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Jack Weinberger
Martin Reck
Jack Weinberger begann in den Sechzigern mit der Pfeifenmacherei. Er dürfte einer der ersten Einzelstückhersteller überhaupt in den USA gewesen sein, und für seine dänisch inspirierten, sehr leichten (und leichthändig geformten) Pfeifen fand er bald reißenden Absatz. In den USA genießt er den Ruf des "King of freehand pipes". In den späten Siebzigern gab er die Pfeifenmacherei auf; zuvor hatte er Mark Tinsky und Curt Rollar ausgebildet, die später zusammen die "American Pipe Company" gründeten und Weinbergers Freehand-Tradition fortführten.
Weinberger war Maserungsfanatiker und Perfektionist. So weit ich weiß, hat er ausschließlich glatte Pfeifen gemacht; war eine Kantel nicht gut genug oder zeigte im Verlauf der Fertigung zu viele Spots, landete die halbfertige Pfeife im Ofen. Beize war verpönt; ausschließlich die perfekt hergestellte, mit Carnauba auf Hochglanz polierte Oberfläche und die Maserung sollten die Wirkung der Pfeife "rüberbringen".
Ein Grading gab es nicht. Seine Pfeifen wurden ausschließlich mit einem kleinen Stempel versehen, der aus seinen ineinander verschlungenen Initialen ("JHW") in Schreibschrift bestand. Über die Preise, die er verlangte, ist mir ebenfalls nichts bekannt. Heute sind seine Pfeifen in den USA gesuchte Sammlerstücke; gerauchte, gute Exemplare erzielen zwischen 100 und 180 Dollar, während die raren, ungerauchten Stücke kaum unter 250 Dollar zu bekommen sind.
(10.01.2005)
Bilder
(Martin Reck)