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Aylesbury English Mixture

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John Aylesbury English Mixture

(Pfeifentabak)

Markenname:John Aylesbury
Mischung:Bright Virginia, Black Cavendish und Burley
Typ:naturbelassen
Stärke:leicht
Verpackung:100 g Dose
Preis:11,20 Euro

Björn Hollensteiner

Probe No. 1 ist eine recht helle Grundmischung aus IMO zwei Virginiasorten und einem ungesoßten Black Cavendish. Unter Umständen ist auch etwas Burley enthalten. Im Beutel befinden sich bei genauerem Hinsehen auch einige größere Stängel, die ich aussortiere. Im Beutel riecht der Tabak süßlich, nimmt man ihn heraus, verschwindet das Plastikaroma und man riecht neben dem deutlichen Virginia auch eine leichte Karamellnote heraus. Es ist also offenbar ein weitgehend naturbelassener, wenn überhaupt nur leicht gesoßter Tabak. Also nehme ich meine Silkwood, die den aromatisierten Mischungen vorbehalten und vor kurzem ausgedreht worden ist. Stopfen lässt sich dieser Tabak leicht. Beim Anzünden quillt der Tabak etwas. Im Rauch ist er sehr leicht, die Karamellnote verstärkt sich noch, was in mir ein deja-vu Erlebnis zum Larsen No. 50 auslöst. Die Raucheigenschaften sprechen jedoch gegen diesen Tabak. Er raucht sich recht kühl, verleitet jedoch aufgrund der Leichte zum schnell- und heißrauchen. Kein Zungenbrand oder übermäßiges Gesotter. Der Tabak raucht sich schnell, ähnlich wie der Rattrays High Society. Es bleibt etwas graue Asche übrig. Die zweite Pfeife ist die Claude Romain Apple Lovat, bei der sich die Ergebnisse bestätigen.

Fazit:
Ein sehr leichter, duftiger Tabak, der mich an den Larsen No. 50 erinnert. Wahrscheinlich handelt es sich um Finckes Rathausmischung No. 4, oder einem der Danish Classic Tabake von Aylesbury. Für den Rathaus No. 4 spricht, dass ich ihn vorgestern erst geraucht habe und mir die Probe sehr ähnlich vorkommt.


Frank Nicolai

Im Zip-Beutel ist ein hellbrauner, sehr grob geschnittener Tabak zu erkennen. Nach dem Öffnen schlägt mir ein leicht süßes Aroma entgegen. Nun gut, ein Däne :-) Der Tabak ist sehr grob geschnitten; ein helles Braun dominiert, in das einige fast schwarze Tabakanteile gemischt sind. Ich vermute, dass es sich um eine Virginia-Burley-Mixture handelt. Durch den groben Schnitt muss der Tabak kräftig in die Pfeife gestopft werden (jedoch nicht fest). Er möchte beim Anzünden - das einfach ist - gern aus der Pfeife entweichen. Ein Aroma ist im Rauch kaum noch erkennbar - es schmeckt einfach nur nach heißer Luft. Der Tabak ist ultralight. Wenn ich etwas schmecke, dann beim Entzünden das künstliche Aroma, dass mir schon beim Sans Souci nicht gefallen hat; irgendwie chemisch. Das verfliegt jedoch bereits nach wenigen Minuten und übrig bleibt... nichts. Selbst in der Meerschaumpfeife lässt sich der Tabak nicht kühl rauchen, was aber bedeutet: Die Pfeife bleibt kühl, nur beisst der Tabak so sehr auf meiner Zunge, dass ich das _Gefühl_ habe, heiß zu rauchen.

Fazit: Ein Tabak ohne jeglichen Charakter und Geschmack, selbst der Cadillac, der bisher am schlechtesten von mir bewertete Tabak, hat gegen die Probe No. 1 noch mehr "Leben". Wenn die Probe Nummer 1 wenigstens ein Däne - wie oben gesagt - wäre... Mehr als 0,99 DM für 1.000 gr. kann dieser Tabak nicht wert sein.


Jörg Eichelberger

visuelle Prüfung: Grundfarbe rot-braun mit blonden und schwarzen Einsprengseln. sehr angenehm für das Auge
Pouch-Aroma: mit Frische und Leichtigkeit Fruchtnote von Aprikose, Pfirsich, Mango Konsistenz: nicht zu trocken oder zu feucht. z.T. etwas schwammig (Burley) bröselig (BC) nicht so schön: Stängelanteile
Schnitt: Mixture verschiedene Breiten und Längen
Typ: aromatisiert Mischung: Virginia, Burley, Black Cavendish
Aufgrund des Burley-Anteils befürchte ich, dass der Tabak heiß wird, also entscheide ich mich für die Les Wood London. Beim Anzünden bäumt sich der Tabak auf. Ich muss zwei mal nachfeuern, bis er einigermaßen ordentlich brennt. Zuerst kommt er sehr rau und herb am Gaumen. Der bittere Beigeschmack bleibt zunächst erhalten, auch dann als sich mehr Süße entwickelt. Später gewinnt er an Profil. Die Bitternis verändert sich in einen Fruchtton, der aber bei zu hastigem Rauchen wieder bitter wird. Dieses sprunghafte Verhalten behagt mir überhaupt nicht.
Asche: grob und dunkelgrau
Für den Test ohne Filter kommt die Stanwell London zum Zuge. Erstaunlich ist, dass in diesem Fall die Harschheit zu Anfang zwar auch vorhanden ist, aber nicht in dem Maße wie beim rauchen mit Filter. In der ersten Hälfte der Füllung tendiert der Geschmack in Richtung "geröstete Nüsse". Danach kommt ein Fruchtton zum tragen, in dem ich das Pouch-Aroma wiederzuerkennen glaube. Unterstützt wird das Aroma durch die sich jetzt entwickelnde Süße. Das Bittere verliert sich jetzt vollends und hält sich bis zum Ende. Beim rauchen ohne Filter gewinnt Probe 1 definitiv.
Asche: hellgrau mit unverbrannten Resten
Der Abbrand ist gut, ein nachfeuern war nicht notwendig. Kondensat bildet sich wenig. Dieser Tabak kommt nicht auf meine Einkaufsliste, aber wenn man ihn mir anböte, würde ich ihn schon noch mal rauchen.


Dieser Tabak wurde an 3 Mitglieder von daft geschickt, die nicht wussten, um welchen Tabak es sich handelt.


Ingo Gebert

Der Tabak wird wie folgt im Katalog beschrieben: "Eine milde Mischung mit den Komponenten Bright Virgina, Black Cavendish und Burley. Der Klassiker für den Liebhaber echten Tabakgenusses."

Beim Kauf des Tabaks bei Pfeifen Schilde in Essen erzählte mir Herr Schilde, dass die "English Mixture" eigentlich die "Virgina-Mixture" der klassischen (also grünen Reihe) von John Aylesbury sei. Bei der Einführung der Marken vor knapp dreißig Jahren sind die Aufkleber der beiden Sorten miteinander verwechselt worden, und so ist die "Englisch Mixture" eigentlich die "Virgina Mixture" und umgekehrt. Da die Kunden sich an die Bezeichnung für die Marken gewöhnt hatten, wurde auch nachträglich nichts mehr geändert. Nach dem Öffnen des Tabaks kann ich mit meiner einen süßen Geruch erschuppern. Dieser Geruch resultiert nicht nur aus dem Tabak, eine nicht zu aufdringliche Aromatisierung ist ebenfalls vorhanden. Der Tabak lässt sich problemlos stopfen, und einmal in Brand gesetzt, kann er ohne große weitere Aufmerksamkeit bis zum Ende der Füllung geraucht werden. Der Geschmack ist in diesem Falle ähnlich der Geruchsprobe, man kann die Süße des Virginas schmecken, und die hinzugefügte Aromatisierung ergänzt diese sinnvoll. Gegen Ende des Rauchopfers wurde der Geschmack etwas stärker, wobei die hinzugefügte Aromatisierung doch etwas kräftiger zu Tage trat. Übrig bleibt ein kleines, graues Häufchen Asche, welches sich problemlos entsorgen lässt.

Fazit:
Daumen waagrecht, obwohl der Tabak durchaus rauchbar war, hat er mich letztendlich nicht vollends überzeugen können. Ich denke, dass es bei dieser einen Dose bleiben wird.

(27.09.2002)


Sabine Schönfelder

Die English Mixture von John Aylesbury riecht nach dem Öffnen der Dose schlechtweg nach Tabak, nach nichts sonst. Der Tabak ist sehr hell mit einem minimalen Anteil an Black Cavendish. Der Schnitt ist interessant, da richtige Flakestückchen enthalten sind.

Der Tabak hat von vorneherein die richtige Kondition und kann problemlos gestopft und mit 2-3 Hölzern angezündet werden.

Die English Mixture schmeckt nach Tabak ist leicht bis medium eher leicht und kann gut nebenher geraucht werden. Es sind keine großen Höhen und Tiefen festzustellen, allerdings auch keine herausragenden Geschmackserlebnisse.

Meiner Meinung nach ein guter Alldaysmoke für Nebenher, aber für den abendlichen Genuß schon fast zu nichtssagend.

(26.04.2003)

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