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Biers Hausmarke No. 25 „Virginia Plug“
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Biers Hausmarke |
| Hersteller: | Kohlhase & Kopp |
| Mischung: | Virginia, dark fired Kentucky, Perique |
| Schnittbreite: | Plug |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | medium |
| Preis: | EUR 15,50 / 100g (August 2007) |
Dirk Schimowsky
| Kurzbewertung: | 2 - gut |
| Zungenfreundlichkeit: | zungenfreundlich, leichtes Kribbeln (vom Virginia) |
| Abbrandeigenschaften: | problemlos |
| Kondensatbildung: | gering (oFi) |
| Aromabeständigkeit: | zum Schluss hin geht die Süsse leicht zurück |
| Feuchtigkeit: | sehr gut |
| Anzünden: | einfach |
Herstellertext:
Ein recht kräftiger, dunkler Virginiaflake, der durch die
delikat-robusten Aromen des Virginia - Tabaks, rauchigen Dark Fired
Kentucky und vollmundigen Perique eine ganz besondere Würze in der
englischen Tradition verspricht.
Ein Muss für Virginia - Tabak Liebhaber !!!
Beschreibung des Tabakbildes:
Der 100gr. Tabak wird in einem Ziplock-Beutel geliefert. Der Quader
selber ist noch einmal in eine goldige, dickere Folie eingeschweisst.
Sehr fest (also stark gepresst) kommt der Quader aus der Tüte. Das
Tabakbild zeigt eigentlich alle Arten von Brauntönen, von Ocker bis fast
Schwarz. Der Geruch erinnert an Schwarzbrot. Eine heuige Note wie bei
einem reinen Virginia kann ich nicht ausmachen.
Das Stopfen:
Vor dem Stopfen ist erst einmal das Schneiden angesagt. Ich bevorzuge
ein Messer zur Aufbereitung des Plugs. Nachdem ich jahrelang mein
Schweizer Offiziersmesser benutzte, habe ich mir vor kurzem ein Opinel
aus rostendem Stahl extra für die Plugs zugelegt. Diese wurde von mir
nachgeschärft und die Klinge muss vor jeder Zubereitung abgewischt
werden, da ich sie nach der Benutzung mit Leinöl behandle. Ich schneide
sehr dünne Scheibchen, welche für einen guten Abbrand sorgen. Die
Schreiben werden anschliessend geknickt bzw. zwischen den Fingern
gerollt und locker in den Pfeifenkopf gestopft. Nicht zu fest, damit
sich der Plug, genauso wie ein Flake, beim Rauchen noch entfalten kann.
Zum Schluss kommen die beim Schneiden angefallenen Brösel oben drauf.
Das Anzünden:
Durch die oberen Brösel lässt sich der Tabak schnell und einfach in
Brand setzen, und man hat eine gleichmässige Glut. Hier kommt es
natürlich auch auf die Schnittbreite an. Es liegt also an jedem selber.
Raucheigenschaften:
Bei meiner bevorzugten Schnittbreite lässt sich der Tabak theoretisch
gut bis zum Ende durchrauchen. Übrig bleibt nur etwas hellgraue Asche.
Warum theoretisch? Nun, in der Regel rauche ich im Büro, auswärts bei
einer Unterhaltung mit Freunden oder beim Spaziergang mit der Familie.
Wer kann also bei diesen Tätigkeiten seine Aufmerksamkeit
uneingeschränkt der Pfeife widmen? Im Büro habe ich neben mir einen
Klappständer aus Messing, in welchem die Pfeife des öfteren mal abgelegt
wird. Da sie dort meist mehrere Minuten liegt, muss sie halt
anschliessend wieder entzündet werden. Der Tabak verändert aber seinen
Geschmack auch nach mehrmaligen neuem Anzünden nicht. Auch nach
mehrmaligem Anzünden bleibt am Schluss nur etwas hellgraue Asche übrig.
Raumnote:
Die Raumnote beurteile ich eher neutral, wie bei den meisten Virginias.
Gesamtbewertung:
Was soll man lange drumherumschreiben. Der Tabak ist einfach lecker! Die
Süsse des Virginias kommt gut durch und das Gesamtkonzept ist in sich
stimmig. Er eignet sich gut zum reinen Genuss und ist gleichzeitig ein
Begleiter, welcher sich nicht immer in den geschmacklichen Vordergrund
schieben muss. Das typische „Virginiakribbeln“ auf der Zunge ist nicht
so ausgeprägt, aber spürbar. Eine fruchte Note, durch den Perique, kann
ich nicht rausschmecken, eher einen nussigen Unterton, welcher ab Mitte
bis Ende der Füllung zunimmt. Der Preis stimmt auch. 7,75 € für 50gr.
ist heute nicht gerade übermässig teuer. Ich rauche ihn momentan täglich
und er wird auch zum Einrauchen meiner neuen Pfeifen genommen. Daumen
hoch und Danke Volker, für dieses herrliche Kaut.
(16. August 2007)