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Bells Three Nuns

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Bell's Three Nuns

(Pfeifentabak)

Markenname:Bell's
Hersteller:Bell Tobacco
Mischung:Virginia / Perique
Schnittbreite:Curly Cut
Typ:naturbelassen
Stärke:stark
Verpackung:50 g Metalldose
Preis:13,25

Thomas Schoke

Three Nuns ist einer der Klassiker unter den Curly Cuts. Seit mehreren Jahrzehnten ist dieser Tabak in unveränderter Form und Verpackung im Handel. Beim Öffnen der Packung ist nur ein ganz schwaches Tabakaroma ohne künstliche Zusätze feststellbar. Die Curlies haben etwa die Größe eines Zehnpfennigstücks und eine Dicke von rund 1,3 mm. Das Tabakbild zeigt helle und mittelbraune Virginas sowie dunkle Anteile von Perique. Three Nuns kann wahlweise unzerkleinert oder aufgerieben in den Pfeifenkopf gefüllt werden. Die Raucheigenschaften von Three Nuns sind unkompliziert, der Tabak brennt willig und läßt sich leicht heißrauchen. Damit sind wir schon beim Stichwort: Mehr als andere Tabake quittiert Three Nuns zu hastiges Ziehen bzw. zu hohe Temperaturen mit beißender Schärfe. Dieser Tabak möchte gemächlich und behutsam geraucht werden. Three Nuns hinterläßt nur feine, weiße Asche, gibt aber für einen naturbelassenen Tabak erstaunlich viel Kondensat ab.

Das Aroma ist tabakecht und wird von den kräftigen Virginiagraden getragen. Der nicht geringe Anteil Perique rundet den Geschmack mit würziger Süße ab. Three Nuns ist vollmundig im Rauch. Die Stärke liegt zwischen Medium und Full, meiner Meinung nach mit Tendenz in Richtung Full. An Three Nuns scheiden sich seit jeher die Geister, viele können sich an diesem Tabak begeistern andere verschmähen ihn als ungenießbar und verweisen auf "verbrannte Zungen". Auf jeden Fall muß man sich an diesen Tabak gewöhnen, bei den ersten Füllungen Three Nuns werden sicherlich die meisten Zungen protestieren. Three Nuns rauche ich am liebsten aus kleinen und mittelgroßen Pfeifen.

Fazit:
Three Nuns ist einer der teuersten Tabake auf dem deutschen Markt! 100 Gramm schlagen mit 46,- DM zu Buche, ein Preis, den ich für unangemessen halte. In Dänemark wird Three Nuns für umgerechnet 15,70 DM / 50 gr. angeboten. Offensichtlich ist der deutsche Importeur der Meinung, Three Nuns sei ein paar Kilometer weiter südlich rund 50% mehr wert... Three Nuns kann für Pfeifenraucher mit gut eingebrannten Zungen eine interessante Alternative sein. Pfeifenraucher, die leichte und aromatisierte Mischungen bevorzugen, werden sich an diesen Tabak kaum gewöhnen können. Pfeifen-Neulinge sollten sich von Three Nuns fernhalten ;-)


Hanjo Iwanowitsch

Der AITS Tobacco Index schreibt über Three Nuns: »Three Nuns Original Mixture Med Med Bright/Black Character: A blend of dark fired and sun cured tobaccos mixed with the finest Brazilian Lights to produce the unique flavour and mellow smoking characteristics for which Three Nuns is famous.«

Der Eintrag auf der (in Dänemark gekauften) Tabakdose vermerkt: »Klassisk engelsk blanding af fine air cured og modne virginiatobakker med dæksblade af store fuldkantede tobaksblade. [...] Smaksfylde: Fyldig til kraftig ...

Auf einem Ausflug nach Dänemark kaufte ich (außer einer Lakritzpfeife für meine Tochter) keine Pfeife, wohl aber zwei verschiedene Füllungen für dieselben, von denen ich aus d.a.f.t. und a.s.p. schon oft gehört hatte: den von Thomas Schoke schon besungenen Escudo und Bell's Three Nuns.

Nachdem ich von Escudo sehr angetan war, war der Three Nuns einiges Entsetzen wert: er ist sehr rauchig und kratzt im Hals - zudem wird einem, wenn man nicht höhere Dosen gewöhnt ist, nach kurzer Zeit schlecht, wofür wohl der Périque-Gehalt verantwortlich ist. Ob Three Nuns geschmacklich etwas zu bieten hat, weiß ich nicht; die beiden geschilderten Eindrücke überwogen den Rauchgenuss. Ich habe die Pfeife nicht zu Ende geraucht(!) - die drei Nonnen mögen mir gestohlen bleiben.


Thomas Weller

Mich kann einfach nichts abschrecken: viel erfahrenere Raucher haben "Three Nuns" bereits beschrieben - teils mit Wonne, aber stets mit dem Phlegma des Unnahbaren, Geheimnisvollen, ja mit Warnungen: bloß nicht anfassen! Nicht zuletzt der Preis (immerhin 23.- für 50 Gramm) lässt die Klostermauern dieser drei Damen als uneinnehmbare Festung erscheinen. Nix da! Diese Geheimnisse sollen erforscht, die Kräutergärten geerntet werden!!

Ob dieser Vorgeschichte habe ich eine besondere Pfeife als "Opfer" vorgesehen: eine jungfräuliche Peterson "Classic", Flame Grain mit kleinem Kopf (Dunhill Größe 2) für 42 Pfund (es musste unbedingt eine britische Pfeife sein, damit keine Sprachbarriere entsteht).

Also: Dose auf und ... Wahnsinn: purer Tabak, Virginia und Perique, rund und entfernt an Escudo erinnernd - was für ein Geheimnis bergen diese Gottesfrauen, dass sie ihrem "gefährlichem" Stigma gerecht werden? Sie präsentieren sich mir als Botschafter der reinen, unverfälschten Weisheit wieder, aristokratisch und dennoch lockend. Meine Damen: ich gebe meine Pfeifenraucher-Schicksal in Ihre Hände - kann ich mich so sehr täuschen?

Die kleinen Curlies sind schnell mit spitzen Fingern in die Pfeife gelegt. Aber jetzt, der erste Bruch: man verbrennt Hexen, keine Heiligen... Aber es ist genau das, was die Nonnen zum Leben erweckt, nicht auf Anhieb - aber dann doch! Nur "Escudo" ist so ehrlich zu mir gewesen, besser noch: Die Nonnen halten nicht nur ihr Wort, you get more than you can smell!! Langsam mit allen Sinnen geraucht ist das die Offenbarung der englischen Tabake ohne Latakia. Kein Sottern, kaum Kondensat, nur warmer Rauch, der Gaumen und Nase (auch die der "Passiven") in den Bann dieses "heiligen" Rauches zieht.

Für mich steht fest: Solange es "Three Nuns" auf dem Markt gibt, werde ich diesen Tabak rauchen und sollte es eines Tages diesen Tabak als Einzigen geben, bin ich trotzdem ein glücklicher Mann.

(10.05.2000)


Wolf-Rüdiger Jürgens

Der Three Nuns ist der teuerste je von mir gekaufte Tabak. Da er aber eine große Tradition hat und von vielen Pfeifenrauchern in den höchsten Tönen gelobt wird war es für mich klar, den musste ich auch mal probieren.

Three Nuns kommt als mittelbrauner Curly Cut in einer rechteckigen Dose daher. Nach dem Öffnen ist mir entschieden zu feucht, so dass ich ihn erst mal einige Stunden bei geöffneter Dose trocknen ließ. Der Geruch ist sehr tabakecht, ich kann kein Flavour erkennen. Nach dem obligatorischen Aufrubbeln stopfte er sich recht leicht. Ich habe ihn nur in größeren Köpfen geraucht, da er sehr expansionsfreudig ist. Das Anzünden ist nicht sonderlich schwer, nach max.3 Versuchen glimmt er gleichmäßig auf der ganzen Oberfläche. Schon von Beginn erweisen sich der Three Nuns als ziemlich potent, er gibt eine gehörige Menge Nikotin ab, mehr als alle anderen bis jetzt von mir gerauchten Tabake. Dabei ist der Geschmack sehr vollmundig und würzig. Aha, so schmeckt also völlig naturbelassener Tabak, ich gehe davon aus das dem so ist; ein sehr tabakechter und vollmundiger, ja fast süffiger Geschmack. Der Three Nuns gibt von sich aus genug Rauch ab ohne dass man heftig an der Pfeife ziehen müsste. Er brennt ohne Probleme bis zum Ende der Füllung, auf zu heftiges Ziehen reagiert er mit Heißrauchen und ich mit Zungenbrand. Ich muss ehrlicherweise gestehen dass der Nikotingehalt so hoch ist, das er mich manchmal schon ziemlich fordert. Auf nüchternen Magen sicher auch überfordert, aber das habe ich gar nicht erst probiert. Als all-day-smoke würde ich ihn nicht rauchen, aber als Höhepunkt nach einem opulenten Dinner oder zu später Stunde bei einem gutem Bier ist er mir sehr willkommen. Wenn da nicht der hohe Preis wäre...

(07.06.2000)


Ingo Gebert

Nach dem Öffnen des Tabaks blinzeln einen Curlies, gemischt mit ein paar einzelnen Tabakfäden, an. Der Geruch verheißt einen tabakechten, ohne Aromatisierung herbvorgerufnen Genuss. Die Curlies habe ich, ohne diese großartig aufzurubbeln, in die Pfeife eingebracht, und einmal in Brand gesteckt, legte der Tabak ein gutmütiges Brandverhalten an den Tag, er glimmte nur unter gelegentlichen Nachfeuern bis zum Ende des Rauchopfers vor sich hin. Am Anfang der Füllung bei den ersten Zügen behält doch die Süße des Tabaks leicht die Oberhand, später gewinnt die Würze die Oberhand. Der Geschmack des Tabaks ist abwechslungsreich, kein Zug schmeckt wie der andere, mal ist Süße mehr im Vordergrund, mal mehr die tabakechte und kräftige Würze. Diese Art der Zubereitung des Tabaks finde ich als durchweg als gelungen. Für diesen Tabak sollte man sich auch entsprechend Zeit nehmen, denn er will genossen werden, als kurzer "Zwischendurchsmoke" ist er viel zu schade. Auch würde ich diesen Tabak wegen seines prägnanten Geschmacks nicht unbedingt einem Pfeifennovizen empfehlen.

Fazit:
Daumen rauf: dieser Tabak ist zum Ausklang eines Tages oder nach einem guten Essen genau das Richtige, allerdings ist er nicht allzu brieftaschenfreundlich...

(22.04.2002)


Maico Schulz

Mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein ("Ich hab zuviel Geld, juchuu!") und einer Ladung Bammel ("Das ist ein harter Brocken, den du dir da kaufst!") griff ich zum ersten Mal zu dieser unauffälligen Dose mit dem lapidaren Aufdruck: "Three Nuns". Ich legte die Dose auf die Verkaufstheke des Tabakladens und der Händler schaute mich mit einem langen, forschenden Blick an. Er sagte nix, aber aus seinen Augen konnte man Romane ablesen. Weiß er doch, dass ich der dänischen Tabakfraktion angehöre und das Wort "Latakia" oder "Perique" weißgott nicht in mein allgemeinen Sprachschatz gehört. Und nun zuckte eben ich notorischer Süßkramkäufer die knapp 13 € aus dem abgewetzten Geldbeutel. Was sind schon knapp 13 €? Nicht mal eine Reservekanisterfüllung. Na also, das ist doch nicht der Rede wert. Aber "Three Nuns"! Eine Säulenheilige der DAFT, quasi die scharfe Klinge des Geschmacks - man schneidet sich wohl irgendwie daran - jedenfalls nach den DAFT Kritiken zu urteilen. (Ich muss anmerken, daß ich im Tabakladen nicht an die DAFT Kritiken dachte, sondern eher an zu erwartende Folgeschäden... "werd ich nun immer englische Tabake rauchen?")

Zuhause die Dose aufgemacht, ein wirklich sehr hübsches Tabakbild. Ja, doch, die Optik dieses Tabaks ist sehenswert. Wie ein Gemälde von Munch. Raucht er sich auch so? Dreht sich danach der Kopf - wie man in den Kritiken von DAFT lesen und erahnen kann? Vorsichtig legte ich wenige Stücke dieses heren Tabaks in eine Pfeife. Ein sehr feuchter Tabak - wie wird er brennen? In der Pfeife oder auf meiner Zunge? Mir wurde schon etwas bange. Aber es half nix, das Streichholz war schon in meiner Hand.

Hui! Das Entzünden des Tabaks geht problemloser als erwartet. Mein erfreutes Grinsegesicht verschwand hinter den ersten Rauchwolken. Der erste Geschmackseindruck? Tabak. Eher überraschend mild (man bedenke, mir gingen die ehrfurchtserweckenden Kritiken durch den Kopf). Eine merkwürdige süßliche Note im Hintergrund des Tabakgeschmacks. Nicht unangenehm. Wirklich nicht unangenehm. Vordergründig ein eher würziger Tabakgeschmack. Gegen Ende der Füllung fast nur würzig, was nicht unbedingt mein Fall ist. Was die Stärke des Tabaks angeht, so würde ich ihn in etwa mit Erinmore Flake vergleichen. Wahrlich nicht unbedingt etwas für Pfeifenanfänger.

Das Brennverhalten der drei Nonnen ist eigentlich problemlos, ich mußte nur einmal nachzünden. Helle, feine Asche. Kein Sotter. Sauber zu rauchen, langsam rauchen vorrausgesetzt.

Fazit: Der Preis ist mir für das gebotene Raucherlebnis zu hoch. Daher kann ich den Daumen nicht wirklich heben. Wenn man den Preis ignoriert, kann dieser Tabak durchaus ab und an 'erden', also einen dänischen Süßkramliebhaber wieder auf den echten Tabakgeschmack bringen. Ekstatische "Oooh!" Rufe jedoch erwecken die 3Ns bei mir nicht. Aber auch kein Entsetzen. Dieser Tabak hat seine Daseinsberechtigung. Und wird von mir bestimmt alle Schaltjahre mal gekauft.

(02.01.2003)


Manuel Evertz

Frisch im Laden gekauft und zuhause die Dose aufgemacht und in die Pfeife eingebracht ist dieser Tabak eine geschmackliche Null und eine rauchtechnische Katastrophe. Er brennt nur auf der Zunge, schmeckt wie Zigarettentabak und ist so nass (feucht wäre untertrieben), dass man ihn eigentlich nur mit einem Bunsenbrenner an's Glimmen bringt. Dabei sottert er natürlich wie blöde, egal wie langsam man ihn raucht. Soweit mein Eindruck als ich ihn das erste Mal probiert hatte. Aber jeder bekommt eine zweite Chance. Letzten Sommer bekam ich im Tausch eine Dose Three Nuns, die bereits 2 Jahre gelagert war (höchstwahrscheinlich im Handschuhfach ;-) ).

Die Dose verschwand erstmal zur weiteren Lagerung im Keller. Beim letzten Treffen der Bonner Qualmköppe brachte mir dann Georg eine weitere Dose der Drei Nonnen mit, die genau so alt war, wie die, die ich im Sommer bekommen hatte. Da überkam mich dann doch die Neugier. Ich hab die Dose vor ca. 2 Wochen geöffnet und um es direkt zu sagen, sie ist jetzt fast leer. Den Tabak erkennt man eigentlich nur noch an der Form der Curlys wieder. Ansonsten hat sich ein feiner weiß grauer kristallisierter Überzug gebildet, der Feuchtigkeitsgehalt ist voll im grünen Bereich. Ich lege die Curlys gerne übereinander in eine Pfeife mit genügend breiter Bohrung und fülle die Lücken mit losem Tabak. Vor dem Anzünden presse ich ihn nur leicht an und stopfe dann lieber während des Rauchens ein wenig nach. Er lässt sich relativ problemlos entzünden und bäumt sich ein wenig auf. Der erste Zug schon hat mit dem, was ich frisch mit ihm erlebt habe, gar nichts mehr zu tun. Der Tabak schmeckt voll und süss. Nach wenigen Zügen gesellt sich zu der Süsse eine gewisse Schärfe, die aber nie zu heftig wird und mit Zungenbrand nichts zu tun hat. Im Gegenteil, sie gibt dem ganzen einen gewissen Pfiff und sorgt dafür, dass das Raucherlebniss nie eintönig wird. Die geschmackliche Vielfalt wird zum Ende der Füllung hin noch etwas intensiver. Nikotinmässig würde ich ihn im unterem Bereich von Stark ansiedeln. Es sei vielleicht noch erwähnt, dass die Nonnen langsam und bedächtig vernascht werden wollen, zu heftiges ziehen lässt sie allzu scharf werden und dann kippt die ganze Komposition. Geraucht habe ich den Tabak wie immer ohne Filter.

Frisch gekauft empfinde ich den Tabak bei dem Preis als eine Frechheit. Lässt man ihn jedoch in Ruhe mindestens 2 Jahre altern wird er zu einem richtig leckerem Rauchopfer für gemütliche Stunden. Man sollte vielleicht vorher etwas gegessen haben, auf nüchternen Magen möchte ich ihn nicht rauchen. Ich habe mir jetzt 2 weitere Dosen zum Einlagern mitbestellt und werde mir das für die Zukunft bei Bestellungen angewöhnen. Ein Glück, dass da noch eine Dose im Keller ist ;-)

(05.02.2005)


Kai Kuepper

Nachdem ich in daft die Meinungen über "Three Nuns" gelesen habe, bin ich zu der Überzeugung gekommen, es wäre an der Zeit, diesen Tabak mit dem fast mystischen Flair zu probieren.Also auf zur Tabakhändlerin meines Vertrauens. Natürlich war das edle Kraut nicht vorrätig. "Hat hier auch noch keiner verlangt." sagte die Dame: "Aber schreiben sie mir mal die Marke und den Hersteller auf und kommen sie in zwei Tagen wieder vorbei." Gesagt, getan. Nach zwei Tagen hielt ich die relativ unscheinbare Blechschachtel zum stolzen Preis von 13,25 Euro in der Hand. Nach dem Öffnen entströmt der Schachtel ein herrliches Tabakaroma ohne Aromazusätze.

Ein Bekannter (Nichtraucher) sagte allerdings, dass der Tabak irgendwie das Aroma von Aalrauch hätte. Kann ich allerdings so nicht nachvollziehen. Also erst mal eine meiner guten alten Dunhill's geschappt und gestopft. Die Curlies haben genau die richtige Konsistenz und Feuchte. Ich habe, nachdem ich einige lose Bestandteile in die Pfeife getan habe, einfach die Curlies übereinander geschichtet, leicht angedrückt und obenauf auch etwas losen Tabak getan. Nach dem dritten Streichholz ist die Pfeife dann gut im Zug. Was für ein Aroma! Sehr würzig und in der Vielfalt seiner Nuancen kaum zu beschreiben. Eimal im Gang, glimmt der Tabak recht gutmütig. Selbst ein Weglegen für einige Minuten hat er ohne Nachfeuern überstanden. Zwei Züge und er war wieder voll da. Vom Aroma her ist er einmalig und hinterlässt nur grau-weiße Asche ohne unverbrannte Bestandteile. Genauso einmalig ist er allerdings von der Stärke. Meine erste Füllung raucht ich mit Filter, wobei ich ihn schon richtig gut fand. Mutig geworden, versuchte ich die zweite natürlich ohne Filter. Das Aroma kommt dabei noch besser rüber. Allerdings besteht die Chance, bei ein wenig zu heftigem Ziehen einige Stunden im Nikotinkoma zu verbringen.

Fazit: Daumen rauf! Ein absolut genialer Tabak. Allerdings kein all Day Smoke, dafür ist er einfach zu stark. Nach einem guten Essen zu einem guten Wein oder Kognak der krönende Abschluss eines gelungenen Abends. Jetzt bei mir dauerhaft im Tabakschrank zu Gast. Für "Süßkramraucher und Anfänger allerdings nicht unbedingt zu empfehlen, weil einfach zu heftig.

(28.09.2006)


Manfred Arenz

Die 3 Nonnen gehören schon über 25 Jahre zu meinen Favoriten, im Gegensatz zu vielen anderen Tabaken ist diese Mischung in ihrer Zusammensetzung (VA,Perique, BC) und Qualität absolut gleich geblieben - nur der Preis stieg inflationsbedingt.... (2007: 13,65 € / 50g - in Luxemburg: 7,50 € !)

Der Three Nuns ist ein reiner Curly-Tabak, der allerdings in der Dose gerne etwas auffleddert. Gestopft wird er bei mir wie er aus der Dose kommt: Ohne aufrubbeln, die beschädigten Curly-Scheiben kommen als unterste Lage - einzelne Fasern werden zu Krümeln obenauf platziert. Als Pfeifen nehme ich bevorzugt Modelle mit hoher Rauchkammer, die vom Durchmesser etwas größer als die Curlys sind - ca. 2-Cent- Stück-Größe (also Modelle wie Chimney, Oom Paul, etc).

Beim Stopfen sollten die Curlyscheiben waagerecht plaziert und keinesfalls fest angedrückt werden - ansonsten kann beim Rauchen schnell zu viel Widerstand entstehen.

Aufgerubbelt brennt mir der 3 Nuns zu schnell und zu feucht ab :-(

Einige Daftler beschwerten sich über die zu hohe Feuchtigkeit. In der Dose ablagern ist eine Methode (aber zeitaufwendig ;-), welche den Tabak schön reifen lässt (weiße Spuren sind kein Schimmel, sondern auskristalliesierter Zucker !). Die Andere ist das Lagern für ca. 1 Woche ohne Zusatzfeuchte in der geöffneten Dose.

Auch wenn der Tabak relativ trocken wird, läßt er sich (als ganze Curlys geraucht ) bei nicht zu starkem und heftigem Ziehen excellent rauchen - obwohl die jahrelange Nachreifung sicherlich zu bevorzugen ist.

Fazit:
Nach meinen Erfahrungen unter folgenden Vorraussetzungen ein absolutes Erlebnis:

  • Bohrung ca. 20mm , hohe Brennkammer, nicht aufrubbeln sondern stapeln
  • Unterste Lage: beschädigte Scheibchen, obenauf: zu Krümeln zerrubbelte Fasern
  • Entweder gut gelagerten oder in der Dose getrockneten Tabak verwenden
  • nicht fest Stopfen oder Nachstopfen, keinesfalls zu schnell und heftig ziehen
  • Zeit und Aufmerksamkeit nehmen (ein Rauchopfer kann so 2h dauern)
  • nicht auf nüchternen Magen rauchen, ein passendes Getränk bereitstellen (z.B. trockenen Wein)
  • wenn sich der Raum dreht: Pause machen ;-)

(13.07.2007)

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