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Aperitif

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Dunhill Aperitif

(Pfeifentabak)

Markenname:Dunhill
Hersteller:Dunhill
Mischung:Orient, Latakia, Virginia, Black Cavendish
Schnittbreite:1,5 mm breite , längere Fasern
Typ:englisch
Stärke:medium-stark
Verpackung:50 g Dose
Preis:nicht mehr erhältlich

Manfred Arenz

Leider wird der Aperitif seit ungefähr 10 Jahren nicht mehr in Deutschland vertrieben ; Hajo - sei - Dank kam ich noch an eine alte Dose. Aperitif war das "Bindeglied" in der Reihe "Early morning" - "Aperitif" - "Nightcap", diese Einordnung Dunhills ist auch in Geschmack und Stärke des Tabaks nachvollziehbar. Auch nach dieser langen Zeit war der Tabak nach Öffnen der Dose in der richtigen Kondition zum Rauchen , ein klein wenig war auskristallisierter Zucker zu erkennen.

Die Mischung ist dunkelbraun - schwarz, wobei die ursprüngliche Farbe sicher etwas nachgedunkelt ist. Der Duft aus der Dose ist herbwürzig, wie bei einer klassischen Latakiamischung zu erwarten.

Anzünden und Abbrand gehen , wie bei Dunhill üblich , problemlos vonstatten, Rückstände entstehen kaum und die Kondensatbildung ist sehr gering. Der Tabak sollte nicht zu locker gestopft werden, wie es bei aromatisierten Mischungen üblich ist, zu feste Züge werden nach einiger Zeit in Schärfe und Bitternis bemerkbar.

Im Geschmack entfaltet sich eine IMO sehr schöne Balance zwischen hintergründiger Süße aus VA / Orient und der rauchigen, nussigen Würze eines traditionell gemischten Latakias. Die Stärke und Herbheit ist etwas weniger ausgeprägt als bei Dunhill Nightcap, aber die Fülle und Würze ist deutlich ausgeprägter als "Early Morning Pipe". Nichts zum Rauchen auf nüchternen Magen , eher eine passende Mischung für nach dem Mittagessen. Gegen Ende der Füllung erinnert der Geschmack mich zunehmend an eine gute Brasil-Zigarre, die Bemerkung meiner besseren Hälfte zur Raumnote habe ich tapfer ignoriert : "Als wenn der Bauer Gülle ausfährt" ;-))

Fazit:
Jammerschade, dass diese Mischung nicht mehr bei uns erhältlich ist, in Kombination mit "Early Morning Pipe", "Aperitif" und "Nightcap" wäre die Tabakauswahl über den Tag bei etlichen Kollegen vorbestimmt..... So war es ein Genuss , der auf Widereinführung dieser Mischung hoffen lässt.

(18.04.2001)


Andy Ruf

Bei einem eigentlich saumies geführten Tabakladen aus meiner näheren Umgebung entdeckte ich vor ca. einem Jahr eine verstaubte Dose besagten Tabaks. Der Preis war von DM umgerechnet und lag irgendwo bei 8 Euronen. Vor kurzem traute ich mich nun endlich diesen wirklich gut abgelagerten Tabak zu öffnen.

Die Konsistenz war leicht trockener als ich sie bei Dunhill in Erinnerung habe, aber immer noch gut rauchbar. Farblich liegt der Dunhill-typisch geschnittene Tabak zwischen dunkelbraun (fast schwarz)und rehbraun, also deutlich dunkler als z.b. der EMP. Anzünden verläuft ebenfalls Dunhill-Typisch mit einem Streichholz und ohne größeres Nachzünden.

Nun zum Geschmack, die Dose verspricht folgendes: "This medium smoking mixture is a fitting prelude to meal-times, leaving the appetite eager and the palate keen." Direkt nach dem Anzünden dominiert eine milde aber kräftige Latakia-Orient-Mischung, gegen später gesellt sich noch eine hintergründige Süße, die ich dem Virginia und Black Cavendish zuschreibe, hinzu. Lediglich gegen Ende schwenkt der Geschmack m.E. leicht ins Säuerliche.

Ich stimme Manfred Arenz zu, der Aperetif ist / war das ideale Bindeglied zwischen EMP und Nightcap. Schade das es ihn nicht mehr gibt, wobei ich gewisse Ähnlichkeiten mit dem 965er nicht absprechen will.

(11.02.2005)


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