, 1998, 2000, 2001, 2003

Jess Chonowitsch

Shape Nr.: 141, 142, 143, 144, 145, 146, 147, 148, 156, 157, 158, 159, 161, 162, 163, 166, 167, 168, 169, 171, 172, 217, 1985, 1989, 1991

Poul Winsløw

Shape Nr.: 234, 250

S. Bang

Shape Nr.: 170, 178, 179, 182, 1989

Anne Julie

Shape Nr.: 35, 186

Poul Ilsted

Shape Nr.: 215

(Frank Maiwald: 28.10.2003)
(Update Ulrich Bracht: 14.01.2004)
(Update Klaus Pfeifer: 11.02.2008)
(Update Manfred Arenz: 22.03.2008)
(Update Helmut Schmid: 26.03.2008)


Links


Bilder

Eine Bambus-Billiard - limitierte Edition (300 Exemplare), ohne Filter und schwarz lackiert

(Manfred Arenz, 01.04.2009)

Das Design dieser Calabash-Variante mit einen Zwischenstück aus Brasilhorn stammt von keinem geringeren als Jess Chonowisch. Dieses kittfreie Exemplar mit ordentlicher Maserung kann als "under-graded" gelten und ist mit umgerechnet rund 85,- Euro ein wirklich faires Angebot (gekauft in Dänemark 1999).

(Thomas Schoke)

Stanwell Modelle der Qualität "Silber-S":

Links zwei straight grain Modelle der Jubiläumsreihe, oben rechts ein Modell mit Bambus-Holm, unten rechts eine schwarz gebeizte Apple mit Silberring.

(Manfred Arenz)

Diese Poker wurde von Poul Winslow aus einem Stanwell-Rohling fertig gebeizt und gewachst, dazu mit meinen Initialien versehen. Leider hat sie 3 Kittstellen, aber ansonsten ist sie Klasse gemasert.

(Manfred Arenz)

Eine Stanvell - Tom Eltang-Design; erkennbar an der "Colden Contrast" - Beizung und mit einem Hornring versehen.

(Reimar Goldbach)

Stanwell Zebrano Wikingerform

(Heinz G. Martinek)

Stanwell Poker Silber

(Heinz G. Martinek)

(Karl-Heinz Krebs)

(Karl-Heinz Krebs)

(Karl-Heinz Krebs)

(Karl-Heinz Krebs)

(Karl-Heinz Krebs)

(Karl-Heinz Krebs)

(Karl-Heinz Krebs)

(Karl-Heinz Krebs)

(Karl-Heinz Krebs)

(Karl-Heinz Krebs)

Ein der "1 of 1000"? Auf alle Fälle ein sehr feines Straight Grain und ohne Filter. Stempelung : STANWELL - REGO.No.989-49 - Silver S - Selected Briar - 20

(Hartmut Inerle)

STANWELL FH S1 Superb

(Klaus J. Pfeifer)

STANWELL 882=82 de Luxe RegNr.

(Klaus J. Pfeifer)

STANWELL 601=01 Royal Bark RegNr.

(Klaus J. Pfeifer)

STANWELL Stanwell 542 Old Briar RegNr.

(Klaus J. Pfeifer)

STANWELL 202 Royal Rouge RegNr.

(Klaus J. Pfeifer)

STANWELL 83R 'Giant' Handmade Selected Briar RegNr.

(Klaus J. Pfeifer)

STANWELL FH S3 Superb

(Klaus J. Pfeifer)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

(Arno Vogt)

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