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African Dream Exotic Mixture

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Orlik African Dream Exotic Mixture

(Pfeifentabak)

Markenname:Orlik
Hersteller:Orlik
Mischung:Virginia, Burley
Schnittbreite:2mm (RR), Wildcut
Typ:aromatisiert
Stärke:leicht
Verpackung:50gr Pouch /100gr Dose
Preis:12,50/21,00 DM

Rolf Öttking

Die Beurteilung erfolgt anhand des Inhaltes einer 100gr Hochdose. Der vollständige Name des Tabaks lautet "African Dream Exotic Mixture". Die Aufschrift der ausgezeichnet schließenden, ocker- roten Dose lautet: "A.D. ist eine Mischung aus vollreifem, mildem afrikanischen Virginia und geröstetem dark- fired Burley. Zu Platten gepresst, reifen diese Tabake und entwickeln dabei ihr feines natürliches Aroma. Die Platten werden anschließend geschnitten, aufgerieben und mit orangefabenem Virginia vermischt." Des weiteren noch etwas Reklame-Blabla.
Das Tabakbild beim Öffnen der Dose entspricht den Erwartungen. Ready Rubbed- Anteile (ca.80%) von mittel- bis dunkelbrauner Farbe, durchsetzt mit hellbraunen Blatt-Teilen. Der Duft, der sich entwickelt, ist eine Mischung aus würzig- blumig- süßlich- tabakig. Ein wenig Vanille, Blumendüfte und nussige Aromen steigen auf, allerdings ist keine vorherrschend. Der Tabak fühlt sich ein wenig trocken an, ist ausgezeichnet konditioniert und bleibt es dank der dichten Dose, er kann ohne Schwierigkeiten gestopft werden und glimmt willig.
Beim Anzünden entwickelt sich ein dezenter Tabakgeschmack mit einer unterschwelligen blumig- seifigen Note, die sich ersten Drittel in den Hintergrund tritt, dafür kommen andere Aromen hinzu: Vanille-Schoko- Nuß- Aromen, allerdings nicht von Langnese, sondern nur wenig süß. Den Tabakgeschmack würde ich in die Verwandtschaft zu Larsen No. 50 stellen, vielleicht dezenter und weniger nuancenreich, aber vorhanden. Interessanterweise besitzt der Tabak hier eine geringe Schärfe (vielleicht vom Virginia), die sich im Verlauf der Füllung (u.U. durch Gewöhnung) dann verliert. Im mittleren und letzten Drittel sind die letztgenannten Aromen etwas deutlicher mit Entwicklung zur Herbe, allerdings nicht vordergründig. Der Geschmack und die Raumnote sind zu keinem Zeitpunkt aufdringlich, eher ist es ein williger "Arbeitstabak", der, ohne große Aufmerksamkeit zu verlangen, ruhig dahinglimmt. Man sollte allerdings nicht vergessen, zu ziehen, da beim Wiederanzünden nach zu langer Zeit, und wenn die Hälfte der Füllung überschritten ist, der Tabak eine leichte Neigung zur Bitterkeit zeigt, zusammen mit dem unaufdringlichen Tabakgeschmack kann diese das Vergnügen schmälern. Es ist mir passiert, dass ich im Eifer der Arbeit nicht einmal gemerkt habe, dass meine Pfeifenfüllung am Ende angelangt war, mit wenigen Tabakkrümeln und mittelgrauer, trockener Asche in der Pfeife.
Ich habe stets AKF-Filter benutzt, diese bleiben recht trocken, in einer Pfeife, die leider reichlich Kitt in sich trägt (Bruyére Auslese steht drauf, "Ausschuß" wäre passender). Diese Pfeife ist recht gut auf den Tabak eingestimmt und beide zusammen geben eine gute, leichte Vorstellung ohne irgendwelche Kapriolen.

Fazit:
Ein unspektakulärer Tabak, Anfänger- geeignet und in der Handhabung unkompliziert. Wegen seiner dezenten Art ist er einer meiner Arbeitstabake geworden, von der Stärke (leicht mit Tendenz zu leicht- medium) her am Vormittag zu rauchen. Er beansprucht wenig Aufmerksamkeit und kann auch gut verwendet werden, um Pfeifen einzurauchen. Allerdings: ich glaube nicht, dass Hemingway, der auf der Dose genannt wird, einem derart leichten Tabak seine Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Aber ich bin ja auch kein Kriegsberichterstatter, Stierkämpfer, Großwildjäger oder Literaturnobelpreisträger, darum: recht empfehlenswert.
Getränkeempfehlung: Schwarztee mit Kokos-Schoko- Aromatisierung.


Wolf-Rüdiger Jürgens

Kurz nachdem ich d.a.f.t. entdeckt hatte, stieß ich in einem Tabakgeschäft durch einen Lesefehler meinerseits auf den African Dream. Ich hatte African als American interpretiert ;-). Da ich noch keinen amerikanischen (außer Lincoln) Tabak kannte, wollte ich unbedingt einen amerikanischen Tabak rauchen. Nun daraus wurde nichts, es blieb beim afrikanischen. Der Werbetext ist sehr vollmundig, nun man weiß ja was man davon zu halten hat. Wenigsten macht er Angaben zu den verwendeten Tabaken. Der African Dream besteht aus gepresstem und wieder aufgelockertem Virginia, genauso behandeltem Burley der aber zusätzlich geröstet wurde. Um das Mischungsbild zu beleben wird er zusätzlich mit gerissenem hellen Virginia vermischt. Genauso sieht er auch aus, grobe Flakestücken von sehr dunkelbrauner Farbe, durchsetzt mit hellem Virginia.
Nach dem Öffnen der Dose kommt einem ein sehr süßer dunkler Geruch entgegen, Tabak mit Vanille. Aber nicht dieses helle Vanilla-Aroma wie es im Sweet Vanilla Honeydew Verwendung findet, sondern ein Geruch der mehr an Gebackenes erinnert. Den Geruch finde ich persönlich sehr angenehm. Da der African Dream recht grob ist, rauche ich ihn nur in großen bis sehr großen Köpfen, Stanwell's #15 oder Kallenberg Kugeln. Der Tabak ist flaketypisch etwas härter und sollte etwas zerrieben werden um ihn ohne Luftlöcher stopfen zu können. Auch ist er auf der etwas trockenen Seite, was aber kein Problem darstellt. Das Anzünden ist nach 2-3 Hölzern erledigt, selten braucht man ihn wieder anzuzünden.
Der erste geschmacklich Eindruck ist ganz vielversprechend. Süßer Tabakgeschmack untermalt von Vanille/ Schoko. Auch etwas nussiges ist im Abgang zu entdecken. Der African Dream glimmt ganz hervorragend, ohne die geringste Tendenz zum Heißrauchen. Für mich einer der am kühlsten zu rauchenden Tabake. Die Aufmerksamkeit die er erfordert, beschränkt sich auf gelegentliches Nachstopfen und recht selten, Neuanzünden.
Der Geschmack bleibt die ganze Füllung lang recht konstant, nimmt aber ab der Mitte in der Stärke etwas zu. Die Stärke ist auf der leichten Seite von medium anzusiedeln. Ich habe ihn bis jetzt nur mit AKF geraucht. Zurück bleibt graue Asche, und auch ein wenig harter unverbrannter aber verkohlter Tabak. Die Raumnote ist unaufdringlich süß aber angenehm für die nichtrauchenden Familienmitglieder (sagen sie jedenfalls :) ).

Fazit:
Unter den Aromaten einer der wenigen gekonnten Tabake, qualitativ durchaus vergleichbar mit dem Larsen No.50. Er ist sehr gut als Allday-Smoke geeignet, weil er nur geringe Anforderungen an die Aufmerksamkeit der Pfeifenrauchers stellt. Auch als Einstiegstabak für Umsteiger zur Pfeife ist er gut geeignet.

(10.3.2001)

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