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Tsuge

Tsuge
Thomas Schoke
Die Firma Tsuge ist ein traditionsreiches japanisches Familienunternehmen.
Vor dem zweiten Weltkrieg stellte Tsuge Zigarettenspitzen her, etwa 1949 begann die Produktion von Pfeifen. Viele Jahre lang produzierte Tsuge nur Pfeifen aus Kirschbaumholz und traditionelle japanische Pfeifen mit Metallkopf.
Da das Unternehmen im ostasiatischen Raum fast keine Konkurrenz hatte, expandierte man schnell und wurde zu einem der größten Pfeifenhersteller der Welt.
Tsuge fertig seit jeher eine große Menge seiner Produkte fabrikmäßig, also mit der Kopierfräse.
Diese Pfeifen haben in der Regel nur durchschnittliche Fabrikqualität und liegen preislich etwa auf dem Niveau von Stanwell (siehe rechtes Bild).
Für den Massenmarkt werden jährlich rund 30.000 Pfeifen hergestellt. Serien maschinell gefertigte Pfeifen heißen "Yamato", "Asakusa", "Sakura" oder "Azuma".
Zwischen 1960 und 1970 schickte Tsuge besonders begabte Mitarbeiter zur Fortbildung nach Dänemark, wo sie die Herstellung von Freehandpfeifen von der Pike auf erlernten.
Seit dieser Zeit gibt es jedes Jahr eine kleine Kollektion handgefertigter Freehands von herausragender Qualität. Diese Handmades tragen den Namen "Ikebana", von denen nur zwischen 50 und 300 Exemplare pro Jahr gefertigt werden. Sowohl die Schönheit des verwendeten Bruyereholzes wie auch die handwerkliche Qualität sind legendär - die Preise ebenfalls!
Als Sammlerobjekt spielen nur die Ikebana's eine Rolle. Die Preise für Ikebana's der Qualitätsgruppe "A" beginnen bei etwa 600,- Euro, besonders große Exemplare der Qualitätsstufe "D" können locker im fünfstelligen Preisbereich liegen.
Signum
Tsuge (outlined) - Ikebana - Gradierung - Made in Japan - Seriennumer, manchmal Herstellungsjahr
Grades:
von "A" alphabetisch aufsteigend, höchste Qualität vermutlich "D" - eine "E" habe ich bisher noch nie gesehen.
Filter
keine
Laut Andreas von Estervals Pipehouse auf Facebook verstarb Kyoichiro Tsuge, Gründer von TSUGE-Pfeifen, am 2. November 2010 im Alter von 99 Jahren.
(09.12.2010)
Marcus Jacob
Laut Katalog gibt es heute die folgenden Grades:
A AB B BC C CD D DE F G H I J K L M N O P Q R S T U V
(01.08.2004)
Links
Bilder
Eine Ikebana neueren Datums, ohne Gradierung mittlerweile.
Die Form ist gekonnt Jess Chonowitsch abgeguckt....
(Manfred Arenz, 19.07.2009)
Seit einiger Zeit werden die Ikebana's nicht mehr mit Buchstaben gradiert,
hier eine neuere Ikebana in Form eines Bootes
(Manfred Arenz, 20.07.2008)
Ikebana D, 1979
(Manfred Arenz, 20.12.2007)
Die abgebildete Tsuge Ikebana Grade "C" kam 1979 oder 1980 nach Deutschland.
Die eigenwillige Form ist charakteristisch für Spitzenprodukte aus dem Hause Tsuge. Der Preis einer Ikebana "C" beträgt auch bei gerauchten Exemplaren einige tausend Mark.
(Thomas Schoke)
4 Variationen einer Rhodesian, Serienmodelle der Qualität "kaga gold" mit rotem Punkt auf dem Mundstück
(Heinz G. Martinek)
(Heinz G. Martinek)
Im Bild eine Ikebana D aus dem Jahre 1978 als die Gradierung noch nicht so inflationäär hoch ging. Typisch dänishes Design im Stile Chonowitschs.
(Manfred Arenz)