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Black Ambrosia

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Mac Baren Black Ambrosia

(Pfeifentabak)

Markenname:Mac Baren
Hersteller:Mac Baren
Mischung:Burley, Virginia
Schnittbreite:Normalschnitt
Typ:aromatisiert
Stärke:leicht
Verpackung:50g Pouch / 100 gr. Dose
Preis:10,25 DM / 20,50 DM

Frank Nicolai

Diesen Tabak habe ich nur als Probe erhalten; insgesamt hatte ich jedoch zwei Probepäckchen, was ca. 10 Gramm bzw. 4 Füllungen ergab. Deshalb denke ich, kann ich einen Ersteindruck niederschreiben.
Im Tabakbild herrscht sehr dunkles Braun vor. Nur wenige hellere Virginia-Anteile sind zu erkennen. Auch beim Anfassen wird die Schwammigkeit des Burley offensichtlich. Der Tabak riecht nach Milchkaffee und Schokolade; gerade zweiteres findet sich andeutungsweise auch im Montgolfiere wieder. Dort konnte ich den Geruch jedoch nicht herausfiltern; hier im BA ist er jedoch vorherrschend und daher bestimmbar.
Der Tabak lässt sich problemlos stopfen; für das Anzünden brauchte ich jeweils mehrere Versuche. Der Tabak ist IMHO ultralight; gerade im Vergleich mit anderen derzeit gerauchten Aromatics (Montgolfiere; Finckes Rathausmischung No. 4). Wenn er denn brennt, brennt er gut und gleichmäßig. Er sondert verhältnismäßig wenig Kondensat ab, obwohl ich versucht war, ihn aufgrund seiner Leichte ziemlich heiß zu rauchen. Dagegen ist der Tabak jedoch erstaunlich immun. Er brennt nicht auf der Zunge.
Der Geschmack wird zu 100% von der Aromatisierung getragen, die leider nicht ganz das hält, was sie im Geruch verspricht und zum Ende hin etwas abnimmt, ohne jedoch ganz verlorenzugehen und den Raucher mit der Bitternis des puren Burleys zu quälen. Eine leichte - hier sicherlich künstlich geschaffene - Süße begleitet die gesamte Füllung. Die Raumnote ist recht angenehm und ehefrauen- und kollegenkompatibel ;-)

Fazit:
Der Tabak ist von der Aromatisierung her mir recht angenehm; auf Dauer jedoch zu leicht. Der Abbrand ist gut und die Raucheigenschaften auch. Ich spreche trotzdem keine Empfehlung aus, weil er mir zu wenig Charakter und Eigenständigkeit hat. Er ist ein Tabak, wie ihn Anfänger mögen werden, obwohl ich gerad jenen zu besserem Tabak raten möchte. Es wäre einen Versuch wert, ihn mit stärkerem Tabak zu mischen, um den genannten Kritikpunkten abzuhelfen.

(30.05.2000)


Jim Brendel

Mit grosser Skepsis wurde die seit langem gelagerte Dose geöffnet; denn das Damokles des Übervaters "Mixture" schwebt über allem, was aromatisiert scheint. Konkurrenz im eigenen Stall? Was man sieht, ist blauschwarz mit vereinzelten, relativ hellen Virginiafasern. Beim genauen Hinsehen und Tasten wird klar, Burley ist Vermutung, Virginia scheint gewiss. Eine samtige Konsistenz ist schonend erhalten worden, keine Brüchigkeit oder gar Zerröstung zeigt sich, wie das bei so manchem BC anzutreffen ist und Unrauchbarkeit zur Folge hätte. Das wahrzunehmende Aroma ist IMHO ausschliessliches Ergebnis des Röstens eines mit Honig mehr gesossten Virginia. Eine vielleicht etwas unkonventionelle Verfahrensweise. Hier hat man`s eben anders gemacht. Und das ist gut so, wie sich zu meinem Erstaunen gezeigt hat. Leichte, aber unaufdringliche Bitternis schwingt mit, welche bei diesem Verfahren wohl zwangsläufig zu enstehen hat. Inwieweit der Hersteller überdies noch nachgeholfen haben mag, bleibt ungewiss und muss jeder nach seinem Gusto einschätzen.

Wonach riecht`s nun? Ich würde sagen, nach Honig kurz vor`m verbrennen. Mit viel Phantasie ist schwarze Johannisbeere auszumachen, auch eine Kaffeenote klingt an. Merkwürdig. Leicht ist der Tobak in die Pfeife einzubringen. Weich nachgedrückt, und nun anzünden: hier geht leider gar nicht viel. Vier Hölzer hat`s gebraucht, dann aber ging`s ohne bitteres Ende vorwärts.

Angenehm, äusserst angenehm, lässt er sich rauchen und schmeckt auch so. Sogar so angenehm, das mir der Vergleich mit der der MB "Mixture" aufgedrängt wird. In vielem sind sich beide Tobake ähnlich, wobei "Black Ambrosia" ausgewogener, weicher und mit gutem Volumen auch im Rauchverhalten unkomplizierter scheint.
Keine sich permanent steigernde, sukzessiv einsetzende Süsse, die hier und da sich in ihren Spitzen als vermeintlicher Zungenbrand mit Zuckerkruste niederschlagen kann. Füllig, wenn auch leicht, setzt sich das Rauchen bis zuletzt fort. Insofern stimmt die von Mac Baren auf "4" eingepegelte Note hinsichtlich der Süsse und des Aromas kaum. Besonders lobenswert ist dann aber die ausschlaggebende Tatsache, dass es dem Hersteller gelungen ist, genau eben jenes Aroma vom ersten bis zum letzten Zug herauszublenden, was die "Mixture" erst im letzten Drittel zu bieten hat - wenngleich auch hier in etwas unspektakulärer Weise. Kulminationspunkte hat dieser Tobak demzufolge nicht, und die braucht er auch nicht. Er ist gleichbleibend aromatisch, lässt sich durchaus trocken rauchen und kann, was zählen sollte, unbeobachtet bleiben. Ein Alltagstobak erster Güte, geeignet für jede Gelegenheit, gerade auch angesichts einer gewissen, festgestellten Beliebtheit beim Publikum. Was will man zwischendurch mehr, da er doch zudem auch in jeder geordneten Tankstelle zumindest als Pouch erstanden werden kann.

Fazit:
Ein wirklich guter und durchaus würziger Tobak, der jeden Tag bekömmlich sein dürfte. Der "Mixture" steht er nicht nach, sondern eher auf einem anderen Tablot. Für Anfänger die Empfehlung, für Gestandene eine Neujustierung der Papillen.

(12.07.2004)


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