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David A. Wagner ("baff")
Peter Wallner
DI David A. Wagner, ein 37-jähriger Oberösterreicher, hat sich vor rund 7 Jahren dem Pfeifenbau verschrieben. Unter seinem Spitznamen "baff" fertigt er preiswerte Rauchgeräte mit sehr guten Raucheigenschaften. Gelernt hat er von Rainer Barbi, Franz von Matt und Josef Prammer. Die Formen gehen von klassisch-elegant bis zur Freehand mit aufwendigen Applikationen.
Ich selbst besitze drei baff-Pfeifen ohne Filter. Sie haben großzügige Bohrungen und damit einen guten Durchzug, der Putzer läßt sich problemlos bis zum Zugloch einführen. Den drei Freehands ist ein schönes Flamegrain gemeinsam, sie sind nur wenig gebeizt und wachspoliert. Mit einem Gewicht zwischen 40 g und 50 g lassen sie sich leicht im Mund halten. Das Holz aus Kalabrien schmeckt außerordentlich gut. Es sind gemütliche und robuste Pfeifen, die man immer wieder gerne zur Hand nimmt.
Anzumerken wäre noch, dass die Filterpfeifen Acrylmundstücke aufweisen, die filterlosen hingegen Kautschuk oder Cumberland und sie sind garantiert kittfrei. Die Preise bei sandgestrahlten Modellen liegen bei etwa Euro 150.--, glatte Ausführungen sind um etwa Euro 200.-- bis Euro 320.-- zu haben. Auf der rechten Holmseite der Pfeifen ist "baff" eingraviert.
Alles in allem sehr viel Pfeife und Rauchgenuss zu einem guten Preis. Nähere Infos unter http://www.baff.cc
(23.01.2006)
Christian Zach
Durch das Internet wurde ich auf David A. Wagner („baff“) aufmerksam. Nach einer Terminvereinbarung folgte der erste Besuch in seiner Werkstatt. Diese liegt in Reindlmühl im Salzkammergut (Oberösterreich). In dieser sehr idyllischen Landschaft steht neben einem Bach eine kleine Holzhütte, in der die Werkstatt untergebracht ist. Von außen eher unscheinbar, verbergen sich im Inneren neben Drehbank, Bandschleifer etc auch ein Sandstrahlgerät sowie zahlreiche Plateaus, Bambus, Edelhölzer und Mundstückmaterialien. David fertigt jedes Mundstück aus Stangenmaterial und verwendet keine vorgefertigten Rohlinge.
Bei den Hölzern bevorzugt David jene aus Kalabrien.
Meine erste „baff“ wurde am Ort der Entstehung eingeraucht. Es ist eine sandgestrahlte Canadian, die trotz der Länge auf Grund des geringen Gewichtes sehr gut im Mund zu halten ist. Der Zug ist optimal und während der Brenndauer von knapp 2,5 Stunden wurde die Pfeife nie heiß.
Die ausgestellten Pfeifen (mit und ohne Filter) bestachen alle durch das geringe Gewicht und die sehr saubere und genaue Verarbeitung. Besonders gut gefallen hat mir die „Panel 4“; die Bestellung vor Ort war schnell beschlossen.
Die Begeisterung über die Raucheigenschaften der Canadian hat mich dazu verleitet, die „Löffelpfeife“ zu erstehen. Dahinter verbirgt sich eine sehr gut in der Hand liegende sandgestrahlte Pfeife, die zusätzlich noch gebürstet wurde. Das Mundstück aus Cumberland ist ebenfalls zu erwähnen. Trotz aller Behandlung ist die Maserung noch sehr gut sichtbar. Optisch eine etwas wuchtigere Erscheinung, die aber trotzdem sehr leicht ist. Der Rauchgenuss steht dem der Canadian überhaupt nicht nach – dies spricht für die gleichmäßige Spitzenqualität der Erzeugnisse von David.
Um all jenen, die neugierig geworden sind, meine zwei „baff“ zu präsentieren, habe ich Bilder angefügt. Optisch kann ich aber den Rauchgenuss leider nicht darstellen. Da kann ich nur den Selbsttest empfehlen!
Wer die Gelegenheit hat, sollte David Wagner einmal persönlich kennen lernen. Wem dies nicht möglich ist, dem sei die Homepage empfohlen.
(20.06.2006)
Bilder
Eine Poker mit längerem Holm und Fishtail-Mundstück von baff
(Manfred Arenz, 08.08.2010)
(Peter Wallner)
(Peter Wallner)
(Peter Wallner)
(Christian Zach)
(Christian Zach)
Die beim Besuch bei David Wagner bestellte Panel 4 war fertig. Also war es Zeit wieder nach Reindlmühl zu fahren. Die von David präsentierte Pfeife lag auf Anhieb sehr angenehm in der Hand. Nach einer eingehenden näheren Betrachtung (Maserung, Bohrung, Holz, etc) folgte das erste Rauchopfer. Der Marlin Flake schien mir der richtige Tabak für diese Kopfgröße. Ich kann nur sagen: es war ein Genuß!! Trotz der optischen Wuchtigkeit ist die Pfeife relativ leicht und daher auch gut im Mund zu halten (unterstützt wird dies durch das gebogene Mundstück aus Cumberland).
(Christian Zach, 20.11.2006)
Da ich schon am Ort der Entstehung der war und ich immer wieder neugierig bin, was David aus seinen gut abgelagerten Hölzern macht, schaute ich mir weitere Pfeifen an. Dabei blieb mein Blick bei der Schaukelpfeife hängen. Zuerst etwas skeptisch, ob das Stück nicht umfällt, begann ich auf dem Tisch etwas zu spielen. Tatsächlich schaukelte und drehte sich die Pfeife (noch ohne Tabak). Ich wollte es dann genau wissen – also kaufte ich das Stück und füllte den Kopf mit Tabak. Da war ich schon erstaunt, dass in den optisch nicht groß wirkenden Tabakraum eine Menge „Brennstoff“ hineinging. Auch mit der Füllung blieben die Schaukeleigenschaften erhalten. Mit gefällt an dieser Pfeife besonders gut, dass der Kopf glatt, der Holm aber sandgestrahlt ist.
Für beide Pfeifen kann ich sagen, dass die Verarbeitung und die Raucheigenschaften wieder ganz typisch „baff“ sind.
(Christian Zach, 20.11.2006)