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Orlik Black Friar
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Orlik tc |
| Mischung: | Virginia |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | medium-stark |
Adrian Schmidtke
Ein paar Mal erst habe ich den Orlik Black Friar mit großen Unterbrechungen geraucht und immer wieder war ich aufs neue begeistert von diesem Flake. Diesmal war es Sascha Schur, der mir einige Scheibchen überlassen hat - herzlichen Dank dafür.
Die flache Rechteckdose wird geziert von einem beleibten Mönch, der an einem friedlichen Sommertag, gemütlich an einen Baum gelehnt, mit einem großen Humpen Bier beschäftigt ist. Was hat ein solches Idyll mit Tabak zu tun? Es ist ein Allgemeinplatz, das gerade in den klostereigenen Brauereien insbesondere zur Fastenzeit häufig ein ganz besonders gehaltvolles Bier gebraut wurde, gewissermaßen als Ausgleich für den Verzicht auf reichhaltiges Essen, und dieser Tabak ist durchaus als Fastenspeise geeignet. Er ist deutlich oberhalb von Medium, hat zwar keine Kalorien, aber sättigt und ist reich an Nikotin.
Die Scheiben sind von mittelbrauner, hell marmorierter Farbe und der Tabak hat einen tabakechten, süßlich-schweren Duft. Die Scheiben lassen sich ohne großen Aufwand aufreiben oder geknickt in die Pfeife drehen, das Anzünden ist unproblematisch und der Abbrand ruhig, langandauernd und kühl. Geschmacklich ist der Tabak eine Offenbarung, süßlich-herb und sehr voll, er brennt nie auf der Zunge und sättigt ordentlich. Als erste Pfeife des Tages ist er völlig ungeeignet, obwohl man ihn nahezu beliebig oft ausgehen lassen und wieder entzünden kann, ohne dass der Geschmack leidet. Am ehesten erinnert er mich an den Capstan Full, ohne jedoch dessen unangenehmes Trockenobstaroma zu haben und ein wenig vom Marlin Flake hat er auch, allerdings ist er wesentlich deftiger und rustikaler (und stärker!) und scheint seine Süße tatsächlich einzig und allein vom VA zu beziehen.
Hat dieser Tabak auch eine Schwäche? Ja, die hat er. Es gibt ihn hierzulande nicht; in Dänemark hingegen ist er wohl überall problemlos erhältlich. Davon abgesehen bekommt der Black Friar von mir eine Eins mit drei Sternchen.
(15.03.2005)