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Admirals Flake Vanilla

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Borkum Riff Admirals Flake Vanilla

(Pfeifentabak)

Markenname:Borkum Riff
Hersteller:Made in Denmark for Swedish Match
Mischung:Burley, Kentucky
Schnittbreite:Flake
Typ:aromatisiert
Flavour:Vanille
Stärke:medium
Verpackung:50 Gramm Dose
Preis:8,00 Euro

Alex Neumann

Zunächst einmal die Herstellerprosa (geklaut von Estatepipes.de, die Dose selber schweigt sich da aus): ''Traditionelle Tabakkunst neu interpretiert. Borkum Riff weiß, wie man das Beste aus Tabak macht, denn nur die besten Meister dürfen an den Tabakmischungen arbeiten. Die maritim angehauchte Marke zählt zu den meist verkauften Tabaken aller Zeiten und wird in über 100 Ländern weltweit geraucht. Für erfahrene Pfeifenraucher, die einen geschmackvollen und aromatischen Pfeifentabak der etwas anderen Art suchen, wurde eigens Borkum Riff Admiral's Flake in den beliebtesten Varianten Vanilla und Cherry geschaffen. Flake ist zwar eine alte Art des Tabakschnittes, aber wie viele traditionelle Produkte erlebt auch der Flake seine Renaissance. Kentucky- und Burleytabake werden hier zu 1,5 mm dünnen Scheiben gepresst und ergeben ein marmorartiges Muster in den Schattierungen hellgelb über braun bis hin zu schwarz. Das kompakte Format ermöglicht das Stopfen der Pfeife mit nur einer Hand. Um die Brennzeit der langsam brennenden Flakes zu verlängern, kann je nach Geschmack und Vorliebe eine Standardmischung hinzugefügt werden. Die Borkum Riff Admiral Flakes sind in den Varianten Vanilla und Cherry zu 8 Euro in einer ansprechenden 50 g-Dose erhältlich.''

Nun ja, maritim sieht sie schon aus die Dose, Zumindest der obere Teil ist in maritimen Blau gehalten und Admiral klingt ja auch sehr nach Seefahrt. Da ein ordentlicher Seebär, der es bis zum Admiral gebracht hat, bekanntlich weder Tod noch Teufel fürchtet, wirkt der obligatorische "Nichtraucher leben nicht länger aber sterben gesünder" Hinweis der EU-Gesundheitsminister darunter ziemlich deplaziert.

Öffnet man die Dose und klappt das goldfarbige Papier (wohl eine Homage an die "Kolbenringe" die ein Admiral am Ärmel trägt) beiseite, sieht man auf den ersten Blick, das auf dem Schiff Ordnung herrscht: Zwei Stapel akkurat geschnittener Flakescheiben in überwiegend dunkler Farbe gehalten mit wenigen hellen Fasern dazwischen erfreuen das Auge des zukünftigen Admirals-Raucher. Nicht ganz so ordentlich ist das Geruchsbild. Die Vanille ist gut zu riechen, da kann sich der Tabak nicht so leicht durchsetzen. Im Hintergrund erschnuppere ich aber noch was künstliches, erinnert mich ein wenig an Backpulver. Vielleicht hat man zum aromatisieren eine Vanille-Kipferl Backmischung verwendet.

Zum Stopfen: Da der Tabak für einen Flake recht trocken ist kleben die Scheiben nicht aneinander, so das man die benötigte Anzahl problemlos entnehmen kann. Knick-Falt-Reinschraub ist zwar möglich, mir hat der Tabak aber besser geschmeckt wenn ich ihn fein aufgerubbelt in die Pfeife eingebracht habe. Zum Anfeuern reichen zwei Streichhölzer und danach glimmt der Tabak bis zum letzten Krümel. Gelegentliches Nachstopfen vorausgesetzt ist ein Nachfeuern nicht erforderlich selbst wenn man nicht permanent an der Pfeife zieht. Was man auch nicht vergessen darf, ist ein Pfeifenreiniger. Trotz der für Flakes geringen Feuchte entwickelt sich etwas Kondensat das gelegentlich aufgesaugt werden sollte.

Im Rauch ist die Vanille gut zu schmecken. Heißrauchen bestraft der Admiral sofort, zum einen tritt dann das "Backpulveraroma" zu Tage und zum zweiten wird er dann auch etwas bissig zur Zunge. Ist aber kein Problem, lässt man den Ofen ein wenig abkühlen, beruhigt sich der Admiral wieder und die gemütliche Seefahrt kann weitergehen. Im letzten Drittel der Pfeife tritt die Vanille etwas in den Hintergrund und die Würze des Tabaks macht sich bemerkbar. Auch nicht schlecht.

Den Nikotingehalt empfinde ich als angenehm. Endlich mal ein Aromat, bei dem ich, als jemand der eher zu starkem Tobak neigt, nicht das Gefühl habe, da kommt nur heiße aromatisierte Luft aus dem Mundstück.

Die Raumnote ist, wie bei den meisten Vanille-Aromaten, ein Nasenschmeichler und wird von den Mitrauchern als angenehm empfunden. Als ob eine Schüssel voll Vanillepudding gerade am Abkühlen ist.

Fazit:
Ein Offizier und Gentleman. Auch wenn ich bei der Vorstellung, das ein Admiral mitten im Gefecht auf der Brücke seines Flagschiffes Vanilleschwaden verbreitet, ein wenig grinsen muss. Andererseits: Die Marine nimmt heute ja auch Frauen, da ist das vielleicht gar nicht so unpassend.

(01.12.2005)

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