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Amphora Regular Original
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Amphora |
| Hersteller: | Imperial Tobacco Netherlands |
| Mischung: | Virginia / Burley / Oriental / Kentucky |
| Schnittbreite: | ready rubbed Mixture |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Stärke: | leicht |
| Verpackung: | 200g |
Jörg Busack
Das Mischungsbild des Tabaks sieht gut aus. Einheitlich goldbraun - sehr angenehm. Er riecht gut, nur nach Tabak. Aromatisierung ist also nicht zu befürchten. Der Tabak lässt sich leicht anzünden. Ich benötige nur ein Zündholz.
Der Geschmack: Er schmeckt "nur" nach Tabak, was ja eigentlich nichts Schlechtes ist. Ich schmecke hauptsächlich den Burley und die Orientals. Kentucky? - keine Ahnung. Die natürliche Süße des Virginia bleibt im Hintergrund. Der Rauchgenuss bietet keine Höhen, aber auch keine Tiefen.
Der Tabak lässt sich problemlos rauchen. Ich habe ihn nur ohne Filter und in allen Pfeifengrößen geraucht. Er glimmt gleichmäßig und kühl bis zum Ende der Füllung durch.'
Die Raumnote wurde im Allgemeinen wohlwollend aufgenommen.
Fazit:
Amphora Regular ist ein alltagstauglicher Tabak - solide und "ehrlich" zu einem fairen Preis. Besonders geeignet ist er IMO für die Pfeife zwischendurch, aber auch (wegen der gutmütigen Raucheigenschaften) zum Einrauchen von Pfeifen.
(30.09.2000)
Detlev Büscher
Der Amphora Regular ist ein Tabak, den ich vor über zwanzig Jahren kennenlernte und den ich "schon immer" mal wieder rauchen wollte.
Obwohl ich ihn irgendwie interessant und würzig in Erinnerung hatte, ergab sich im Laufe der Jahre kein weiterer Kontakt, bis ich mir endlich mal wieder ein Päckchen ins Regal legte und vor einiger Zeit auch öffnete.
Beim Amphora Regular handelt es sich, wie bei den meisten anderen Amphora-Tabaken, um eine vergleichsweise grob geschnittene Cavendish-Zubereitung, die ein wenig an die Schnittart "ready-rubbed" erinnert. Die Farbe liegt im Bereich mittel- bis dunkelbraun und entspricht damit witzigerweise in etwa der Farbe der Packung.
"Smell this natural flavour..." ist u.a. auf dem Päckchen zu lesen, genauso wie "Honest tobacco in its clearest form." Das läßt natürlich an ein weitgehend naturbelassenes Tabakprodukt denken, doch bereits die erste Schnupperprobe nach dem Öffnen der Aromaversiegelung fördert ein helles, blumiges Aroma zu Tage, das der Aromatisierung des Amphora Full Aroma (rot) ziemlich ähnlich, aber beim Regular lange nicht so deutlich ausgeprägt ist.
Die Stopf- Anzünd- und Raucheigenschaften liegen im Rahmen des Gewohnten. Selbst wenn der Tabak bei langsamem Rauchen mal nach einer Nachzündung bzw. hin und wieder nach ein paar kräftigeren Zügen verlangt, habe ich nicht das Gefühl, dass die Pfeife schwer in Gang zu halten ist.
Der Geschmack des ein wenig auf der Zunge prickelnden Rauches ist überhaupt nicht hell und blumig, das Poucharoma ist hier nicht wiederzufinden. Ein Umstand, den ich durchaus erfreulich finde.
Vielmehr zeichnet sich der Tabak insbesondere während der ersten Halbzeit durch eine salzige, salmiakartige Würze aus, die im Vergleich zu einem würzigen Virginia oder einer wuerzigen Latakiamischung schon fast ein wenig exotisch wirkt. Verwendet man einen Kohlefilter, kommt noch eine süssstoffartige Spitze hinzu, die sich nicht so recht mit dem würzigen Grundgeschmack verbinden will.
Im weiteren Rauchverlauf wird der Geschmack harmonischer und bleibt bis zum Ende der Füllung angenehm, wobei ich die Nikotinstärke eher medium als leicht empfinde.
Die Asche ist stahlgrau, und ähnlich wie beim Amphora Full Aroma bleibt vergleichsweise viel Asche zurück. Die Raumnote ist wohl vordergründig würzig und veranlasst niemanden dazu, empört den Raum zu verlassen. Andererseits lässt sie die freiwilligen oder unfreiwilligen Raumnotentester auch nicht in begeisterte Hochrufe ausbrechen.
Fazit:
Ein verbreiteter und preiswerter Klassiker, der im Vergleich mit anderen Tabaken irgendwie exotisch wirkt. Eindeutig empfehlen möchte ich ihn nicht, dazu erscheint er mir zu speziell.
(01.07.2003)
Ingo Gebert
Übersetzt bedeutet die Beschreibung des Tabaks in etwa:
"Fühlen Sie den glatten, geschnittenen Tabak in Ihrer Hand, sehen Sie seine lebhaften Farben, riechen Sie gehaltvolles Aroma. Können Sie die Aufgeregtheit fühlen, als diese perfekte Mischung von Burley, Oriental, Kentucky und Virginia zum ersten Mal geschaffen wurde? Unser einzigartiger Cavendish-Prozess enthüllt die Charakteristik von dieser Mischung noch weit umfassender. Mild und reif. Ehrlicher Tabak in seiner klarsten Form. Langsam im Abbrand, um Ihr Raucherlebnis auszudehnen. Die Qualität aus zweihundertjähriger Handwerkskunst und Erfahrung."
Die Geruchsprobe lässt mich einen doch stärker aromatisierten Tabak wahrnehmen. Vom Erscheinungsbild kommt der Tabak mit unterschiedlich Fasern in verschiedenen Längen daher, auch kleine Flakestücke kann ich erkennen. Das Kraut lässt sich ohne Problem in Pfeife einbringen, und einmal angezündet, glimmt er dann gutmütig vor sich hin, ohne dass man dem „Regular" groß weitere Aufmerksamkeit schenken muss. Während der ersten Züge meine ich, einen leichtes Bitterschokoladenaroma wahrzunehmen, welches vermutlich von dem Black Cavendish kommt. Aber kurze Zeit danach verschwindet diese Geschmackskomponente, und schmecken kann ich eine nicht zu aufdringliche Süße, und gelegentlich konnte ich auch etwas Tabak erschmecken. Dieses Geschmacksbild hielt dann bis zum Ende der Pfeifenfüllung an.
Fazit:
Daumen waagrecht, ein Tabak denn ich rauchen konnte, wobei aber der Wiederholungsfaktor nicht allzu groß ist...
(15.10.2004)