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Savinelli Armonia
(Pfeifentabak)
Elena Ramos: (Ausrichterin des BT)
Packungsbeschreibung: "Savinelli Armonia is a pipe tobacco, totally natural with a soft, delicate and aromatic taste that will immediately win you over. Its perfectly balanced composition is obtained thanks to prized Viginia tobacco, enriched by golden oriental leaves and a hint of selected burley and kentucky tobaccos. The rounded soft taste, is also the result of natural fruit flavoured aromas and the aging and seasoning process."
Persönliche Meinung: Da das Meiste aus dem Pouch für den Blindtest gespendet wurde, habe ich noch keine gefestigte Meinung. Der Geruch erinnert mich stark an herbe Schokolade, im Rauch leicht und nicht aufdringlich, aber nicht uninteressant.
Georg Pohl
Geruchsprobe zu aus dem Ziplock: enttäuschend, riecht nach gar nichts.
Der Tabak lässt sich leicht stopfen und anzünden, zwei Streichhölzer reichen aus. Er brennt recht schnell ab und muss nicht nachgezündet werden. Es entwickelt sich kaum Kondensat; der Tabak raucht sich infolge dessen recht kühl. Ich habe den Tabak mit und ohne AKF geraucht. Nach der beendeten Pfeife war die Filterpatrone zwar feucht, aber nicht tropfnass (wie ich es häufig bei aromatisierten Tabaken finde).
Die Raumnote ist in Ordnung - es gab von Seiten der Familie keine Beschwerden
Der Geschmack hat eine leichte Süße, die ich auf den vorhandenen Virginia zurückführe. Nach einigen Minuten andächtigen Rauchens meine ich einen fruchtigen Beigeschmack herauszuhören. Er erinnert mich vage an "Sherry and Cherry" ohne dessen aufdringliche chemische Süße.
Ab der zweiten Hälfte wirkt der Tabak bissiger und kratzig. Die Süße ist weg. Das letzte Drittel schmeckt nach gar nichts mehr.
Fazit:
ein Tabak, den ich mir nicht kaufen würde.
(14.08.2001)
Rolf Öttking
Probe No. 1 ist eine hauptsächlich in mittelbraun gehaltene Mischung, die von wenigen (~10%) blonden und etwas mehr (~30%) schwarzen Zugaben ergänzt wird. Der Schnitt ist nahezu einheitlich 2mm breit, es sind keine gerissenen Blattanteile erkennbar. Der Tabak ist gut und hinreichend feucht konditioniert und duftet ein wenig nach Spekulatius (ich habe lange darüber gerätselt, im Sommer ist dieser Duft eher ungewöhnlich). Nach dem Anzünden kommt zunächst eine spürbare Süße zum Vorschein, die aus dem Pouchduft nicht sofort erkennbar ist. Der Tabak bringt allerdings schon zu Beginn auch eine Würze des Spekulatius mit, die mich im Verlauf der Füllung immer stärker an Kentucky erinnert. Der Tabak brennt gut an und willig ab, er lässt sich ohne große Probleme bis zum Ende durchrauchen, ohne allzu viel Kondensat abzusondern. Im Verlauf der Füllung halten sich Süße und Würze weitgehend die Waage. Der Tabak ist als leicht- medium einzustufen und lässt sich sowohl mit als auch ohne Filter gehaltvoll rauchen, ohne zum Heißrauchen zu verführen. Bei zu starkem Ziehen prickelt der Rauch ein wenig auf der Zunge, was aber schnell vorbei geht und den Geschmack nach Wiederabkühlung nicht wesentlich beeinträchtigt. Zum Schluss der Füllung kommt eine geringe Bitterkeit ins Spiel, die jedoch nicht zum vorzeitigen Beenden nötigt. Der Tabak brennt fast bis auf den letzten Rest ab und hinterlässt mittelgraue, trockene Asche. Geraucht in: neuer Tonpfeife (Tabak- Probierpfeifchen, 1 Füllung) und Jean Claud Bent (mit Meerschaum- Futter, Meerschaum- Filter, 3 Füllungen).
Fazit:
Die Stärke des Tabaks (leicht- medium) kommt ihm als Tabak am Vormittag zugute. Als Abend- Tabak ist er vielleicht etwas zu leicht. Er schmeckt recht gut, ist allerdings zur Weihnachtszeit besser geeignet. Wer Spekulatius mag, kann es mit diesem Tabak versuchen. Meine Empfehlung jedenfalls hat er.
Manfred Arenz
Das Tabakbild besteht aus hell- und dunkelbraunen, mittellangen Virginia und Burleys, mit ca. 5% BC abgemischt. Das dezente Flavour erinnert mich an Zartbitter-Schokolade. Die relativ schmal geschnittenen Mischung lässt sich einfach in Pfeifen aller Größen stopfen.
1x Anzünden reichte, der Tabak brannte recht flott ab und entwickelte erstaunlich wenig Kondensat - übrig blieben kaum nennenswerte Rückstände an weißer Asche.
Der Geschmack erinnert mich an Bobs Flake Choc, jedoch ohne Latakia-Anteil, und etwas "flacher". Das Aroma blieb gleichmäßig während der ganzen Rauchdauer (4g in ca. 80min), ganz zum Schluss wurde der Rest ein wenig herb. Weder penetrant süß, noch in den Vordergrund drängend, ließ sich diese Mischung ansonsten problemlos abrauchen. Die Stärke würde ich zwischen leicht und mittel einordnen.
Fazit:
Ein leichter Aromatic, auch für Beginner geeignet, mit dezentem Aroma, jedoch ohne "Ecken und Kanten" Tipp: Vielleicht ein Schürch?
(18.08.2001)