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Ashton Golden Flake
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Ashton |
| Hersteller: | Kohlhase & Kopp |
| Mischung: | Red Mottled Virginia, Carolina Leaf, Türkischer Havana und mittelstarker Kentucky |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 50 Gramm Dose flach |
| Preis: | 7,60 Euro |
Ingo Gebert
Mit den folgenden Worten beschreibt der Hersteller sein Produkt: "Ashton-Flake: Hergestelle aus Red Mottled Virginia und Carolina Leaf, versetzt mit etwas Turkish Havana und mittelstarkem Kentucky, um ein voll ausgewogenes Aroma zu erzielen. Diese Mischung muß einige Tage ruhen, damit das gewünschte Aroma erreicht wird. Dann wird sie zusammengepresst und einige Wochen in dieser Kaltpressung belassen. Während dieses Prozesses erreicht die Mischung ein harmonisches Aroma, welches durch die geringe Beigabe eines Aromas noch verstärkt wird. Geschmack: angenehm- und reichhaltig. Farbe: hellbraun."
Nach dem Öffnen der Flakedose kann ich eine tabakechte Süße, worin ich meinte noch einen zusätzliche Honignote erschnuppern zu können. Der Golden Flake kommt mit ziemlich dünnen Scheiben daher, so ist das „Auseinandernehmen" und das Einbringen des Tabaks in die Pfeife, egal mit welcher Methode, kein Problem. Das In-Brand-Setzen der Füllung ist im Großen und Ganzen in Ordnung, gelegentliches Nachfeuern ist manchmal erforderlich. Nach den ersten Zügen kann ich die Virginiasüße gut wahrnehmen, und im weiteren Verlauf des Rauchopfers kommt noch eine Spur von honigähnlicher Süße hinzu, und noch eine Spur von Würze, welche ich nicht zuordnen kann, die mit aber trotzdem zusagt. Ich finde das gesamte geschmackliche Erscheinungsbild durchaus gelungen, und der Tabak lässt sich problemlos ohne Filter rauchen.
Fazit:
Daumen rauf, der Tabak gehört für mich zu der Sorte: Unbedingt noch einmal kaufen.
(03.03.2004)
Alex Neumann
Als ich vor ca. einem halben Jahr mal wieder bei meinem Tabakhändler war, enteckte ich ganz oben im Regal eine kleine unauffällige Dose. "Ashton" klang gut, zählen doch einige Ashtons zu meinen Lieblingstabaken und "Golden Flake" ist auch immer gut. Da war nicht viel guten zuredens seitens des Ladenbesitzers notwendig und unter anderem wechselte auch diese Dose ihren Besitzer.
Zuhause angekommen verschwand die Dose erst einmal im Tabaklager, wo sie dann einige Zeit liegen blieb und in Vergessenheit geriet. Ist ja auch schwer für so ein kleines Döschen ohne auffälliges Etikett oder sonstigen Zierrat sich gegen große, auffällig bedruckte Runddosen durchzusetzen.
Erst als die Vorräte schon wieder kräftig geschrumpft waren, tauchte sie aus der Versenkung wieder auf. Öffnet man die Dose, blickt man auf weißes Papier, in dezentem Braun bedruckt. Aber kein markschreierischer Text, man habe soeben den besten Tabak der Welt erstanden, sondern einfach nur ein paar Tabakblätter sind auf das Papier gedruckt. Unter dem Papier geht es genau so unspektakulär weiter: Zwei ordentliche Stapel mit Flakescheiben, für einen "Golden Flake" faßt etwas zu dunkel erfreuen das Auge während die Nase eine dezente Komposition aus leichter Süße garniert mit mit einem Spritzer erfrischender Säure wahrnimmt.
Das Stopfen und Anzünden ist denkbar einfach: Eine Scheibe entnehmen (bei größeren Pfeifen darf es auch etwas mehr sein), knicken, falten und in den Pfeifenkopf schrauben. Die Oberfläche mit dem Dorn etwas aufbrechen, mit dem Daumen planieren und mit einem Streichholz anzünden. Womit das Thema "Technik" erledigt ist: Nachstopfen ist selten notwendig, Nachfeuern so gut wie nie und da sich kaum Kondensat bildet können auch die Putzer im Schrank bleiben.
Geschmacklich ähnelt der Rauch stark dem Geruch des Tabaks in der Dose: Eine dezente Süße gepaart mit etwas spritziger Säure. Nur kommt hier noch eine schlecht zu beschreibende Würzige Note dazu. Alles in allem wirkt der Geschmack recht unspektakulär aber sehr angenehm. Kurz vor Ende kommt noch eine gewisse Schärfe zum Vorschein, besonders wenn man ein wenig zu heiß raucht, was schon mal passieren kann, da der Tabak aufgrund seiner unkomplizierten Handhabung dazu neigt, einen vergessen zu lassen, das man sich auch ab und zu mal um die Pfeife kümmern sollte. Klingt aber dramatischer als es ist.
Die Raumnote ist bürotauglich da unauffällig und der Nikotingehalt haut auch empfindliche Naturen nicht vom Hocker.
Fazit:
Ein unauffälliger Geselle, der seine Qualitäten nicht verstecken muß. Ein treuer Begleiter in Zeiten, in denen man "pipologisch" keine Überraschungen gebrauchen kann, in denen man sich nicht um seine Pfeife kümmern kann oder will und mit den Gedanken mit was ganz anderem beschäftigt ist. Solche Tabake braucht man auch und Ashtons Golden Flake gehört für mich zu den besten dieser Richtung.
(23.11.2005)