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Akropolis

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Planta Akropolis

(Feinschnitt)

Markenname:Planta
Hersteller:Planta
Mischung:Orient, Viginia
Typ:aromatisiert
Stärke:medium
Verpackung:Runddose 50 g

Gert Müller

Ein neuer Tabak in grauer Dose mit einer Federzeichnung der Akropolis, der Aufschrift "Feinschnitt für Pfeife und Cigarette", einige warme Worte des Gesundheitsministers und das ganze von Planta... na denn..

Wenn man die Dose öffnet, schaut man auf einen, im Plastikbeutel verpackten, hellen Zigarettenfeinschnitt, Schnittbreit ca 0,1 - 0,2 mm. Der Geruch ist, wie man sich Tabak vorstellt, plus eine leichte Süße, aber nicht fruchtig oder karamellig, nur wirklich angenehm süßlich.
Na gut, für Zigaretten dürfte er wohl richtig sein, aber für eine Pfeife.. ? Also nehme ich mal eine meiner kleineren Pfeifen. Eine kleine sandgestrahlte Billiard, die mit "normalem" Pfeifentabak nicht so recht brennen will, soll für dieses Experiment herhalten. Das Stopfen ist wohl etwas gewöhnungsbedürftig, da der Tabak wegen seines feinen Schnitts zum verklumpen neigt, aber mit ein wenig Gefühl ist auch diese Hürde gleich genommen. Das Anzünden ist, wie man sich wohl denken kann, extra easy. Einmal mit dem Feuerzeug drüber und es glimmt.
Ich mach mich auf Heißrauchen und heftiges nikotinstinkendes Gesotter gefasst, wie man es von Zigarettenfeinschnitt in der Pfeife erwarten muss, aber nichts dergleichen. Kühl und leicht süßlich. Dezent VA und Orient, trocken ohne viel Kondensat. Sogar einige testweise schnellere Züge nimmt der Tabak gelassen, ohne seinen Geschmack zu verlieren. Ohne wieder anzuzünden, brennt er doch (relativ) langsam vor sich hin bis zum Boden und hinterlässt eine mittelgraue , trockene Asche.
Dieser Tabak ist nicht herausragend in seinem Geschmack aber auch wirklich nicht schlecht, kein All-Day- Smoke, aber einer, mit denen man seine "sperrigen" Pfeifen, die vielleicht schon seit Jahren ruhen, auf einfache, nicht zu leichte Art, denn leicht ist er nicht der Tabak, wieder reaktivieren kann.

Fazit:
preiswert und doch angenehm und nicht zu leicht. Ich weiß nicht wie er in der Zigarette schmeckt, aber ich könnte mir denken, dass er an Stärke die allgemein üblichen Drehtabake übertrifft aber ohne schwer zu sein. Bin positiv überrascht.

(11.09.2000)


Kevin Logan

Eine neuerliche Korrespondenz in einer englischsprachigen Gruppe zum Thema Orientzigaretten hatte zur Folge, daß mir den "Akropolis" von Planta empfohlen wurde. Ich habe ihn von meinem Händler bestellt, und kann nun berichten.
Der "Akropolis" ist einer typischen 50g Pfeifentabak-Runddose verpackt. Meinem Gesprächspartner zufolge gab es früher eine ganze Reihe von 4-5 Akropolis-Tabaken mit unterschiedlichen Deckelfarben (der beste soll Akropolis Weiss gewesen sein), nun gibt es nur Akropolis mit hellgrauem Etikett. Auf dem Deckel stehen, außer einer Zeichnung von der Akropolis, die Schriftzüge "Feinschnitt für Cigarette und Pfeife" und "Ex Oriente de Luxe". Eine rote Raute mit den Buchstaben "HOB" auf einem stilisierten Tabakblatt ist auch noch drauf - vermutlich der frühere Hersteller. House of Brinkmann? Ich kann nur mutmaßen. Drin, unter dem Deckel, steht die Herstellerbeschreibung: "Eine helle Cigarettenmischung aus sonnengereiften Virginia-Graden und feinen griechischen Orient-Blattspitzen. Der Tabak wird mit etwas original Kentucky-dark-fired gewürzt. Die Mischung entfaltet ein fein-würziges Aroma." Der Tabak selbst ist einer dünnen Plastiktüte verpackt. Eine recht helle Mischung ist das, sehr fein und relativ lang geschitten, weich, mit einem angenehmen Feuchtigkeitsgrad. Das Dosenaroma ist etwas blumig und duftig, eben wie man das auch von naturbelassenen VA/Orient Pfeifentabaken auch kennt. Wer's so genau wissen will: Gedreht habe ich in OCB Blau Papieren ohne Filter. Der Geschmack ist erwartungsgemäß eine Kombination aus Virginia-Süße und das herbere, säuerliche Orient (erinnert mich an Grapefruit). Die kargen Infomationen im Netz über diesen Tabak suggerieren übrigens einen Orientgehalt von 30%. Wohl der Kentucky sorgt für eine sehr befriedigende Stärke, die man bei einer so hellen Mischung nicht unbedingt erwarten würde, und gibt der Mischung etwas Farbe.
Ansonsten raucht er sich mild und sehr bekömmlich.
Der Geschmack ist der (nicht mehr erhältlichen, und von mir vermissten) Senoussi von Reemtsma nicht unähnlich, sogar etwas vielschichtiger. Die Raumnote ist angenehm duftig, und überhaupt nicht "kippenähnlich". Aber irgendwo steht diese schöne Mischung "zwischen den Stühlen" - für einen Pfeifentabak ist er verdächtig billig, der Hinweis auf Zigarettentauglichkeit suggeriert ein Allzweckprodukt für den preisbewußten Verbraucher, der vielleicht sonst "Braniff" raucht, und der ist ja (sorry) vom Massenanbieter Planta. Ein Selberdreher wird auch nicht undedingt einen Zigarettentabak in der unauffälligen Pfeifentabakdose vermuten, und die Dosenaufschrift gibt wenig Aufschluß darüber, um was genau für eine Mischung es sich handelt. Zudem ist er für einen Zigarettentabak mit (neuer Preis) EUR 5,25 etwas teuer, obwohl z. B. "American Spirit" Gramm für Gramm teurer ist. Für mich hat er Platz eins unter den Zigarettentabaken erobert, obwohl ich nun angesichts des Preises vielleicht etwas weniger rauchen sollte. Das "Raucherlebnis" ist jedenfalls beim Akropolis hochwertig, die Zigarette macht auf Grund ihres Geschacks auf sich aufmerksam. Demnächst kommt er auch in die Piep, die "Kirsten" scheint hierfür prädestiniert zu sein.

(18.03.2004)

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