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Stiegler

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Christoph Stiegler

Andreas Rosczich

Vor einigen Tagen hatte ich einen sehr freundlichen Emailkontakt zum Pfeifenmacher Christoph Stiegler. Mit der Bitte, mir eine Billiard anzufertigen wurde ich sehr zuvorkommend aufgenommen. Erfreut durfte ich feststellen, dass es sich bei Christoph um einen noch sehr jungen Menschen Jahrgang 1976 handelt. Nach einer Gold-und Silberschmiedausbildung besitzt er seit 1991 ein eigenes Atelier und seit dieser Zeit fertigt er auch Pfeifen. Da er damit leider noch nicht seinen Lebensunterhalt für Familie inklusive seiner Zwillingskinder bestreiten kann, fertigt er die Pfeifenunikate in seiner Freizeit. Damit kommt er auf etwa 30 fertige Pfeifen pro Jahr. Er hasst Zeitdruck und liebt die Perfektion. Dies durfte ich beim Erwerb meiner ersten Pfeife erleben. Der Zeichenentwurf aus Kreide, der Vorfreude aufkommen ließ, sein Logo, der biogegerbte Lederpfeifenbeutel und dann endlich die Pfeife selbst. Über die perfekte Raucheigenschaft von Pfeifen kann und wird ja lange und viel diskutiert, aber mit dieser Pfeife durfte ich es erleben. Von der Natürlichkeit der Pfeife war ich sofort eingenommen und die Natur ist es auch, von der sich Christoph leiten lässt. In meinem Fall kam zwar keine perfekte Straight Grain heraus, dass ist ihm aber schon oft genug geglückt. Derzeit gibt es noch keine Internetpräsenz, was sich aber noch ändern kann. Hier erleben wir sicher einen der talentiertesten Pfeifenmacher und ich kann nur hoffen, dass der Erfolg es ihm ermöglicht, häufiger Pfeifen zu fertigen.

(01.05.2005)


Peter Wallner

Ich habe Christoph Stiegler vor drei Jahren als einen jungen vielversprechenden Pfeifenmacher kennengelernt. Seine Pfeifen haben mich auf Anhieb begeistert. Sein Ehrgeiz kompromisslos perfekte Rauchgeräte herzustellen hat dazu geführt, dass seine Unikate mittlerweile den allerhöchsten Ansprüchen genügen. Wie jeder gute Künstler ist auch er niemals mit dem Erreichten zufrieden. Gemessen an seinen neuesten Pfeifen scheint eine Steigerung kaum vorstellbar.

Ich besitze einige Stiegler-Pfeifen, die seinen Werdegang gut dokumentieren. Er hat seinen eigenen Stil ohne sich jemals zu sehr an anderen Pfeifenmachern orientiert zu haben. Egal welche Form (er ist genauso in der Klassik wie im Freehandbereich zu Hause) - es ist immer unverkennbar eine "Stiegler". Die Raucheigenschaften sind perfekt, die Bohrung sowie das Finish jeder Pfeife mit höchster Präzision gearbeitet. Das Endresultat, die bestmögliche Maserung unter Verwendung der idealen Beize zu erreichen, ist durchaus mit "Bang"-Pfeifen zu vergleichen. Als Mundstückmaterial bevorzuge ich Kautschuk; selbverständlich ist auch Acryl möglich. Seine Bisse sind absolut am Limit und immer angenehm im Mund zu halten. Selbst bei größeren Pfeifen (5 - 6cm Kopfhöhe, 15cm Länge) hält er das Gesamtgewicht um die 45 Gramm.

Christoph Stiegler verwendet viele Materialien für Applikationen: Edelhölzer, Elfenbein, Horn, Bambus sowie die extrem seltene Madagaskarwurzel. Nie jedoch wird eine seiner Pfeifen ein Metallring zieren. Sicher ist, dass er eine seiner Pfeifen erst aus der Hand gibt, wenn er 100-prozentig mit dem Ergebnis zufrieden ist. Perfektion pur.

Weitere Informationen unter www.c-stiegler.at.

(13.04.2006)


Christian Zach

Seit nunmehr zwanzig Jahren rauche ich mit Genuss Pfeife; vor mehr als fünfzehn Jahren hat mich auch die Sammelleidenschaft gepackt. Printmedien und Internet liefern immer wieder wertvolle Tipps und Hinweise über Pfeifenmacher.

Im Sommer des vergangenen Jahres habe ich in einer Salzburger Zeitung einen Bericht über den jungen Christoph Stiegler gelesen. Über die angegebene Telefonnummer war rasch der erste Kontakt hergestellt. Das Kennenlernen fand in Wien statt. Über die vorgezeigten Pfeifen konnte ich nur staunen – perfekte Bohrung, gutes Holz und perfekte Bearbeitung. Der Entschluss, eine „Stiegler“ zu erwerben, war schnell gefasst. Doch es sollte eine „persönliche“ Anfertigung werden. An Ort und Stelle wurde der Entwurf skizziert.

Wenige Wochen später war meine erste „Stiegler“ fertig … ich konnte eine nahezu pefekte „Straight Grain“ in Händen halten. In der Folge war meine Neugier geweckt und ich wollte den Geburtsort meiner Pfeife sehen. Nach Terminvereinbarung bin ich in die Nähe von Amstetten (Niederösterreich) gefahren. In einer eher kleinen Werkstatt werkte Christoph Stiegler umgeben von einer Menge Bruyereplateaus, Mundstückmaterialien, Edelhölzern, Horn und Elfenbein für Applikationen.

Beim Zusehen entstand der Wunsch, unter der Anleitung eines Fachmannes auch ein eigenes Unikat zu fertigen. Christoph war sehr geduldig, stand mit Rat und Tat zur Seite und verriet mir auch einige Tricks. So entstand mein Erstlingswerk. Es war natürlich weit von der Meisterklasse einer „Stiegler“ entfernt. Ich hoffe, dass Christoph seinen Plan zur Abhaltung von Pfeifenbau-Seminaren bald realisieren kann.

In der Zwischenzeit habe ich in meiner Sammlung (die bereits über 250 Pfeifen beinhaltet – die jedoch keine Schauobjekte sind, sondern tatsächlich geraucht werden) einige Stiegler-Pfeifen. Durch die optimalen Raucheigenschaften verbunden mit dem sehr ausgewogenen geringen Gewicht sowie die zum Teil nicht alltäglichen Formen sind diese Pfeifen zu meinen Lieblingen geworden.

Ich wünsche Christoph Stiegler, dass er in Zukunft mehr Zeit für die Herstellung von Pfeifen haben kann. Mir wünsche ich, dass Christoph seine Perfektion und Qualität seiner Arbeit beibehält – möglichst viele Pfeifenraucher sollten eine „Stiegler“ genießen können. Nicht verschweigen möchte ich, dass diese Perfektion auch seinen Preis hat. Der Gegenwert ist aber mehr als fair.

(11.05.2006)


Bilder

(Andreas Rosczich)

(Peter Wallner)

(Peter Wallner)

(Peter Wallner)

(Peter Wallner)

(Peter Wallner)

(Christian Zach)

(Christian Zach)

(Christian Zach)

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