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Ashton Fragant Blend

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Ashton Fragrant Blend

(Pfeifentabak)

Markenname:Ashton
Hersteller:Kohlhase & Kopp
Mischung:heller und roter Virginia, Maduro, Black Cavendish
Schnittbreite:dunkle Virginia-Flakestücke, breiter Maduro + Virginia zusammen ein 2.Mal gepresst, schmaler Cavendish
Typ:aromatisiert
Stärke:medium
Verpackung:100 g Hochdose
Preis:17,65 Euro

Manfred Arenz

Flakestücke mit feiner geschnittenen, pechschwarzem Tabak gemischt, sehr sauberer, trockener und langsamer Abbrand, weiße Asche. Am Liebsten unaufgerieben gestopft (Stücke als kleine Kugel gedreht) in Pfeifen mit größerer Bohrung. Geruch: Tabakecht mit leichter Note nach Kräutern, etwas Süßlich. Geschmack: kräftiger, etwas süßlich, fruchtig.


Manfred Arenz

Herstellerbeschreibung: ''Ashton The Fragrant Blend - der Hauptbestandteil dieser Mischung ist ein breites Virginia-Blatt, das aus einem ca. 8 kg Block geschnitten wird, der zwei Wochen lang unter Kaltdruck gereift ist. Hierzu wird hinzugefügt ein Black Cavendish, glänzend und durch Druck und Hitze angereichert. Alter Red Virginia und eine gleiche Portion Dark Brown Maduro runden diese Mischung ab. Alles wird dann durch einen Kupferzylinder gepreßt, wobei Fruchtessenzen hinzugefügt werden. Danach lagert die Mischung eine weitere Woche, damit die verschiedenen Flavours eine einzigartige Mischung ergeben.''

Die Mischung besteht aus je zur Hälfte pechschwarzem Cavendish und hellbraunen, aufgerubbelten Flaketeilen. Beim Stopfen sollten beide Anteile zusammen eingebracht werden, der Cavendish lagert sich gerne unten im Tabaktopf ab. Ansonsten leidet IMO der Geschmack und die Balance beim Rauchen.

Der Tabak kann auf verschiedene Arten gestopft werden: - Flaketeile aufgerubbelt - Wie aus der Dose (größeres Füllvolumen erforderlich) - Zu Kugeln gedrehte Prisen Bei den letzten beiden Varianten sollte man nur gut eingerauchte Pfeifen verwenden, da die Flakeanteile an der Kopfinnenwand hohe Hitze entwickeln können. Das Anzünden gestaltet sich bei allen Varianten problemlos, wenn die kurzen Fasern obenauf der Stopfung platziert werden. Danach glimmt der Fragrant Blend ohne viel Aufhebens ab, jedoch sollte der Pfeifenkopf ab und an auf die richtige Brenntemperatur kontrolliert werden.

Der aromatische Geschmack ist etwas zurückhaltender als der Dosengeruch, er erinnert mich an eine Kräuterwiese nach einem Regenguss. Lange Zeit kam ich einfach nicht auf einen vergleichbaren Duft, es geht so in die Richtung Schafgarbe oder Kamille. Tabak ist natürlich auch zu schmecken, ich würde den Fragrant allerdings nicht zu den Tabakechten zählen. Insgesamt ein weiches aber würziges Vergnügen, mit einer sehr eigenständigen Aromatisierung.

Das Aroma bleibt übrigens noch etwas länger in der Pfeife, wenn man auf einen anderen Tabak wechseln will. Aber es gibt schlimmere crossover-Kandidaten ;-)

Fazit: Immer noch mein einer meiner Stammtabake, leider ist er nicht so einfach in Geschäften zu finden und mittlerweile mit 17,65 Teuro nicht ganz billig. Ich freue mich immer wieder, wenn der Fragrant Blend an der Reihe ist, nach 200 bis 300 g ist dann wieder eine längere Pause angesagt.

(21.01.2003)


Daniel Wegehaupt

Die Beschreibung bei daft hatte mich schon vor längerem auf den Fragrant Blend aufmerksam und neugierig gemacht. Irgendwann mußte ich ihn probieren. Leider war der Tabak vor Ort nicht zu bekommen und ich mußte auf einen Internet-Dealer zurückgreifen. Nachdem die Dose dann ein halbes Jahr im "Tabaklager" verbracht hatte, war sie fällig.

Nach dem Öffnen strömt ordentlich Aroma aus der Dose. Der Geruch ist deutlich fruchtig. Ich musste lange darüber nachdenken, an was mich dieser Duft eigentlich genau erinnert. Das Ergebnis klingt sicherlich etwas eigenartig: Sauerkirschmost und Pflaumenwein. Die Feuchtigkeit ist ideal, der Tabak kann gleich aus der Dose in die Pipe.

In der Dose selbst geben sich schwarzer Cavendish und hellbraune aufgerubbelte Flaketeile ein Stelldichein. Wie Manni hier schon schrieb, sollte man darauf achten hell und dunkel möglichst ausgewogen in den Pfeifenkopf zu füllen. Die Flaketeile habe ich vorher immer noch ein wenig zerteilt.

Das Anzünden ist relativ problemlos. Man sollte auch hier nochmals darauf achten, die gesamte Oberfläche des Tabaks zu erfassen. Auch im Rauch ist die fruchtige Note der Aromatisierung präsent, hier jedoch gepaart mit einer herbalen Herbheit, die sehr schwierig zu vergleichen ist. Auch wenn ich Manni s Empfindung von Kamille und Schafgarbe hier für mich so nicht bestätigen kann, einen Einschlag Richtung Kräuter hat der Tabak auf alle Fälle.

Der Abbrand ist für einen Tabak dieser Schnittart vorbildlich. Ohne herumzuzicken brennt er bis zum Ende. In der dunkelgrauen Asche bleiben einige unverkohlte Tabakkrümel zurück. Raucht man ohne Filter, sollte man ab und zu den Reiniger benutzen und das entstehende Kondensat aufnehmen. Mit AKF finde ich den Fragrant jedoch etwas milder und bekömmlicher. Der Tabak hat für einen Aromaten ordentlich Fülle und die Nikotinstärke liegt für mich hier schon auf der stärkeren Seite von medium.

Ganz entfernt erinnert mich der präsente Tabakgeschmack an Gawiths Firedance, auch wenn die Aromatisierung eine etwas andere ist. Andere Vergleiche fallen mir hierzu nicht ein.

Fazit: Daumen hoch! Sehr eigenständige Aromatisierung und guter Abbrand, aber nicht ganz billig. Empfehlenswert für alle die Spaß am entdecken haben und etwas Aroma in Verbindung mit fülligen Tabakrauch mögen.

(24.02.04)


Björn Hollensteiner

"The fragrant Blend" von Ashton interessierte mich nach Manfreds Review schon seit langem. Nach Angaben des Herstellers besteht er aus gepresstem Virginia und Black Cavendish, welchen Fruchtessenzen zugefügt wurden.

Öffnet man die Dose, erblickt man in der Tat ein buntes Gemisch aus ready Rubbed Flake und pechschwarzen Cavendish-Flocken. Der Duft ist fruchtig, geht aber vielleicht auch etwas in Richtung Marzipan. Ich empfinde ihn als sehr einladend. Leider duftet der Tabak der hier in Deutschland erworbenen Dose etwas anders, als der Fragrant Blend aus Luxembourg, den ich früher schon mal probiert habe.

Als Pfeifen eignen sich nach meiner Erfahrung trotz der Ready-Rubbed-Anteile nahezu alle Fassons, am intensivsten schmeckte mir der Tabak aus eher hohen Pfeifenköpfen. Vielleicht reichert sich der Rauch auf dem Weg durch den Tabak so mit den Aromen an. Man sollte diesen Tabak nicht zu locker stopfen, er luftet ganz gut. Das Entzünden ist anfangs etwas mühselig, wenn der Tabak aber einmal richtig glimmt, kann man ihn mit etwas Konzentration bis zum Schluß durchrauchen. Die Asche ist hellgrau und erinnert an Puder. Der Rauch selbst schmeckt deutlich weniger süß, als man es erwarten würde. Neben Virginiatabakaromen macht sich das Flavour nur durch eine unterstützende blumige Note und etwas Süße bemerkbar. Auch ist der Rauch von der Stärke her sicher medium, was man ebenfalls nicht erwartet. So sättigt eine Füllung schon recht gut.

Fazit: Ein empfehlenswerter Tabak, der vielleicht die Erwartungen derer enttäuschen kann, die einen vollaromatisierten Tabak bevorzugen. Für Raucher von Ready-Rubbed Virginiatabaken, die z.B. Hal 'o the Wynd oder Ashton Black Parrot mögen, könnte The fragrant Blend eine interessant Abwechslung sein.

(21.10.2004)


Frank Nicolai

Aufgrund einer großzügigen Probe konnte ich den schwer erhältlichen Asthon Fragant rauchen. Und es hat sich gelohnt, danach zu fragen...

Der Fragant kommt als ready rubbed Tabak daher: Viel weicher, süßer Virginia und eine Spur Cavendish, gepresst und aufgelockert. Wenn meine Vorreviewer nicht von einer Aromatisierung geschrieben hätten... sie ist schwer auszumachen. Mir kommt der Tabak sehr natürlich vor. Das beschriebene "Blumenwiesen-Aroma" kann ich nur erkennen, wenn der Tabak sehr kühl glimmt und ich keinen Filter in der Pfeife hatte. Dies empfiehlt sich allerdings meiner Meinung nach sowieso: nur filterlos geraucht erschließt sich der Tabak ganz. Selbst Meerschaumfilter nehmen dem Fragant vieles seiner köstlichen Spitzen.

Der Tabak ist vollmundig, der Rauch kräftig aber nicht schwer. Eindeutig ein Kohlhaase-Tabak: zum Ende hin etwas kräftiger werdend - ohne stark zu sein - und von einer Gleichmäßigkeit im Abbrand, die erfreut. Der Duft, den der Tabak im Raum hinterläßt gefällt mir ungemein: süßlich, rauchig und nur gering "kratzig". Und genauso schmeckt er auch: Rund, (natürlich) süß mit einem Hauch von dem oben benannten Wiesenblumenaroma. Das mich aber mehr an eine herbstliche, bereits abgeblühte Wiese denn an eine sommerliche erinnert.

Fazit: Der Aston Fragant Blend ist ein sehr empfehlenswerter Tabak. Wer Tabake wie den Hal'O The Wynd und den ähnlichen Old Gowrie mag sollte den Fragant in jedem Falle probieren. Die Probe hat mein Verlangen nach einer vollen Dose geweckt...

(12.12.2006)

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