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J. N. Barber Irish Slices
(Pfeifentabak)
| Markenname: | J. N. Barber |
| Hersteller: | unbekannt |
| Mischung: | Virginia, Kentucky |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Stärke: | stark |
Ralf Ruhenstroth
Das Haus J.N. Barber in UK bietet im Zuge der zur Verfügung stehenden
losen Tabake auch Flakes an. Unter anderem die „Irish Slices“. Da das
Bild im virtuellen Shop so gut aussah, habe ich mir mal 25 g bestellt.
Die Geschäftsabwicklung ohne Probleme, lag der Flake schon eine Woche
später bei mir auf dem Tisch, eingerollt in grünem Plastik und gut
verschlossen. Der Hersteller ist mir unbekannt, falls ihn jemand weiß,
möge er mir diesen bitte mitteilen, um so diese Wissenslücke zu
schließen. Vielleicht schlummert die Idee bei ehemals Murrays?
„Irish Slices“ ist ein sehr dunkler Tabak, wohl Kentuckys und Virginia.
Das lässt auf Stärke schließen, ein echter Engländer? Der Tabak riecht
schlicht nur echt, kein Flavour erkennbar. Er lässt sich leicht in die
Pfeife einbringen, so, wie man das mit den Flakes eben so macht. Auch
das Entzünden funktioniert denkbar einfach. Schon beim Anzünden der
Pfeife merkt man allerdings, dass hier in Sachen „Stärke“ keine
Gefangenen gemacht werden. Da steckt, wohl dem Kentucky geschuldet,
ordentlich Bumms hinter. Ähnlich dem „Irish Flake“ von Peterson haben
die „Irish Slices“ reichlich Nikotin.
Eine typisch irische Richtung halte ich gerne für floral. Seifig, wie
der Volksmund sagt. Keine Spur, dieser Tabak schlägt zunächst ein wenig
in Richtung Zigarre, offenbart dann ein wirklich dezentes und zartes
Fruchtaroma und das war es dann auch. Leicht süßliche Virginias reden
ein gehöriges Wort mit. Ansonsten ehrlicher Tabak. Nun, das wäre
eigentlich völlig unspektakulär. Dem ist aber nicht so. Ich rauche
diesen Flake vorwiegend in einer ungefilterten Pfeife, am liebsten in
einer Meerschaum. Und selten war ein Tabak dieser Richtung, mit so einer
Stärke, so sanftmütig zu meiner Zunge. Ein gutmütiger Bursche, rund und
ausgewogen!
Flake-typisch, ruhig geraucht, mit einem nicht all zu großen
Füllvolumen, senkt sich die entstehende dunkel-graue Asche zu Boden. Was
bleibt, ist ein kaum an Aufsehen erregender Duft im Raum, eine gewisse
Sättigkeit beim Konsumenten und das Gefühl, einem echten Genuss gefrönt
zu haben. Für wen sind die „Irish Slices“ zu empfehlen? Den Fans vom
„Irish Flake“, und wohl dem „University Flake“ auch, ansonsten dürften
Condor- und McQuaid-Enthusiasten eine echte und lohnenswerte Alternative
gefunden haben. Beide Daumen nach oben!
(18.11.2011)