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Holger Danske Black & Bourbon
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Planta |
| Mischung: | Black Cavendish / Virginia |
| Schnittbreite: | schmal und kurz |
| Typ: | stark aromatisiert |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 50g / 100g / 200g |
Jörg Busack
Nach dem öffnen der Dose habe ich es mit einem tiefschwarzen Tabak zu tun. Der Dose entströmt ein Gummibärchenduft. Also entfalte ich die Plastiktüte und halte meine Nase richtig rein. Ich schrecke zurück. Das war entschieden zu tief! Kann so viel Chemie einem Menschen die Nasenschleimhäute zersetzen? Der Tabak ist also offensichtlich für Filterraucher gedacht. Pech für mich, ich rauche nur ohne Filter.
Da ich vor fast nichts zurück schrecke, stopfe ich mir den Tabak in die Pfeife. Er stopft sich wirklich sehr gut. Ebenso gut lässt er sich anzünden, mit nur einem Zündholz. Er brennt gut, raucht sich fast von allein. Der Geschmack ist nur fruchtig. Oh Gott, er wird immer fruchtiger. Wo bleibt der Bourbon- und vor allem der Tabakgeschmack? Nichts davon ist zu spüren, ich rauche Chemie.
Beim Nachstopfen muss ich sehr aufpassen, dass nicht zuviel ungerauchter Tabak mit der Asche in den Aschenbecher wandert. Die Hälfte der Pfeife ist aufgeraucht, jetzt schmeckt der Tabak nur noch sauer. Oder ist mein Gaumen schon betäubt? Ich rauche tapfer zu Ende, Indianer kennen keinen Schmerz!
Die Pfeife ist aufgeraucht, endlich! Normalerweise rauche ich an einer mittleren Füllung 1h 15min. Für diese brauchte ich nur 45min. Ich habe mich nicht abgehetzt beim Rauchen. Der Tabak brennt fast von selbst runter.
Es folgten noch zwei weitere Versuche. Die dritte Pfeife wurde dann aber nach der Hälfte notgeräumt. Ich glaube, ich werde nie ein richtiger Indianer!
Fazit:
Ich rauche gerne aromatischen Tabak, aber das war zuviel des Guten. Vielleicht kann man ihn mit Filter rauchen. O.F.-Raucher können ihn getrost im Laden stehen lassen.
(27.05.2000)
Frank Nicolai
Ich war ja gewarnt. Ich ahnte ja, was auf mich zukommen wird. Aber wie ein kleines Kind, dass sich erst die Finger verbrennen muss, ehe es glaubt, das Feuer heiss ist... ich habe Holger Danske Black and Bourbon geraucht. Ach, hätt ich auf die "Großen" gehört.
Schon beim Öffnen des Probetütchens - und nur darauf bezieht sich mein Review - entströmte dem sehr trockenem Tabak ein Geruch, der mich an BASF erinnerte. Ja gut, black ist der Tabak, schwarz-grau anzusehen... aber wo ist der Bourbon? Der Geruch ist undefinierbar fruchtig und klebrig-schwülstig süß.
Er läßt sich einfach in die Pfeife füllen und entzünden. Man muss aufpassen, dass man schon beim Entzünden nicht zu stark zieht - denn sonst ist die Pfeife aufgeraucht. Der Tabak brennt allein weg. Ratzifatzi ist die Pipe leer. Und über bleibt ein wenig dunkelgraue Asche, die dursetzt von schwarzen, unverbrannten Tabakstrünken ist.
Doch in der Zeit zwischen Entzünden und Ausgehen quält der Tabak den Raucher mit einer klebrigen Süße, die sich wie eine Schicht auf die Zunge legt. Es soll ja Leute geben, die dieses Kraut genießen. Ich frage mich: wie machen die das? Mich würgte es fast, als der Tabak zum Ende hin immer bitterer wurde.
Fazit:
Tabak soll das sein? Rauchbarer Tabak? Darunter stelle ich mir etwas anderes vor.
Ich halte den Tabak nicht einmal für bedingt empfehlenswert. Er ist schlicht und einfach: Sondermüll.
(22.12.2002)