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Dunhill Aromatic
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Dunhill |
| Hersteller: | Dunhill |
| Mischung: | Virginia, Black Cavendish |
| Schnittbreite: | aufgeriebener Preßtabak, kurz und schmal im Schnitt |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 50 g Rechteckdose |
| Preis: | 14.- DM / 7,03 € |
Manfred Arenz
Der Aromatic zeichnet sich durch eine dunkle, süße Tabaknote aus. Er ist einer der wenigen qualitativ hochwertigen Aromatics, die sich auch aus Pfeifen mit kleiner Kopfbohrung problemlos rauchen lassen.
Der Geschmack ist sehr dezent süß und leicht fruchtig, die natürliche Süße gewinnt mit zunehmender Rauchdauer gegen das Top-Flavour, ohne überladen zu wirken. Sehr schön ausbalanciert. Zur Mitte der Füllung wird der Tabak etwas kräftiger, ohne aber zu belasten. Der Abbrand ist unkompliziert und rückstandsarm, mit sehr wenig Kondensatentwicklung.
Fazit:
Die Mischung trägt den Namen Dunhill zu Recht. Ein hochklassiger, dezenter Aromatabak - für Dunhill sehr preiswert.
(05.10.2000)
Detlef Steinbrenner
Der Aromatic war für mich nach 5 anderen Dunhill-Sorten, die ich bis jetzt kenne, eine Überraschung. Schon das Wort "Aromatic" zeigt schon, dass es sich bei diesem Tabak um eine geflavourte Mischung handelt, also etwas eher untypisches für das Haus Dunhill. Schon die Dose ist ungewöhnlich: eine flache, rechteckige Dose, in der der unwissende Käufer (zumindest mir ging es so) wohl eher einen Flake erwartet.
Nach dem Öffnen der schmucklosen goldfarbenen Dose, die nur von einem roten Querband geziert wird, strömt einem schon das fruchtige, angenehme Aroma entgegen, dass einen zunächst an eine dänische Mischung erinnert. Die Mischung präsentiert sich recht bunt, heller und dunkler Virginia, gepaart mit Anteilen von Black Cavendish. Das Stopfen und der Abbrand erweisen sich wie bei allen Dunhills, die ich kenne, als problemlos. Schon hier kann man ahnen, dass es sich auch beim "Aromatic" um einen hochwertiges Produkt handelt.
Das IMO schöne bei dieser Mischung ist die Balance der einzelnen Komponenten. Der natürliche Tabakgeschmack der VA/Cavendish-Mischung ist hervorragend abgestimmt mit dem dezenten Fruchtflavour, dass in der oberen Hälfte der Füllung etwas stärker ist, ohne aufdringlich zu wirken, und ab der Mitte der natürlichen Eigensüße des Virginia Platz macht.
Fazit:
Ein Tabak, der Brücken schlägt. An Freunde hochwertiger dänischer Mischungen (z.B. Larsen No. 50) würde ich ihn unbedingt weiter empfehlen. Aber auch Liebhaber der englisch-irischen Richtung (z.B. Erinmore) sollten ihn unbedingt probieren. Dafür spricht zu guter Letzt auch der recht günstige Preis für einen Dunhill- Tabak.
(28.10.2001)
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Moritz Seidel
Den Dunhill Aromatic habe ich immer wieder einmal erworben und als leicht süßlichen virginalastigen Klassiker kennen gelernt. Für einen Dunhill ist er mit 7,90 € (2006) relativ preiswert. Der Tabak ist keine typisch englische Mischung sondern eine Virginia/BC Mixture, die leicht geflavourt ist.
Der Tabak zeigt einen bunten Mischungsspiegel vom Schwarz des BC über diverse Brauntöne bis zu hellblondem Virginia. Gleichmäßig schmale Tabakstreifen erfreuen das Auge. Mir stieg ein BC – dominierter Duft mit süßlichen Anklängen in die Nase, der zugleich eine gewisse Tiefe erahnen lässt.
Das Stopfen geht leicht von der Hand, wenn man nicht gerade riesige Elefantenfüße füllt. Für kleine bis mittlere Köpfe ist der Tabak gut geeignet. Beim Öffnen erscheint die Mixture etwas feucht, aber das gibt sich nach 2-3 Tagen. Der Duft des unangezündeten Tabaks erinnert an ein Gebäck, dass mir unter der Bezeichnung „braune Kuchen“ bekannt ist, also durchaus süßlich aber mit einer leicht herb-karamelligen Note.
Ich habe den Tabak sowohl mit als auch ohne Filter (ich bevorzuge Meerschaum) aus verschiedenen Pfeifen geraucht. Die anfangs vorhandenen Feuchtigkeit ließ mich bei frisch geöffneten Dose immer zum Filter greifen, denn obwohl das Kraut nicht schwer sondern von der Stärke her eher leicht bis medium einzustufen ist, habe ich trotz sorgfältigem Stopfen und langsamsten Rauchen immer wieder Zungenbiss erlebt, wenn die Pfeife filterlos war. Einige Tage nach dem Öffnen kann aber gefahrlos filterfrei geraucht werden. Ich habe für diese Art von Tabaken z.B einen kleinen Hänger von Ove Lindal (mit Filter) und eine Stanwell 86 ohne Filter in Gebrauch, also eher kleinere Köpfe.
Der Tabak bäumt sich beim Anzünden leicht auf, wie häufig bei schmalen Schnittbreiten. Er brennt gut ab und lässt sich bis zum Ende ohne häufiges Nachfeuern abrauchen. Dabei nimmt die Süße immer mehr ab und mach einer herberen BC-Note Platz, die an den Duft von Rübensaft erinnert. Die Raumnote ist leicht süß und wurde mir als nett und eben „typisch Pfeife“ beschrieben. Am Ende bleiben wenige Tabakkrümel und helle Asche übrig.
Mich begleitet dieser Tabak schon einige Jahre. Ich rauche ihn gerne am späten Vormittag oder nachmittags. Für eine Abendpfeife ist er mir zu leicht und nicht komplex genug. Aber für Freunde des des Stanwell Jubilee ist er eine gute Alternative.
(07.12.2006)