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Bjarne The Exclusive One

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DTM Bjarne: The Exclusive One

(Pfeifentabak)

Markenname:DTM
Hersteller:DTM
Mischung:Virgina/Matured Virginia
Schnittbreite:Mixture
Typ:aromatisiert
Stärke:medium
Verpackung:100 Gramm Runddose
Preis:17,50 Euro

Peter Ctyroky

Dosenaufdruck: an outstanding blend of selected sweet virgina leaf matured to the perfect grade of mildness and light aromatic taste as preferred by my danish compatriots and, of course, by myself.

Schon die Dose alleine ist eine Besonderheit, handelt es sich doch um eine Dosenform, die man normalerweise bei Lackfarben findet. Das hat natürlich verschiedene Konsequenzen. Eine davon ist, dass man die Dose ohne Werkzeug (Schraubendreher o.ä.) nicht aufbekommt, auch wenn sie schon einmal geöffnet war, andererseits ist sie auch nach dem ersten Öffnen immer wieder genauso dicht verschließbar, wie vorher. Der Tabak liegt locker in der Dose, man muss ihn nicht erst mühsam aufrubbeln. Die Konsistenz ist nahezu perfekt für den sofortigen Genuss, nicht zu trocken, nicht zu feucht. Die Farbe ist komplett in Mittelbraun mit einigen hellbraunen Einsprenkelungen gehalten. Der Geruch aus der Dose erscheint zunächst indifferent. Ein wenig heuig, ein wenig schokoladig, ein wenig süß, aber nicht wirklich bestimmbar. Auf künstliche Aromatisierungen wurde hier komplett verzichtet. Das Stopfen geht, wie erwartet, leicht von der Hand. Das Anzünden gestaltet sich ähnlich leicht, nach 2 Streichhölzern glüht die Oberfläche gleichmäßig. Weiteres Nachzünden während der Füllung ist i.d.R. nicht nötig. Das Geschmackserlebnis zu Beginn ist dominiert von karameligen, kakaoartigen und süßen Komponenten. Die Raumnote wird von der (nichtrauchenden) Umgebung als angenehm empfunden und ist von der Intensität praktisch dem Geschmack gleichzusetzen, anders als bei einigen Aromaten, die besser riechen als sie schmecken. Über die Füllung hinweg, verstärkt sich das Aroma und bekommt ab ca. der Hälfte einen kaffeeartigen Geschmack, während die Süße etwas in den Hintergrund tritt. Zum Ende hin verstärkt sich das noch, vor allem wenn nicht kühl geraucht wurde, kommt noch eine bittere Komponente hinzu, die sich jedoch bei Abkühlung wieder zurückbildet. Das Ende der Füllung kommt durchaus unerwartet, es können noch einige angekohlte Tabakreste am Boden bleiben, die jedoch bei Umrühren mit dem Räumdorn zu Staub zerfallen. Die Asche ansonsten ist reinweiß. Auch wenn man etwas heißer raucht, produziert der Tabak sehr wenig Kondensat. Er verliert dann zwar einiges an Geschmack und wird bitterer, erfängt sich jedoch, sobald man langsamer und kühler raucht. Auf der Zunge ist er sehr leicht, ganz anders als der Geschmack vermuten ließe. Auch bei zu heißem Rauchen bleibt die Zunge absolut verschont, mehr, als man von anderen Tabake bei kühlem Rauchen sagen kann. Ich habe ihn oFi geraucht, er sollte jedoch auch miFi genügend Geschmacksvolumen produzieren, um ihn genießen zu können.

Fazit:
Ein Tabak, den man, es sei denn man ist Hardcore Latakia Fan, unbedingt probiert haben sollte. Für den Anfänger sehr empfehlenswert, an dem komplexen Geschmack und seinen durch die Füllung immer wieder wechselnden Geschmackskomponenten, werden auch Fortgeschrittene sehr viel Freude haben. Auch die "Süßpanscher" können damit einen Ausflug in die Welt der nicht aromatisierten Tabake unternehmen, ohne auf ein süßes Geschmackserlebnis und eine allgemein akzeptierte Raumnote verzichten zu müssen. Noch einmal möchte ich die, bei diesem Tabak, wirklich wörtlich zu nehmende Zungenmilde herausstreichen.

(24.04.2002)

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